
Wie Fernsehen gemacht wird –
Ein Blick hinter die Kulissen der ZDF-Küstenwache
So lautete das Thema der Kinderuni Neustadt am 12. März 2011. Viele Kinder strömten erwartungsvoll in die Aula der Jacob-Lienau Realschule.
Die Referenten der heutigen Veranstaltung kamen von der Opal Filmproduktion in Neustadt. Regisseur Raoul W. Heimrich, Kameramann Andreas Heine, Tonmeister Sigfried Busza und Tonassistent Lutz Schönherr waren bereit, den Kinder alles zu diesem interessanten Thema nahezubringen.
Auch Herstellungsleiter Nils Burtzlaff und Aufnahmeleiter Jan Zillmann waren anwesend.
Sorgfältig war alles vorbereitet. Die Kinder wurden mit einem Ausschnitt der 200. „Küstenwache“-Folge „U 32 antwortet nicht“ empfangen.

Dann ging’s los. Es rumpelte, und Raoul Heimrich kam etwas benommen auf die Bühne. Angeblich hatte er sich fürchterlich den Kopf gestoßen und wusste gar nicht mehr so recht, wo er eigentlich war und was nun geschehen sollte. Um diese Ratlosigkeit zu beenden, schlug Kameramann Andreas Heine vor, die Kinder zu befragen, was man denn alles so brauche, um einen Film zu machen.

Die einzelnen Arbeitsposten mussten besetzt werden, und es begann sozusagen ein Casting. Erwartungsvoll schauten Raoul Heimrich, Andreas Heine, Siggi Busza und Lutz Schönherr, was sich da wohl für „Kollegen“ melden würden.

Bald strömten die Kinder nur so auf die Bühne. Besonders spannend war ja auch, dass die Filmleute eine richtige Kamera mitgebracht hatten.

Etwas kritisch betrachtet der echte Regisseur das Kinder-Filmteam – aber so langsam ist es komplett und man konnte anfangen, zu drehen. Die Kinder waren erstaunt, wie viele Leute hinter der Kamera arbeiten.

Aber ganz ohne Schauspieler geht es natürlich auch nicht. Die Darsteller gehen in Position und ganz wie im richtigen Leben kommen jetzt von den zuständigen Teammitgliedern die Anweisungen:
„Wir wollen drehen – Kostüm und Maske?“
Antwort: „Klar!“
„Bitte absolute Ruhe – wir drehen!“
„Ton?“
Antwort: „Ton läuft!“
Dann wird die Klappe geschlagen – Bild Nr… – die Erste.
Regisseur: „Und bitte!“

Und dann drehen sie – und ganz wie im richtigen Leben klappt irgendetwas nicht. „Abgebrochen – Alle wieder auf Anfang.“
„Bitte absolute Ruhe – wir drehen!“
„Ton?“
Antwort: „Ton läuft!“
Dann wird die Klappe geschlagen – Bild Nr… – die Zweite.
Regisseur: „Und bitte!“
Die Kinder begriffen sehr schnell, was sie als Teammitglieder zu tun haben und sind erstaunt, was man alles bedenken muss, um einen guten Film zu machen.

Nach den „Dreharbeiten“ durften alle Fragen stellen….

..und auch die Kamera ausprobieren! Spannend ist das!!
Es war eine großartige Veranstaltung!! Ein dickes Lob an die Leute der OPAL-Filmgesellschaft, die von ihrer wahrhaft kargen Freizeit für die Kinder etwas abgezwackt haben, um dieses schöne Erlebnis möglich zu machen.
Wir wünschen der Kinderuni Neustadt weiterhin viel Erfolg!
Text und Fotos: emr
