Historisches Fanpage-Archiv

Andreas Dobberkau – Schauspieler

Der neue Herzspezialist für die Albatros II

Große „Küstenwache“-Ereignisse warfen ihre Schatten voraus:

Die 200. „Küstenwache“-Folge und die Abschiedsfolge von Elmar Gehlen. Deshalb musste ich mich noch ein wenig zurückhalten, um nicht alles durcheinander zu bringen.

Andreas Dobberkau arbeitete schon am Set für die „Küstenwache“, und ich lernte ihn als einen fröhlichen, unkomplizierten jungen Mann kennen.

Jetzt sind wir aber alle neugierig auf den neuen Maschinisten. Umso mehr freute es mich, dass Andreas Dobberkau zu einem Interview bereit war.

emr:
Wann und wo bist Du geboren?

Andreas Dobberkau:

1975 in Reinbek, Sternzeichen Krebs

emr:

Wir wissen aus dem Video-Interview des ZDF, dass Du nicht schon immer Schauspieler werden wolltest? Wie hat es sich ergeben, dass Du diesen Beruf ergriffen hast?

Andreas Dobberkau:

Ich spielte schon während der Schule in der Theater-AG, kam aber nie auf den Gedanken Schauspieler zu werden. Gespräche mit Freunden brachten mich auf die Idee, dass man das ja auch beruflich machen könnte. Kurz gefasst, ich hab mich informiert, dann beworben, vorgesprochen und studiert, gestaunt, gewundert und mich gefreut, bin verzweifelt und hab den Mut verloren, dann wieder gestaunt, gefreut, gescheitert, verzweifelt, gefreut… und so geht das immer noch weiter.

emr:

Spielst Du lieber im Theater oder im Fernsehen?

Andreas Dobberkau:

Fürs Fernsehen oder Film zu arbeiten bereitet mir grade eine sehr große Freude, aber ich brauch das Theater als Ausgleich – es tut mir gut Theater zu spielen. Ich bin sehr froh beides machen zu können, das möchte ich mir auf jeden Fall erhalten.

emr:

Wie kam es, dass Du für die Rolle des neuen Maschinisten der „Küstenwache“ engagiert wurdest?

Andreas Dobberkau:

Da muss man mal bei der Produktionsfirma oder der Redaktion nachfragen, wie das wohl kam… 😉

emr:

Fühlst Du Dich hier in Neustadt und beim Team wohl?

Andreas Dobberkau:

Von Neustadt hab ich leider noch gar nicht soviel gesehen, da ich ja meistens drehe, wenn ich hier bin. Aber das, was ich gesehen habe gefällt mir sehr gut, und die Region ist mir vertraut. Ein paar Orte kenn ich noch von früher. Reinbek, wo ich aufgewachsen bin, ist ja nicht so weit weg.

Das Team ist einfach fantastisch und hat mich toll aufgenommen. Ich hab mich sofort wohlgefühlt.

emr:

Du bist – so wie ich Dich bisher erlebt habe – ein durchaus lockerer und fröhlicher Mensch. Überträgt sich die Fähigkeit eines guten Schauspielers, sich auf die darzustellenden Charaktere einzustellen, auch auf die Menschenkenntnis im alltäglichen Leben?

Andreas Dobberkau:

Da musst Du wohl einen guten Schauspieler fragen. 😉

Ich weiß nicht, ob meine Menschenkenntnis davon profitiert hat, dass ich mich beruflich mit unterschiedlichen Charakteren beschäftige, ich denke eher nicht. Aber meine persönliche Neugier und mein Interesse an Menschen, ihren Schrullen und Eigenheiten, kommt mir bestimmt beruflich zugute.

emr:

Du bist durch Deinen Beruf sicherlich oft von Deiner Familie getrennt. Ist das eine Belastung für Dich?

Andreas Dobberkau:

Ja. Aber ich komme damit klar. Ist ja immer ein überschaubarer Zeitraum.

emr:

Was tust Du am liebsten in Deiner Freizeit?

Andreas Dobberkau:

Lesen, Musik hören, ins Theater/Kino/Tanzen gehen, Freunde treffen, Familie sehen, Musik machen mit der Band, mit meinem neuen Fahrrad meine derzeitige Heimat erkunden…

emr:

Welches Buch hat Dir besonders gut gefallen?

Andreas Dobberkau:

Bei Buch bin ich spontan bei Drehbuch. Verzeih mir meine KüWa-Fixierung. Du meinst aber sicher meine private Lektüre.

Von den Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, gefiel mir der letzte Hole-Krimi Jo Nesbø sehr gut. Ich lese sehr viel und hab aber oft die Titel nicht mehr präsent. Ich weiß aber, dass da ein paar gute dabei waren…

emr:

Welcher Film hat Dir besonders gut gefallen?

Andreas Dobberkau:

Im Kinoprogramm bin ich leider nicht mehr auf dem letzten Stand. Ich weiß nur welche Filme ich gerne gesehen hätte. Zuletzt gesehen und gefallen haben mir unbedingt „Der Knochenmann“ mit Josef Hader und „Alle Anderen“ von Maren Ade.

emr:

Welche Musik hörst Du am liebsten?

Andreas Dobberkau:

Musik muss grad passen, dem Moment entsprechen, dann ist das Genre (fast) egal. Meistens höre ich Indie/AlternativeRock, LoFiTrashPop, oder alte Sachen, Beatles, Dylan, Velvet Underground, und im Zug auch gern mal Cellosuiten von Bach.

emr:

Die Beamten der „Küstenwache“ müssen oft rennen, was bei den Dreharbeiten bedeutet, dass sie das immer und immer wieder tun müssen. Das erfordert Kondition. Wie hältst Du Dich fit für Deinen Beruf?

Andreas Dobberkau:

Ich versuche regelmäßig Sport zu treiben.

emr:

Worüber ärgerst Du Dich am häufigsten?

Andreas Dobberkau:

Falschheit. Und über meine eigene Faulheit.

emr:

Um herauszufinden, was meinem Interview-Partner besonders wichtig ist, stelle ich gern die folgende Frage: Wenn Du „Kaiser von Deutschland“ wärest, was würdest Du zuerst tun?

Andreas Dobberkau:

Banken und Konzerne sollten einen Moralkodex unterzeichnen. Bei Nichteinhaltung sollte das Vermögen anteilig an die Bevölkerung ausgezahlt werden. Klingt ein bisschen nach einem Teenager mit Palituch, oder?

emr:

Wenn Du „Kaiser der Welt“ wärest, was würdest Du tun?

Andreas Dobberkau:

Oha, da gibt’s ja sehr viele Baustellen. Wahrscheinlich würde ich erstmal einen schönen Urlaub mit der Familie machen, viele Menschen dazu einladen und dann gemeinsam darüber nachdenken, was zu tun wäre.

Ich bedanke mich herzlich für dieses Interview. Wir wünschen Andreas Dobberkau viel Erfolg in seiner neuen Rolle des Marten Feddersen bei der „Küstenwache“.

Interview und Foto: emr