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Andreas Arnstedt – Drehbuchautor, Regisseur und Produzent

Ein Mann erfüllt sich einen Traum!

Die Freunde der „Küstenwache“ lieben Andreas Arnstedt alias Kai Norge, den Sanitäter und Smutje auf der „Albatros II“. Sie leiden mit ihm, wenn Unterbaur mal wieder über den von ihm zubereiteten Kaffee meckert, wenn Onkel Hermann ihn unerbittlich auszählt, weil er einen Lehrgang nur mit „einer 3 minus!!??!!“ bestanden hat, wenn Frau Schütz ihn mal wieder von oben herab behandelt oder wenn er bei einem medizinischen Selbstversuch fast draufgeht.

Jetzt hat sich Andreas Arnstedt einen Traum erfüllt: Er hat ein Drehbuch geschrieben und einen eigenen Film produziert, bei dem er auch Regie führte.

Der Film heißt

„Die Entbehrlichen“.

Wir wollten gern mehr wissen und haben Andreas Arnstedt befragt.

emr:

Andreas, Du hattest den großen Wunsch, ein Drehbuch zu schreiben und einen Film zu produzieren. Wie und wann ist diese Idee entstanden?

Andreas Arnstedt:

Das weiß ich nicht mehr so genau. Ich wollte ja auch nicht irgendein Drehbuch schreiben und irgendeinen Film machen, sondern genau dieses Thema.

emr:

Nachdem Du den Entschluss gefasst hattest, diesen Film zu machen, musstest Du Dir überlegen, wie Du dies Projekt in die Tat umsetzen konntest. Außer Ideen braucht man ja auch die erforderlichen finanziellen Mittel. Wie hast Du es geschafft, von der Idee bis zur Realisierung alles Erforderliche auf die Beine zu stellen?

Andreas Arnstedt:

Natürlich habe ich versucht Förderer und Sponsoren zu finden, aber das zeigte sich schnell als erfolglos, was natürlich mit dem Thema zusammenhängt. Einen Film über Kinderarmut in Deutschland zu machen ist nun mal etwas Anderes als eine Liebeskomödie in New York zu drehen. Jedenfalls habe ich genügend Leute gefunden, denen das Thema am Herzen liegt und die ohne Gage vor und hinter der Kamera standen. Stark vertreten war das Team der Küstenwache.

emr:

Die Geschichte, die Du in Deinem Drehbuch niedergeschrieben hast, beruht auf einer wahren Begebenheit. Kannst Du uns Näheres dazu sagen?

Andreas Arnstedt:

Ja, die Geschichte ist wirklich passiert. Sie trug sich in den 70er Jahren zu. Ein 7 Jahre alter Junge lebte eine Woche mit seinem toten Vater zusammen. Aus Angst in ein Heim zu kommen, hat er das gegenüber seiner Umwelt verschwiegen und nach außen ein „normales“ Leben geführt. Eine unglaubliche Leistung.

emr:

Nachdem Dein Film abgedreht und postproduziert war, hast Du an Filmwettbewerben teilgenommen. Welche Wettbewerbe waren das und wie erfolgreich war die Teilnahme?

Andreas Arnstedt:

Insgesamt sind wir weltweit auf 23 Festivals vertreten und haben 19 Preise bekommen. Aber jeden Monat folgen 2-3 weitere Einladungen, was uns sehr darin bestärkt, dass ein solches Thema doch auf Interesse stößt.

emr:

Kannst Du uns Deine Eindrücke und Erlebnisse schildern? Wie fühlt man sich, wenn man bei solchen Ereignissen als Beteiligter dabei ist?

Andreas Arnstedt:

Die Arbeit hat allen Beteiligten viel, manchmal zu viel abverlangt. Und im Augenblick des Machens denkt man nicht an den Erfolg oder Misserfolg hinterher. Wir wollten einen Film machen, der berührt und einen anderen Blick auf die Wirklichkeit in unserem Land wirft.

emr:

Jürgen Plötzner und ich hatten das Vergnügen, in Deinem Film als Statisten mitzuwirken und waren zu der Teampremiere eingeladen, bei der wir Deinen Film sehen durften. Er ist einfach großartig geworden! Tagelang hat mich diese Geschichte nicht losgelassen!

Kann man Deinen Film demnächst in deutschen Kinos sehen?

Andreas Arnstedt:

Wir haben einen Verleih gefunden, der DIE ENTBEHRLICHEN am 30. September 2010 in die deutschen Kinos bringt. Die genauen Daten findet ihr auf:

www.die-entbehrlichen.de (oder auf selbiger Facebookseite)

emr:

Wir bedanken uns sehr herzlich für dieses Interview und wünschen Deinem Werk viel Erfolg!

* * *

Soweit das Interview mit Andreas Arnstedt.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass wir die exakten Termine und Filmtheater auf www.kuestenwache.net bekanntgeben werden, sobald uns diese Daten vorliegen.

Sie sollten sich diesen Film unbedingt ansehen! Zu Recht hat Andreas Arnstedts Regiedebut so viele Auszeichnungen bekommen.

Für „Küstenwache“-Freunde ist es sicher auch interessant und reizvoll, die Hauptdarsteller

Annekathrin Bach,

Michael Kind und

Max Florian Hoppe

in diesem Film zu sehen.

Auch

Ursula Andermatt,

die wir schon als Gastdarstellerin in der „Küstenwache“ erleben konnten, wirkt mit.

Einen sehr ausdrucksstarken Trailer und viele interessante Beiträge über die Entstehung des Films finden Sie auf der Internetseite www.die-entbehrlichen.de.

Also – geh’n Sie mal wieder ins Kino! Sie müssen diesen Film unbedingt ansehen!

Interview: emr – 26. August 2010

Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Andreas Arnstedt

(Andreas Arnstedt im Trikot des brasilianischen Vereins F.C. Santos)