Historisches Fanpage-Archiv

Küstenwache Dreharbeiten – Härtetest…

…bei tropischer Hitze

Schon gestern am 100. Drehtag zur 14. Staffel waren die hohen Temperaturen sehr belastend für das Team. Aber heute, am 2. Juli 2010 legte der Wettergott noch ein paar Kohlen mehr auf.

Das Motiv war dasselbe wie am Vortag.

Am Set waren

Annekathrin Bach und Rüdiger Joswig, die hier schon voll konzentriert auf ihren Einsatz warten,

Mathias Herrmann,

das lebendige Baby Julian,

das Baby-Double, das hier von Maskenbildner Marc Wetzel betreut wird, und

das „rote Baby“ – heute, wie man hier sieht, „oben ohne“.

Annekathrin Bach fährt schon mal den Dienstwagen vor. Obwohl wir dieses Fahrzeug mit dem „Küstenwache“-Kennzeichen alle schon seit langem kennen, fällt uns erst jetzt auf, was für eine pfiffige Nummer es hat: von rechts gelesen 45678!

Bei einigen Proben durften sich alle schon mal ein bisschen „warmlaufen“. So verwundert es nicht, dass schon mal eine Literflasche Wasser in einem Zug halb leergetrunken und der Rest mit Schwung über den Kopf gegossen wird. Natürlich können sich die Darsteller einen solchen „Luxus“ nicht leisten. Kostüm und Maske wären entsetzt!!!

Die Graugänse wundern sich sehr über dieses sonderbare Verhalten der Menschen. Da rennen die stundenlang bei dieser Hitze hin und her, statt ins Wasser zu gehen, wo es doch sehr angenehm und erfrischend ist.

Christian Klopp hat einige Aufnahmen vom normalen Dolly gemacht. Stephan Möller ist für das richtige Licht verantwortlich.

Nun kommt das „rote Baby“ zum Einsatz.

Alle Mann an Bord! Noch ein Blick in den Himmel; das Licht ist in Ordnung!

Heute nutzt das Kamerateam das Gefälle des Geländes und das Auto rollt ohne laufenden Motor abwärts. Damit entfällt das störende Geknatter, worüber sich der Tonmeister natürlich freut.

Annekathrin Bach und Dietmar Bubert rasen zum X-ten Mal um die Ecke, genauso wie auch Rüdiger Joswig und Mathias Herrmann.

Siggi Busza „droht“ er hier mit dem Thermometer!! Ab 35 Grad müsste es doch Hitzefrei geben! Und Frank Lohr, hier rechts neben ihm, sagt gaaaaanz leise: „Ich will nach Hause!“

Aber selbstverständlich bleiben alle weiter am Ball, obwohl sie eigentlich gern jetzt die Fußball-WM am Fernseher verfolgen würden.

Kurze Drehpause. Die Darsteller können sich für einen Augenblick setzen. Marc Wetzel gibt für sie eine Runde mit Franzbranntwein getränkter Tücher aus, die für eine kleine Abkühlung sorgen.

Rüdiger Joswig gibt Erdbeeren aus, die auf wundersame Weise auf einer Motoryacht gewachsen zu sein scheinen. Naja – bei dieser Hitze ist alles möglich.

Gutgelaunt unterhalten sich alle über Fußball. Dann müssen sie wieder losrennen.

Baby Julian ist „abgedreht“. Er quittiert diesen Umstand mit kräftigem Geschrei. Seine Mama gibt ihm schnell ein Fläschchen zur Beruhigung.

Dann heißt es wieder: „Bitte absolute Ruhe! Wir drehen!“.

Von See weht eine hauchzarte Briese – Thermik. Leider kommt sie dort, wo diejenigen sich aufhalten können, die gerade nicht im Einsatz sind, nicht an, weil Gebäude das verhindern.

Das Team wird noch lange weiterarbeiten. Ich mache ich mich vom Acker. Mein Auto empfängt mich mit kuscheligen 38 Grad.

Vorsichtig mit den Fingerspitzen steuernd, weil das Lenkrad zu kochen scheint, fahre ich nach Hause.

Und irgendwann werde ich dann – wie alle Freunde der „Küstenwache“ – diese Folge sehen; sicherlich mindestens zwei Mal, weil ich von den Erinnerungen an diesen Drehtag immer wieder von der Handlung abgelenkt werde. Aber „Küstenwache“-Folgen kann man immer gern mehrmals sehen, ohne sich zu langweilen!

Ich freu mich schon drauf!

Text und Fotos: emr