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Die Odyssee

Die Odyssee

„WO???“ – fragte sich Werner Becker – „WO??? finde ich DAS MOTIV???“
Ein attraktives Haus sollte es sein, mit einer eleganten Vorfahrt, einem großen Wohnzimmer und einem schönen Garten.
So fuhr er dann durch Schleswig-Holstein wie einst Odysseus über die Meere, um das ersehnte Objekt zu finden.
Eines Tages wurde diese Suche im wahrsten Sinne des Wortes zu einer „Odyssee“ – also einer Irrfahrt. Werner Becker landete auf einem typisch schleswig-holsteinischen Redder, einem sandigen, einspurigen Weg, beidseitig begrenzt von Hecken. „Hier“ dachte er „ist die Welt zu ende!!“ Was tun?? Entweder rückwärts zurück auf die Landstraße, oder…. Weiterfahren?? Mal sehen, wie das endet.
Er fuhr weiter und traute seinen Augen nicht!! Der Redder mündete in bekieste Wege.
Dort stand ein wunderschönes, gepflegtes Haus – Jahrgang 1905 – mit der gewünschten eleganten Vorfahrt,
umgeben von einer weitläufigen Teichlandschaft und
mit großem, baumbestandenen Garten.
Es gab mehrere Koppeln mit Pferden
Freundliche Hunde liefen herum (hier ist einer von ihnen zu sehen, der ein wenig mit Annekathrin Bach flirtet.)
Werner Becker hatte also Glück! Er hatte es gefunden – DAS MOTIV und er bekam von den freundlichen Gastgebern auch das Einverständnis, hier zwei Tage zu drehen.
Als dann die Dreharbeiten begannen, meinte Regisseur Ed Ehrenberg, das Motiv sei so schön, daß man hier auch gleich noch einen Rosamunde-Pilcher-Film drehen könne.
12. Mai 2009: Strahlendes Frühlingswetter. Das Team bereitet alles vor. Die Schauspieler treffen am Set ein.
Rüdiger Joswig,
Annekathrin Bach,
Anna Stieblich
und Effi Rabsilber, die hier mit Ed Ehrenberg im Gespräch ist.
Rüdiger Joswig unterhält sich mit der Gastgeberin …

und einer alten Pferdedame. Sie scheinen sich gut zu verstehen.
Letzte Abstimmung zwischen Regisseur und Darsteller..
…und dann geht’s los! „Wir drehen!“
Das nächste Bild wird im Garten spielen.
Immer und immer wieder wird geprobt und gefilmt – Einstellung für Einstellung.
Ich ziehe mich zurück. Nach einem sehr interessanten Gespräch mit der Gastgeberin über dieses schöne Anwesen und auch darüber, was alles an Arbeit und Mühe dazugehört, um es zu erhalten, wandere ich noch einmal umher und genieße die schöne Landschaft.
Dann fahre ich über den engen, staubigen Redder zurück und bin an dessen Ende wieder wie in einer anderen Welt.
Text und Fotos: emr