
| Produktionsleiter/in im Film- und Fernsehbereich
Die Anforderungen und Erwartungen an einen Produktionsleiter sind durch die unterschiedlichen Formen der Tätigkeitsbereiche Schwankungen unterworfen. Tätiogkeitsbereich Die Tätigkeit des Produktionsleiters erstreckt sich auf sämtliche audiovisuellen Produktionsvorhaben in den Bereichen Kinofilm, Fernsehen, Industrie- und Werbefilm sowie Dokumentar- und Lehrfilm. Zuständig für Arbeitsplanung und Produktionsdurchführung trifft er alle Entscheidungen im Hinblick auf ein optimales Endprodukt, jedoch unter Einhaltung ökonomischer, ökologischer und juristischer Grenzen. Aber auch Grenzen des Anstandes und der guten Sitten wird er erkennen und sein Vorgehen danach ausrichten.
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| Tätigkeitsmerkmale – Die rechtsrelevanten Konsequenzen aus allen Aktivitäten trägt in der Regel der Produktionsleiter allein. – Sein künstlerisch-kaufmännisches Verständnis hilft ihm, Drehbuchinhalt und Regievorstellung dem Vorhaben gerecht zu bewerten und dem Budget zuzuordnen. – Technische Abläufe und Zusammenhänge weiß er in Dauer und Kostenaufwand sachlich richtig einzuschätzen. – Mit administrativem Können, kaufmännischem Weitblick und der nötigen Erfahrung bringt er künstlerischen Anspruch und finanzielles Kalkül in Einklang. – Mit psychologischem Einfühlungsvermögen versucht er, auseinanderdriftende und gegensätzliche Interessen zu bündeln. Kompromißfähig wird er sich immer dann zeigen, wenn es die Interessenlage des Vorhabens erfordert. – Seine Kontrollfunktionen übt er mit Detailwissen und dem notwendigen Durchsetzungsvermögen aus. Die ihm anvertrauten Finanzmittel verwaltet er nach kaufmännischen Regeln sparsam und korrekt, jedoch flexibel und mit der nötigen Risikobereitschaft, das künstlerische Ergebnis nicht aus dem Blickfeld verlierend. – Die Gesamtorganisation richtet er strikt auf Effektivität aus, immer in Bereitschaft, mit Unvorhersehbarem konfrontiert zu werden. Seine Entscheidungen, oftmals unter großen Zeitdruck zu treffen, sind irreversibel, bedürfen daher großer Erfahrung und sicherem Einschätzungsvermögen. – Qualifikation und Kompetenz des Produktionsleiters erweisen sich letztlich bei der Planung, Steuerung und Durchführung eines Produktionsvorhabens, eines äußerst komplexen und komplizierten Unterfangens, bei dem Unwägbarkeit und Zufall kalkulierbar gemacht werden müssen. Aufgaben Mit dem Studium von Exposé, Treatment und Drehbuch beginnt für den Produktionsleiter die Realisation des Projektes. Alle Handlungselemente werden auf ihre finanzielle, organisatorische und technische Machbarkeit überprüft. Mit der Filmgeschäftsführung oder der Buchhaltung werden die eingegangenen Verpflichtungen erläutert, die Zahlungsmodalitäten und Zahlungsziele bestimmt und nach Prüfung der Vorkosten daraus resultierende Konsequenzen gezogen. Ein Finanzbedarfsplan (Cashflow) ist zu erstellen. – Während der Drehzeit Die in der Vorbereitungszeit durch den Produktionsleiter festgelegte Gesamtorganisation ermöglicht dem Regisseur während der Drehzeit das Umsetzen künstlerischer Vorstellungen innerhalb der gemeinsam erarbeiteten Rahmenbedingungen. Die dabei notwendigen Arbeitsabläufe bedürfen einer ständigen und genauen Überwachung, da jede Abweichung von Kalkulation und Drehplan einer Korrektur der Organisation bedarf. Die Kontrolle der Tages- und Arbeitsberichte erlaubt in Zusammenarbeit mit der Filmgeschäftsführung finanzielle Entwicklungen hochzurechnen und regelmäßig einen Kostenstand zu erstellen. – Während der Endfertigung Nicht nur während der Drehzeit sondern auch in der wichtigen Endfertigungsphase hat der Produktionsleiter einen organisierten und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Auf der Grundlage eines vom Produktionsleiter erstellten Endfertigungsplans werden alle Termine für Schnitt, Synchron, Geräuschaufnahmen, Musik und Mischung fortlaufend überprüft |
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