Interview beim Dreh vom 02. August 2005
Am 02.08.05 war wieder ein Drehtag für die ZDF Serie Küstenwache. Und ich durfte nochmals als BGS Komparse mit dabei sein. Gedreht wurde unter anderem in Kalles Kneipe und dem BGS Hauptquartier. Während der Drehpause kam ich mit der Maskenbildnerin Sylvia ins Gespräch. Dieses Interview ist eine Wiedergabe des Gesprächs.
J. Plötzner:
Wie lange bist du nun schon bei der Produktion der Küstenwache?
Sylvia:
Ich kam als Schwangerschaftsvertretung und bin nun schon 2 Jahre bei der Produktion mit dabei. Marc, mein Kollege ist schon seit 5 Jahren bei der Produktion.
J. Plötzner:
Ihn habe ich bei der Produktion schon 2001 in Grömitz gesehen. Dort wurde seinerzeit die Episode „Schatten der Vergangenheit“ gedreht. Sylvia, was hast du als Beruf gelernt?
Sylvia:
Ich bin gelernte Frisörin und habe eine lange Zeit in diesem Beruf unter anderem auch auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet.
J. Plötzner:
Ihr dreht ja auch oft auf See und da kann das Wetter ziemlich heftig sein. Bist du seefest?
Sylvia:
Ja ich bin Seefest. Mir macht es nichts aus wenn das Wetter auf See heftig ist.
J. Plötzner:
Was sind Deine Aufgaben bei der Produktion?
Sylvia:
Ich bin mit meinem Kollegen Marc für die „Maske“ zuständig. D.h. das wir darauf achten, das die Darsteller gut „geschminkt“ sind. Wir sind auch für Filmwunden zuständig, die von uns „geschminkt“ werden.
J. Plötzner:
Gefällt Dir Dein Job bei dieser Produktion?
Sylvia:
Ja sehr. Ich habe es mir ja auch so für mich ausgesucht. Selbst wenn wir mal einen sehr langen Drehtag haben, so sind wir das Gewöhnt. Für mich wäre z.B. ein Bürojob gar nichts. Die Abwechslung hier ist das Interessante. Wir sind während des Drehs immer in Bereitschaft und sofort zur Stelle wenn unsere Arbeit gebraucht wird.
J. Plötzner:
Langes Warten so wie jetzt also inklusive?
Sylvia:
Ja, das gehört auch dazu. Es ist keine Arbeit mit starren Zeiten. Wir haben sehr oft sehr lange Drehtage. Das geht schon mal bis zu 12 Std. und mehr. Aber wie schon erwähnt, ist das kein Problem für uns. Wir haben ja auch Zeiten während des Drehs wo wir so wie jetzt mal pausieren können.
J. Plötzner:
Wenn Drehschluss ist, was macht ihr dann?
Sylvia:
Nach Drehschluss helfen wir unter anderem den Darstellern sich abzuschminken. Und wenn dann wirklich Feierabend ist, genießt man die Ruhe. Man ist ja mit sehr vielen Menschen am Tag zusammen und dann ist es gut für sich selbst z.B. bei einem Wein oder guter Musik zu entspannen. Es ist halt eine andere Art der Entspannung als wenn man noch 25 wäre. Mit 25 konnte man sich noch in der Disko entspannen.
J. Plötzner:
Was ist das „Rezept“ für diese gute und professionelle Produktion?
Sylvia:
Ich glaube das ist die Teamtreue von Opal Film. Das heißt, dass wir überwiegend dieselben Mitarbeiter im Team sind. Und da wir untereinander gut eingespielt sind kann das auch für die Produktion und das Ergebnis nur von Vorteil sein.
J. Plötzner:
Fährst Du jedes Mal nach Drehschluss nach Hause?
Sylvia:
Nein, obwohl ich in der Nähe von Hamburg wohne, wäre das zu stressig in der Woche morgens und abends noch eineinhalb Stunden zu fahren. Die meisten vom Team wohnen in der Zeit der Drehsaison hier an der Ostsee in Ferienappartements.
J. Plötzner:
Eure Drehsaison geht noch bis November. Was machst Du dann?
Sylvia:
Dann mache ich erstmal eine Pause und nutze die Zeit zum Erholen und Auftanken.
J. Plötzner:
Bist Du im nächsten Jahr wieder mit dabei?
Sylvia:
Ich wäre gerne wieder mit dabei. Mal sehen, ob ich wieder von der Opal Film eingesetzt werde.
Wir reden noch ein wenig über dies und das. Ich berichte von der Fanpage und dem Forum mit seinen Mitgliedern. Dann heißt es für Sylvia und Marc wieder „Einsatz“. Der nächste Dreh steht an und beide sind sofort zur Stelle.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Sylvia für dieses Interview.
