Kapitel 1
Einige Tage später. Alles hat sich wieder beruhigt, auch Onkel Hermann und Jana sind wieder aus dem Krankenhaus. Holger Ehlers war allerdings inzwischen mit Corinna v. Hardenberg zum essen bei Kalle. Daraus ergibt sich natürlich Gesprächsstoff.
Aber es bleibt ja nicht so Ruhig, denn Gruber hat schon wieder einen Auftrag, der die nächste Streife wohl wieder länger macht, wie geplant…
Die Albatros lag zum auslaufen bereit am Pier des BGS Geländes, Unterbaur und Ehlers waren auf der Brücke.
„Wie war eigentlich der Abend mit der feschen Frau Oberst, Holger. Du hast noch nichts erzählt.“
Holger Ehlers grinst seinen Freund an. „Wie war das, ein Kavalier genießt und schweigt.“ „Komm lass dich nicht bitten. Wirst du sie wieder sehen?“
Er sah seinem Freund an das es wohl nicht nur ein Flirt gewesen war zwischen den beiden.
„Ich denke doch. Aber zuerst ist sie mal nach Berlin zurück gefahren. Ich hoffe aber das sie zum Wochenende kommt.“
Wolfgang lächelte ihn verstehend an. „Na dann bin ich ja mal gespannt.“
Wenig später ging dann Ehlers mit der WO zu Gruber um den Einsatzbefehl entgegen zu nehmen. Was würde sie wohl diesmal erwarten?
„Ah Frau Deisenroth und Kapitän Ehlers, guuuttteennn morgen, kommen Sie rein ich habe einen Spezialauftrag für Sie, begrüsste Gruber seine Leute.
Heute ist ein denkwürdiger Tag, meinte Gruber.
Ich werde für 3 Wochen in Urlaub gehen.
Das ist aber eine nette Überraschung, äußerte WO Deisenroth und freute sich mit.
„Ja Frau Deisenroth, aber äh… einen kleinen Haken hat die Sache dann doch. Äh.. ich…nun wie soll ich sagen….
Wir haben hier eine Umweltsauerei erster Güte, aber der Verdächtige ist ein hohes Tier. – Ehlers wir haben da ein merkwürdiges Problem. Hier gehen wiederholt Meldungen ein, über stinkendes Wasser. Allerdings ist das nicht in Ufernähe. Machen sie doch verschiedene Wasserproben, dann sehen wir weiter.“ „Herr Gruber haben sie eine Vermutung?“ „Vermutung ist zuviel gesagt, aber diese Wasserverschmutzung könnte trotzdem von Land kommen.“ „Na gut, wir haben ja sowieso alle Reagenzien dabei um mögliche Umweltgifte festzustellen.“
Ehlers und Deisenroth gehen zum Schiff und er ruft: „Alles klar machen zum Auslaufen, wir haben’s diesmal mit Umweltsündern zu tun.“
Während die Mannschaft die Albatros zum Auslaufen klar machte, verdunkelten sich für Gruber auf einmal die Wolken über Neustadt. Und mit einem Schlag wurde ihm klar dass es mit seinem Urlaub nichts werden würde, jedenfalls erstmal.
Es kündigte sich eine Inspektion an und Gruber schwante nichts Gutes. Er erinnerte sich an die Worte von Oberst v. Hardenberg nachdem die Terroristen in das Gelände eingedrungen waren.
Jetzt war es also so weit. Mit gemischten Gefühlen erwartete er die Delegation.
Sie bestand aus drei hohen Offizieren des BGS.
Sie kamen sofort zur Sache und bestanden darauf dass Gruber ihnen zur Verfügung stehen würde solange die Inspektion dauerte.
Zähneknirschen musste er seinen Urlaub erstmal auf Eis legen.
Kapitän Hinsen bemängelte z.B. die Kontrollen beim betreten des BGS Geländes. Kapitän Flosser sagte: „Wenn sie eine extra Kontrolle des Hafens hätten, Hätten die Leute keine Geisel verletzen können und die Albatros auch nicht vermienen können.“
Nur der dritte Kapitän Nicolaison hielt sich zurück, aber er machte sich Notizen, was nicht weniger Besorgniserregend war.
Während Herr Gruber in Angstschweiß ausbrach, hatte die Albatros das erste Gebiet mit dem verseuchten Wasser gefunden. bevor sie eine Wasserprobe entnehmen konnten. Stellte Frau Carlson mit Schrecken fest: „Kapitän, was treibt den da vorne auf ein Uhr?“
Ehlers nahm das Fernglas an die Augen. Zuerst konnte er nichts Genaues erkennen, aber dann meinte er dass es nach einem treibenden Körper aussah.
Er befahl die Maschinen zu stoppen und das Beiboot auszusetzen. Carlson und Norge gingen an Bord des Beibootes und fuhren auf den Gegenstand zu. Sie schwiegen sich an. Nach dem Auftritt in Kalles Kneipe sah es zwischen den beiden nicht gerade rosig aus.
Obwohl Kai Lilli versichert hatte das es doch nicht ernst gemeint war. Lilli hatte nur gemeint: „Eine Frau wie die v. Hardenberg wird sich bestimmt nicht für dich interessieren.“ Norge war ziemlich bedrückt. Wie konnte er sie nur davon überzeugen dass er es ernst meinte mit ihr?
Dann hatten sie den Gegenstand erreicht, Lilli atmete sichtlich auf. Es war eine Robbe die tot auf dem Wasser trieb.
Sie zogen den Kadaver aus dem Wasser, um ihn an Bord näher zu untersuchen. Aber was war das. Hat die Robbe so lange im Wasser gelegen oder waren hier Chemikalien beteiligt. An Bord würde man diese Frage klären.
Dort führte Norge ansatzweise eine Obduktion durch und stellte fest: „Lilli die Robbe wurde vergiftet. Wie sieht es denn mit den Wasserproben aus?“ „Die enthalten einen ganzen Giftcocktail.“ Und Lilli fängt an aufzuzählen. Darauf meine Kai: „Dann wissen wir ja, woran die Robbe gestorben ist. Hoffentlich finden wir nicht noch mehr Tiere. Wie viel dieser verseuchten Gebiete hat Gruber eigentlich gemeldet?“
Nachdem sie wieder auf der Brücke waren sah Ehlers auf die Seekarte in der er die Positionen markiert hatte die Gruber ihm genannt hatte. Es waren insgeamt 3 verschiedene und sie lagen weit auseinander.
„Das verstehe ich einfach nicht, wenn es sich um eine Verschmutzung von Land her handeln würde dann können sie doch nicht so weit auseinander liegen. Also auf zur nächsten Position. Mal sehn was uns da erwartet. Norge, geben sie die Ergebnisse schon mal weiter an die Zentrale. Vielleicht können die ja was damit anfangen.“ „Wird gemacht Kapitän.“
Während die Albatros auf See war hatte Gruber immer noch die Inspektion auf dem Hals. Sie kehrten das unterste zu oberst. Und Gruber wurde es immer heißer.
„Sie sollte hier einiges schnellstens verändern Herr Gruber, das was da passiert ist darf nie wieder passieren. Sie hatten unwahrscheinliches Glück das die GSG9 zufällig gerade hier war und das Oberst v. Hardenberg so schnell eingegriffen hat. Sie haben ihr viel zu verdanken.“
Gruber nickte. „Ja sie haben ja Recht. Ich kann mir das auch nicht erklären wie das passieren konnte.“ Kapitän Nicolaison sah ihn streng an. „Denken sie nicht darüber nach wie es passieren konnte sondern, wie so was nie wieder passieren kann. Wir werden unseren Bericht abliefern, was dann folgt wird aus Berlin entschieden.“ Damit verabschiedeten sie sich und ließen Gruber stehen.
Während Ehlers die Seekarte noch einmal genau inspizierte stellte er plötzlich fest, das die Gebiete der Verschmutzung zwar weit auseinander lagen, aber in dem Radius, indem die großen Fahrgastschiffe aus Travemünde über die Ostsee nach Schweden fahren. Das erste Gebiet lag am Seeweg nach Schweden und das zweite am anderen Ende „des Dreieckes“ von Schweden wieder nach Travemünde zurück.
Seeweg nach
Travemünde
* *
* *
* * *
* * * *
Position I –> * * <– Position II
* * * *
* ******** *
* *
* Position III *
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* *
* *
* *
* *
Seeweg nach
Schweden
In der Zentrale konnten sie dazu im Moment nichts sagen: „Aber vielleicht wissen wir ja mehr wenn sie alle drei Gebiete aufgenommen haben.“ „Wir sind gerade auf dem Weg zur zweiten Position.“
In diesem Augenblick sieht Lilli wieder etwas, was wie eine Robbe aussieht. „Nach den Wasserproben zu urteilen ist die Konzentration hier aber schon fast Null. Moment! Was ist das? Die Robbe scheint noch zu leben. Da sollten wir doch mal nachschauen.“ Und der Kapitän meinte: Das kann doch unser Greenhorn Krüger machen.“ Wolfgang fragte: „Wieso der schon wieder.“ „Der Junge muss doch auch mal lernen das, dass Leben kein Garten Eden ist. – Norge und Carlson fahren mit.“
Herr Gruber hatte jetzt erst mal eine Verschnaufpause, er wusste schließlich auch wie lange es dauerte bis Berlin eine Entscheidung fällt.
Norge, Carlson und Krüger der junge Informatiker sprangen in das Beiboot und machten sich daran die Robbe einzufangen.
Das Tier war zwar geschwächt aber es wehrte sich doch. „Autsch“, Krüger hatte nicht aufgepasst und das Tier hatte zugebissen. „Blödes Vieh, „fluchte er.“ Lilli sah ihn strafend an. „Hey sie hat Angst. Wie würdest du dich fühlen wenn du schon krank bist und dann auch noch gefangen wirst. Sei eben vorsichtiger.“ Norge grinst ihn an. „Pass auf das du keine Tollwut bekommst.“ Lilli fand das nicht witzig.
Gemeinsam brachten sie das Tier an Bord wo sich dann Norge darum kümmerte und es untersuchte. Ehlers wollte natürlich wissen was mit dem Tier war. Ich bin kein Tierarzt, wir sollten die Robbe nach Kiel zum Meeresforschungsinstitut bringen. Die können sicher weiterhelfen, Kapitän.“ Ehlers nickte. „OK dann Kurs Kiel.“
Gerade als sie losfahren wollten, sah Ehlers das die Ostseefähre „Lönneberga“ aus Travemünde in Richtung Schweden fuhr. „Wolfgang Stopp,“ meinte Ehlers sofort. Wolfgang sah ihn überrascht an. „Wenn wir nicht machen das wir wegkommen, dann wird sie uns versenken,“ raunte Unterbaur den Kapitän an. „Ok, dann kleine voraus in sicherem Abstand zur Fähre.“ Das ließ sich Unterbaur nicht zweimal sagen. Er gab kleine voraus.
In sicherem Abstand fuhr die große Ostseefähre „Lönneberga“ an ihnen vorbei. Wo Deisenroth sagte, „das ist ja komisch Kapitän. Da fährt eine Motoryacht genau hinter der Fähre her.“
Ehlers sah durch sein Fernglas und sah wie eine Motoryacht gerade mal höchstens 10 Meter hinter der Fähre hinterher fuhr.
Plötzlich drehte die Yacht ab und raste davon. Ehlers gab den Befehl zu der Stelle zu fahren an dem die Motoryacht abgedreht hat. Dort angekommen wies er an, dass Unterbaur die Maschinen stoppen sollte. Ehlers ging mit WO Deisenroth von der Brücke aufs Peildeck. Sie stellten gerade noch einen beißenden Gestank fest und wurden Ohnmächtig. Unterbauer sah das und geistesgegenwärtig schob Unterbaur den Regler für die Maschine wieder hoch und brüllte den Rudergänger an:“ Hart backbord und nichts wie weg hier. Norge kümmern sie sich um den Kapitän und Frau Deisenroth.“
Die Albatros nahm fahrt auf und verließ die Stelle an der ganz offensichtlich gefährliche Chemikalien ins Wasser verbracht worden waren. Lilli half Norge dabei die beiden von Deck zu holen und nach unten in den Sanitätsraum zu bringen. Gott sei Dank waren beide schnell wieder bei Bewusstsein. Sie hatten dank Unterbaur´s schnellen handeln nicht sehr viel von den Giftstoffen eingeatmet.
Ehlers hustete und rang nach Atem.“ Was zum Teufel war das?“ Norge sah ihn an. „Das weiß ich auch nicht, jedenfalls sollten wir sehr vorsichtig sein wenn wir Wasserproben nehmen, nur mit Atemschutzgeräten. Wer weiß was passiert wenn man dem Zeug länger ausgesetzt ist?“
„Na jedenfalls ist jetzt klar das da jemand im Schutz der Fähren seinen Mist ablädt in die Ostsee.“ meinte Jana Deisenroth.
„Jetzt wissen wir jedenfalls wo der Dreck herkommt. Jetzt könnte das ja auch mit der Chemiefabrik hinkommen.“ „Nur Holger was machen wir jetzt. Der Kerl hat Freunde in den höchsten Kreisen.“ „Schon richtig Jana, aber bei einer solchen Sauerei müssen wir hart durchgreifen, dass muss auch Gruber verstehen. – Kamp machen sie mir mal eine Leitung. Der wird sich zwar nicht freuen, aber es hilft ja nichts.“ ….
Gruber steckte jetzt total in einer Zwickmühle.
Nicht nur das er von Berlin aus mit einem dicken Rüffel zu rechnen hatte sondern auch noch die Chemiemüllsache. Und er hatte nicht umsonst so gezögert. Er hatte sehr wohl einen Verdacht wer dahinter stecken könnte. Und das war für ihn persönlich sehr unangenehm.
Wenn er richtig lag dann war für diese Sauerei ein Parteifreund von ihm verantwortlich der eine Entsorgungsfirma für Chemieabfälle hatte. Und er wusste dass der in finanziellen Schwierigkeiten war. Nur, genau dieser Mann hatte ihn damals in seinem bemühen in den Landtag zu kommen unterstützt. Also was sollte er machen? Erst mal muss er jetzt mit Ehlers sprechen, vielleicht weiß der ja Rat.
„Ehlers was meinen sie wie sollen wir in dieser Sache vorgehen?“ „Ja als erstes würde ich sagen, fahren wir die beiden anderen Positionen an und nehmen Wasserproben. Dann warten wir was Kiel zu den gefundenen Seehunden sagt. Außerdem haben alle hier an Bord, die mit dem Wasser oder den Tieren in Berührung gekommen sind Hautausschlag. Frau Deisenroth und ich bekommen nur schwer Luft und können kaum …..“ die letzten Worte gehen unter.
Kurz darauf meldet sich Kamp bei Gruber: „Herr Gruber wir brauchen sofort einen Notarzt. Der Kapitän und Frau Deisenroth ersticken sonst.“ „ Ja ich werde sofort die Stelle für Vergiftungen informieren.“ Gruber informierte sofort den SAR, da die Albatros noch auf See war und es schnell gehen musste blieb nichts anderes übrig.
Und während es in der Zentrale nur so summte musste Gruber sich für einige Augenblicke in sein Büro zurückziehen. Er atmete tief durch und dann griff er zum Telefon und rief die Umweltbehörde an. Ihm blieb nichts anderes übrig als die Flucht nach vorn anzutreten.
Er informierte die Behörde über die Vorkommnisse und die Folgen an Bord und gab ihnen einen Hinweis auf den eventuellen Verursacher. Beweise hatte er ja noch nicht, er hoffte nur dass Ehlers und seiner WO nichts Schlimmes passiert war.
Der SAR war innerhalb von 15 Minuten da und es wurde ein Notarzt abgeseilt. Der kümmerte sich sofort um die beiden Verletzten. Auf der Brücke warteten alle gespannt darauf wie es ihnen ging. 10 Minuten später kam Norge dann hoch, er sah erleichtert aus. „Sie sind übern Berg, aber sie müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Der SAR nimmt die beiden jetzt mit.“
Da jetzt Unterbaur der Ranghöchste war entschied er: „Wir fahren sofort zurück nach Neustadt, Jan sagen sie denen aus Kiel bescheid das sie das Tier da abholen sollen. Sobald der SAR die beiden an Bord hat fahren wir los. Und dann soll Gruber seinen A… mal bewegen.“ Er war stink wütend.
Als die Albatros in Neustadt ankam, war auch das Schiff aus Kiel schon da und übernahm den Seehund sofort. Dank der Tatsache, das Norge und Krüger sie sofort als sie an Bord kamen mit sauberen Wasser gut abwuschen hat sie überlebt, wie Herr Jach bestätigte. Aber ihre Schleimhäute sahen nicht so gut aus.
Aber jetzt ging Unterbaur Kamp Carlson und Norge erst mal in die Zentrale zur Abschlussbesprechung. Norge ging natürlich Gleich wieder aufs Ziel los: „Onkel Hermann wie geht es unserem Kapitän?“
Gruber saß in seinem Büro uns sah nicht gerade glücklich aus. Das Umweltamt hatte ihm gerade bestätigt das sie bei der Durchsuchung des Firmengeländes fündig geworden waren. Und das würde für seinen Parteifreund erheblichern Ärger geben.
„Kapitän Ehlers und Frau Deisenroth geht es den Umständen entsprechend gut. Aber sie werden wohl noch mindestens eine Nacht unter Beobachtung belieben müssen.“ Alle atmeten auf. Na wenigstens das.
Holger Ehlers erwacht am anderen Morgen in seinem Krankenhausbett und das erste was er sah war das besorgte Gesicht von Corinna v. Hardenberg die sich über ihn gebeugt hatte.
„Corinna, du hier?“ Sie lächelte ihn an. „Als ich gehört habe was passiert ist bin ich sofort losgefahren.“ Er sah sie erstaunt an. „Hast du den keinen Dienst?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin mit der zerschossenen Schulter noch nicht wieder voll Diensttauglich. Aber auch wenn – ich wäre gekommen. Ich hatte Angst um dich!“ Sie sagte es, beugte sich über ihn und gab ihm einen Kuss.
Genau in diesem Moment betrat Wolfgang Unterbaur das Zimmer und blieb grinsend in der Tür stehen. „Ich wollte eigentlich einen Krankenbesuch machen, aber ich bin hier wohl überfüßig. Holger ich komme später normal wieder!“
Anschließend ging Unterbaur wieder in die Zentrale, wo er Gruber wie ein Häufchen Unglück vorfand. „Herr Gruber was ist den passiert?“ „Ach Herr Unterbaur, schlimmer könnte es schon gar nicht mehr kommen. Mein Parteigenosse hat Einfluss in Berlin. Jetzt wo die Sache mit der Kommission ist, wollen sie mir einen Strick daraus drehen, der mich meinen Kopf kosten kann. – Sie kommen doch gerade aus dem Krankenhaus, was sagt denn Ehlers?“ „Ich konnte ihn nicht sprechen, er hatte Besuch. Aber ich glaube es geht ihm schon wieder sehr gut.“
Gruber sah Unterbaur fragend an. „Wer ist den bei Ehlers?“ Unterbaur grinste. „Frau v.Hardenberg.“ Auch Gruber war überrascht aber da kam ihm ein Gedanke. Ob ihm Frau v. Hardenberg helfen konnte? Schließlich mußte sie in Berlin doch Verbindungen haben.
Corinna war noch bei Ehlers. Sie wollte die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten. Ehlers war gerade bei der Untersuchung als Gruber ins Krankenzimmer trat. „Oh Frau v. Hardenberg, das ist aber nett das sie sich um den Kapitän kümmern.“ Corinna sah ihn an. Sie ahnte dass er nicht nur smalltalk machen wollte. Und sie wusste natürlich auch von der Inspektion.
„Kann ich was für sie tun?“ fragte sie gerade heraus. „Ja … ich … hoffe .. sehr! Sie wissen doch von der Inspektion …“ Oberst v. Hardenberg fährt ihm wirsch ins Wort: „Also Herr Gruber wenn sie meinen, ich mache krumme Sachen, da mache ich nicht mit!“ „Nein, Oberst dass meine ich auch nicht. die Lage ist viel komplizierter. Wir haben einen Umweltsünder ertappt und der hat Verbindungen nach Berlin und jetzt habe ich den Eindruck, deswegen wird die Sache hier vielleicht höher bewertet wie nötig. Können Sie da vielleicht mal vermitteln.“ „Wenn das so ist …. Übrigens lassen sie den Oberst weg.“ „Gerne Frau v. Hardenberg.“ „… da will ich gerne mal sehen, was ich tun kann, aber allzu viel Einfluss habe ich auch nicht. Ganz Unschuldig sind sie ja auch nicht an der Sache.“
„Ach Ehlers, wie ist die Untersuchung gelaufen, wann können sie die Albatros wieder übernehmen?“ Hat Gruber schon wieder einen neuen Auftrag?
Holger Ehlers war inzwischen wieder zurückgekommen und hatte mitbekommen was Gruber mit Corinna besprochen hatte. Ihm war unangenehm dass Gruber Corinna einspannen wollte.
„Also das wird noch etwas dauern, die Ärzte meinen das wir noch ein paar Tage abwarten sollen.“ Gruber nickte. „Aha, na ja, dann gute Besserung und melden sie sich wenn sie wieder einsatzbereit sind.“ Er nickte den beiden zu und verließ das Krankenzimmer.
Ehlers trat zu ihr. „Du solltest dich nicht von ihm einspannen lassen, Corinna. Nicht das du auch noch ärger bekommst.“ Sie lächelte ihn an. „Ich bin schon vorsichtig, Holger. Ich werde mal sehen was da läuft, zugesagt habe ich ihm ja nichts. – Aber danke dass du dir Gedanken machst.“ Holger nahm sie in die Arme, vorsichtig darauf bedacht ihr nicht weh zu tun wegen der verletzten Schulter. „Ich glaube wir sollten jetzt von hier verschwinden und die Zeit nutzen die wir haben.“ Sie lächelte ihn an und nickte, „Einverstanden.“
Also gingen sie zu Holger nach Hause und verlebten zwei wunderschöne Tage, die ihnen viel zu kurz vorkamen. Aber es nützt ja nicht, einmal fängt der Dienst wieder an. Corinna konnte zwar mit ihrer Schulter noch einige Tage bleiben, aber auf Holger wartet die nächste Streife.
Kapitel 2
„Guten Morgen Herr Gruber, ich melde mich wieder zum Dienst und Frau Deisenroth ist auch wieder Einsatzbereit. Was liegt heute an?“ „ Im Moment haben wir nichts besonderes, außer das Berlin mir die Hölle heiß macht. Also fahren sie erst mal die ganz normale Streife.“
Ehlers und seine Mannschaft ließen sich das nicht zweimal sagen. Unterbaur trommelt alle Mannschaftsmitglieder zusammen. Die Albatros II legt nun ab und raus geht es auf die Ostsee.
„Mich macht es stutzig, dass das Motorboot hinter der Fähre hinter her gefahren ist“, sagte Ehlers auf der Brücke in die Runde. Carlson antwortete: „Jedenfalls ist sicher, dass das Gift nicht von der Motoryacht kommen konnte. Bei der Menge war ein großer Tank im Spiel:“
Unterbaur entgegnete: „Aber die Fahrgastfähren transportieren keine giftigen chemischen Stoffe. Da muss was anderes im Spiel sein. Nur was ?“….
Da meldet sich der sonst so ruhige Wagner: Wer sagt denn das, das so große Mengen von Flüssigkeiten waren? Es gibt ja auch Reagenzien in Pulverform die erst in Verbindung mit Wasser so aggressiv reagieren.“ Krüger fragte ganz frech: „Woher wollen sie das eigentlich wissen? Haben sie Chemie studiert?“ „Sie haben es erfasst! Zwar nur einige Semester, aber für hier genügt es wohl.“
In diesem Moment wurde es wieder Laut, Frau Carlson meinte: „Wenn du schon jetzt anderen Frauen nachschaust, trennen wir uns am besten.“ „Lilli, das war doch nur ein anerkennender Blick, die Frau ist doch gar nicht meine Altersklasse.“ „Ich nehme an sie reden über Frau v. Hardenberg. Frau Carlson, da brauchen sie wirklich keine Angst zu haben. Sie hat bestimmt keine Absicht auf Herrn Norge.“ „Also Lilli, da hörst du es selber und Kapitän Ehlers wirst du ja wohl glauben.“
Der Rest des Gespräches wurde verschluckt, denn Unterbaur meldete es gibt Probleme mit der Maschine. Ehlers ließ die Maschinen stoppen und ging dann hinunter in deren Maschinenraum um nachzusehen was anlag.
Wolfgang fluchte wütend herum. Ehlers musste grinsen: „Na, was ist den diesmal los?“ „Die müssen Mist gebaut haben in der Werft, die Maschine wird heiß und schaltet ab.“ „Wie lange wirst du brauchen?“ Unterbaur knurrte etwas Unverständliches. „Holger musste fast lachen:“ Geht das auch genauer?“ „Zwei bis drei Stunden, ich weiß es nicht genau.“
„Na gut, ich gebe Gruber Bescheid. Wagner kann ja in der Zwischenzeit mal versuchen was Genaueres über die Chemikalien heraus zu bekommen. Die im Labor müssten doch was dazu sagen können.“
Als Ehlers sich bei Gruber meldet um ihm die Sache mitzuteilen ist dieser erst mal skeptisch und fragt: „Ist das jetzt eine Ausrede? Der Motor ist doch ganz neu!“ „Nein Herr Gruber das ist ernst. Ich kann doch auch nichts dafür wenn die in der Werft so etwas bauen.“
Da kam Wagner wieder und sagt er hätte etwas über den Stoff herausgefunden. Und zwar handle es sich um ein Pulver, welches mit Wasser in Verbindung zu einem extrem giftigen Gemisch wird. Das kuriose ist, das dieses Pulver ein Abfallprodukt ist. Da es hochgiftig ist, ist die Entsorgung sehr teuer. Allerdings können es keine kleinen Mengen sein die da verklappt werden. Eine geringe Menge würde nicht viel bewirken. Wie kommt das Zeug ins Wasser? Bei der Wirkung die wir selbst erlebt haben, kann die Motoryacht nicht diejenige sein welche. „Haben Sie eine Theorie?“ fragt Gruber.
Ich meine es kann nur sein dass…..
„… könnte es nicht sein, … das dieses Pulver so ja harmlos von der Fähre als Ballast mitgenommen wurde … und als man diesen nicht mehr brauchte über Bord damit.“ „Herr Gruber meinen sie nicht, es wäre jetzt mal an der Zeit die Fähre zu überprüfen?“ „Ja gut Ehlers, … sie haben wahrscheinlich recht … aber … bedenken sie auch, … das wir uns ziemlichen ärger einhandeln können. Eine Solche Angelegenheit ist keine einfache Recherche mehr.“
Ehlers nickte. Ihm war klar dass sie einen konkreten Beweis brauchten um etwas unternehmen zu können. Schließlich konnten sie nicht auf einen bloßen Verdacht die Fähren einer Reederein lahm legen und durchsuchen. „OK wir werden uns genau die Fähre vornehmen in deren Kielwasser wir die Chemikalien gefunden haben. Krüger soll sich über das Internet die Fahrpläne raussuchen und dann werden wir uns auf die Lauer legen. Außerdem müssen wir herausfinden wer für die Beladung der Ballsttanks zuständig ist.“
Gruber war einverstanden. „Machen sie das, Ehlers. Und halten sie mich auf dem Laufenden.“
„Machen wir.“ Dann fiel Ehlers ein das Unterbaur einen Freund beim Hafenmeister in Travemünde hatte. Also sollte er den mal einschalten.
Unterbaur hatte es nach 2 Stunden geschafft, die Maschine lief wieder. Kapitän Ehlers und die WO standen am Kartentisch auf der Brücke. Krüger hatte ihnen die Fahrpläne gegeben, demnach sollte die Fähre in gut 2 Stunden wieder einlaufen.
„Wir brauchen jemanden der am Hafen und vielleicht sogar an Bord der Fähre geht, Kapitän.“ „Gute Idee, was ist wenn wir Kalle bitten das zu machen?“ Unterbaur grinste. „Kalle in geheimer Mission ! Der wird sich freuen.“ Alle lachten. „Aber gerne gehe ich aus, dann muss Julia halt die Kneipe vorübergehend alleine machen.“
An Bord der verdächtigen Fähre trifft Kalle dann auf einen alten Bekannten. Bei dessen Verhaftung er damals mitgewirkt hat. „Kapitän, können sie mir etwas über Rolf Müller sagen.“ „Ich denk den sitz doch im Gefängnis.“ „Wahrscheinlich ist seine Strafe schon um, jedenfalls läuft er hier in Lebensgröße rum.“ „Schneidewind sein sie nur vorsichtig! Sie wissen doch wie er sich bei seiner Verhaftung gewehrt hat.“ „Kapitän ich bin vielleicht alt, aber kein Trottel. Ich melde mich später.“ Kalle schleicht hinter Müller hinterher. Der trifft sich mit irgendjemand, da sie aber nur flüstern, wird es wohl nichts unverfängliches sein.
Während Kalle an Bord versucht Müller auf den Versen zu bleiben und heraus zu finden was da läuft erkundigt sich Kapitän Ehlers bei den Kollegen der Landespolizei nach Müller. Sie bestätigen ihm dass der seit 3 Monaten auf freiem Fuß ist.
Dann meldet sich der Bekannte von Unterbaur, auch er kennt Müller vom sehen. Er hat ihn mehrfach schon im Hafen und auch auf der Fähre gesehen, zusammen mit dem Chefmaschinisten der Fähre. Und er hat das Kennzeichen des Kleinlasters mit dem er unterwegs ist.
Ehlers ruft sofort Kalle an Bord an und gibt ihm das Kennzeichen und die Beschreibung des Lasters „Sehen sie sich mal um ob er an Bord ist – und wenn es geht, was er geladen hat. Aber Vorsicht Kalle, kein Risiko eingehen. Wir folgen der Fähre in sicherem Abstand.“ „Alles klar, Kapitän, ich mach das schon.“
Kalle geht über die Fähre und sucht nach dem Laster. Er sieht den Wagen, kann aber nicht näher ran, da Müller daneben steht aber er kann das Gespräch mit einem Knut belauschen, und erfährt: „Mensch Rolf wir müssen vorsichtig sein. Die Küstenwache ist uns auf der Spur. Ich habe zuverlässige Informationen.“ „Das muss gehen, die Behälter sind voll und wenn wir die nicht ausleeren, sind wir auch nur dran.“
Kalle schleicht in seine Kabine zurück und ruft Ehlers an: „Kapitän, ich fasse es nicht sieht so aus als ob die Küstenwache einen Maulwurf haben. Ob eine Durchsuchung der Fähre was bringt, weiß ich nicht. Ich habe nur gehört, dass die Behälter voll sind, über nicht welche Behälter.“ „Schneidewind, Danke für die Hilfe. Aber ab jetzt halten sie sich raus. Wir werden die Fähre gleich durchsuchen.“ Die Fähre hat Travemünde wieder in Richtung Schweden verlassen. Die Albatros II fährt in sicherem Abstand hinter ihr her.
„Kapitän ich habe da was auf dem Schirm.“ meldete sich WO Deisenroth. „Es sieht aus wie eine kleine Motoryacht.“ „Wolfgang, beide kleine voraus“ befahl der Kapitän seinem Chief.
„Aye, Aye Kapitän beide kleine voraus, “ wiederholte Unterbaur.
„Ich sehe es durch mein Fernglas, es ist dieselbe Motoryacht die schon einmal hinter der Fähre war“, sagte Deisenroth in die Runde. „Und sie fährt wieder sehr knapp hinter dem Fährschiff.“
Ehlers fiel es wie Schuppen von den Augen. „Kommt nicht gleich die Stelle an der schon beim letzten Mal die Yacht hinter der Fähre war und danach war alles voller Gift?“ „Norge, machen Sie mir eine Verbindung mit Gruber. Er soll sofort einen Helikopter zum Start beauftragen. Die können aus der Luft per Infrarot die Lage peilen.“ befahl Ehlers wieder.
„Wird gemacht Kapitän“ – Norge stellte die Verbindung her. „Herr Gruber das Gift kommt teilweise von der Fähre aber auch ein Teil von der Motoryacht. Können sie nicht mal einen Großraumyet mit der Infrarotüberwachung beauftragen. Denn ohne Beweise können wir die Bande nie Festnageln.“ „Woher wissen sie eigentlich so gut über die Fähre Bescheid?“ „Wir haben jemand auf der Fähre.“ „Ja wen denn, alle Leute sind doch an Bord der Albatros. Haben sie etwa Schneidewind eingesetzt?“ Er wollte sowieso nach Schweden rüber und hat mich dann informiert, sie wissen doch er ist immer noch Polizist.“ „Ehlers, beten sie nur, dass Schneidewind nichts passiert, sonst kann ich ihnen auch nicht mehr helfen.“
Kalle hatte natürlich nicht auf Kapitän Ehlers gehört, dazu war er immer noch zu sehr Polizist. Und so war er in das Autodeck geschlichen. Dorf fand er den Kleinlaster und sah ihn sich an. Er konnte im Inneren Fässer sehen die nicht Beschriftet waren. Gerade als er sich im inneren umsehen wollte hörte er Geräusche, schnell versteckte er sich hinter den anderen Wagen.
Dann sah er auch schon Müller, den Chefmaschinisten und diesen Knut kommen und aus dem Kleinlaster die Fässer herausholen. Sie verschwanden damit in Richtung Maschinenraum und Kalle folgte ihnen.
Er war fast bis zum Maschinenraum gekommen als er einen fürchterlichen Schlag auf den Kopf bekam und Ohnmächtig zu Boden ging. Zu seiner Rettung waren inzwischen Kapitän Ehlers und seine Leute inzwischen zur Durchsuchung der Fähre gekommen.
„Norge kümmern sie sich um Schneidewind. – Und Wagner sie folgen mir in den Maschinenraum. Aber passen sie auf falls noch einer hier rum schleicht. – Frau Claasen und Jana gehen auf die Brücke und kontrollieren die Papiere. – Frau Carlson sie bleiben bei Norge und Schneidewind und passen sie auf.“ Ehlers und Wagner schleichen in den Maschinenraum.
Wie Frau Claasen und Frau Deisenroth feststellen, weiß der Kapitän der Fähre wohl nichts davon, aber auch diese Überprüfung steht noch aus. Ehlers und Wagner waren den dreien gefolgt und fanden sie schließlich im Maschinenraum. Sie pirschten sich heran.
„Wir müssen das Zeug schnellstens über die Ballasttanks rausblassen sonst sind die Typen von der Küstenwache schneller auf den Versen als uns lieb sein kann.“ Knut war anderer Meinung. „Das ist doch jetzt viel zu riskant. Der Typ der uns da nachgeschlichen ist, ist vielleicht nicht allein. „Müller brauste auf, „und was meinst du sollen wir mit dem Zeug machen? Sie kriegen uns dran auch wenn es noch in den Fässern ist. Nein das Zeug muss ab in die Ostsee. und zwar jetzt!“ Der Maschinist war seiner Meinung und so machten sie sich daran den Inhalt der Fässer in die Ballasttanks zu kippen.
Genau in diesem Moment schlugen Kapitän Ehlers und Wagner zu. Sie kamen mit vorgehaltener Waffe aus ihrem Versteck. „Hände hoch Küstenwache, sie sind verhaftet.“
Auf der Brücke fiel der Kapitän der Fähre aus allen Wolken als er mir dem Konfrontiert wurde was an Bord seiner Fähre vorging.
Norge und Lilli hatten sich um Kalle gekümmert der hatte eine dicke Beule am Hinterkopf war aber wieder bei Bewusstsein. „Kalle, wie geht es Dir?“ Fragte Lilli ganz besorgt. Kalle sah Lilli an und fragte: „Wer sind Sie? Und wo bin ich hier?“
Lilli sah Norge ganz erschrocken an. „Aber Kalle, du bist doch unser Kalle. Erkennst du uns nicht? Ich bin doch Deine Lilli.“ Sagte sie ganz aufgeregt. „Na wenn das so ist, dann musst Du mir nun einen Kuss auf die Wange geben Lilli. Ich kann mich sonst bei besten Willen nicht erinnern wer du bist.“ Entgegnete Kalle. „Du Schuft!“ Sagte Lilli und gab ihm einen Kuss auf seine Wange.
„Und wo bleibe ich?“ fragte Norge ganz enttäuscht. Daraufhin gab ihm Lilli auch einen Kuss. Ganz schnell und flüchtig auf den Mund. „Was ist denn hier los?“ Kapitän Ehlers kam in den Maschinenraum zurück. „Wer sind Sie?“ fragte Kalle ganz erstaunt den Kapitän.
Alle fingen an zu lachen. „Sie müssen ihn küssen Kapitän, dann weiß er es wieder, “ meldete sich Frau Claasen zu Wort.
Nun war ihm klar dass er auf den Leim gegangen war. Aber er musste selbst lachen denn….
er war sehr erleichtert das Kalle nichts Schlimmeres passiert war. Er hatte sich erhebliche Sorgen um seinen alten Freund gemacht.
„Na ich glaube das ein Kuss von mir wohl nicht so das richtige ist, was Kalle.“
Kalle grinste schon wieder. „Aber vielleicht bekomme ich einen bei ihrer Frau Oberst gut geschrieben wenn sie das nächstemal kommt?“ „Mal sehen was sich machen lässt. Ist wirklich alles OK?“ Kalle nickte. „Ja ich bin OK: Haben sie die Kerle?“ Ehlers nickte. „Gerade noch rechtzeitig bevor sie die nächste Ladung ins Meer kippen konnten. Schweinerei“ Dieser Meinung waren alle.
Obwohl das eine menge Ärger gab musste die Fähre samt Passagieren wieder zurück nach Travemünde. Nachdem sie diese Trio Dingfest gemacht hatten konnten alle wieder auf die Albatros zurück. Weil wir noch Kalles Aussage brauchten, musste er natürlich mitkommen.
Auf dies Weise kam die Mannschaft, zum guten Abschluss noch ein gelungenes Essen serviert. Als alle sich für das Menü bedankten, meinte Norge: „So und meine Küche ist euch wohl nicht mehr gut genug.“ „Doch Norge, wenn sie bei mir noch weiterhin in die Lehre gehen, wird noch ein passabler Koch aus ihnen.“ Nachdem sie in Neustadt eingelaufen waren, wurden die drei Gangster der Landespolizei übergeben und Kapitän Ehlers und seine WO erledigten die Formalitäten.
„Was ist mit Schneidewind?“ wollte Gruber wissen. „Er ist OK, hat einen harten Schädel.“ Gruber sah ihn an. Na gut – aber sie wissen schon das die Sache nicht den Vorschriften entsprach. „Der Kapitän nickte. Sicher wusste er das.
Am Abend trafen sich alle bei Kalle in der Kneipe. Kalle meinte grinsend zu Ehlers: „Wann bekomme ich den versprochenen Kuss?“ In diesem Moment kam die Stimme von Corinna v. Hardenberg von der Tür her:“ Von welchem Kuss ist hier die Rede?“ „Einen Kuss für Kalle, aber Ersatzweise kannst du ihn mir auch geben.“ „Ich habe schon von ihren Heldentaten gehört, also bekommen sie auch noch einen.“ „Dann können wir ja gleich noch was anderes damit Verbinden.“ „Da bin ich aber gespannt.“ „Nennen Sie mich einfach nur Kalle.“ „Gerne ich bin Corinna.“ Da meinte Norge: „Dann fehlt ja nur noch die Kür.“ Das machen Kalle und Corinna dann prompt. Das Gesicht von Holger Ehlers sprach für sich; zu Kalle gewandt meinte er: „Das mir das aber nicht zur Gewohnheit wird.“
Corinna lachte ihn strahlend an und schlang ihre Arme um ihn. „Nur nicht eifersüchtig werden, für dich bleibt noch genug übrig. Aber Kalle hat es sich doch verdient.“
Holger Ehlers zog sie an sich und meinte: „OK genehmigt, aber nur ausnahmsweise. ich will dich nicht teilen. Wir haben eh schon zu wenig Zeit für uns.“ Corinna machte es geheimnisvoll. „Na mal sehen was sich da so machen lässt!“
