Gundula Niemeyer spielt in der Episode „Gnadenlos gejagt“ unter der Regie von Florian Froschmayer, eine 17 jährige Russin die versucht mit ihrem Bruder über den Seeweg nach Deutschland zu fliehen.
Gundula Niemeyer wurde 1978 geboren. Sie ist 173 cm groß, hat blau-grau-grüne Augen und dunkelblondes Haar. Sie spricht englisch und „Ruhrpott“ als Dialekt. Sie spielt Geige und hat eine Sopran Stimme im Gesang
Ihr Ausbildung absolvierte sie in der Schule für Schauspiel in Hamburg. Sie wurde 2004 mit dem Friedrich-Schütter-Preis für das beste Schul-Abschlussstück ausgezeichnet. Gundula Niemeyer verfügt auch über Kameraerfahrung hinter der Kamera.
Film & TV
2005 Küstenwache Gnadenlos gejagt, Regie: Florian Froschmayer, ZDF
„Das Hauskleid“ Regie: Michael Sommer, Kurzfilm
„Match up“ Regie: Lars Knorrn, Kurzfilm
2004
„Der Tunnel“ Regie: Philipp Osthus, Kurzfilm
2001
„Geschwisterliebe“ Regie: Jessica Krummacher, Kurzfilm
„Voll Milch“ Regie: Jessica Krummacher, Kurzfilm
Theater
2005
Ernst Deutsch Theater, „Zuckersyndrom“ Regie: Sabine Karasch
2004/2005
Theater in der Basilika „Ich knall euch ab!“ Regie: Jens Paarmann
2004
Waagenbau Hamburg „Zapping Tschechow“ Regie: Wladimir Tarasjanz
Schule für Schauspiel, Hamburg „Die Bakchen“ Regie: Barbara Neureiter
„Die Zauberflöte“ Regie: Geeske Hof-Helmers
„Acht Frauen“ Regie: Oscar Ortega Sanchez
Und hier nun das Interview mit Gundula Niemeyer
J. Plötzner:
Sie sind das erste Mal bei der „Küstenwache“ zu sehen. Wie haben
Ihnen die Dreharbeiten gefallen?
G. Niemeyer:
Ja, ich war zum ersten Mal mit dabei und es hat mir außerordentlich gut gefallen. Meine Kollegen und das ganze Team waren wahnsinnig nett und wir hatten viel Spaß.
J. Plötzner:
In welcher Rolle werden wir Sie in der Küstenwache sehen?
G. Niemeyer:
Marina, eine siebzehnjährige Russin, die mit ihrem Bruder Fjodor als blinde Passagiere auf einem Frachter auf der Flucht nach Deutschland ist.
J. Plötzner:
Ist die Schauspielerei ein Kindheitstraum von Ihnen?
G. Niemeyer:
Die Schauspielerei ist ganz klar ein Kindheitstraum von mir, wobei ich davon ausgehe, dass die meisten Kinder diesen Traum haben und gerne im Mittelpunkt stehen und davon träumen als Musiker oder Schauspieler auf der Bühne zu stehen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schon immer viel und gerne ferngesehen habe und ich schon als kleines Kind dachte, bei „Remington Steele“, „Simon & Simon“ oder „Hart aber herzlich“ würde ich auch gerne mitspielen. Manche Menschen behalten diesen Traum bis ins Erwachsenenalter und manche träumen dann von anderen Dingen.
J. Plötzner:
Wie sind Sie dann dazu gekommen die Schauspielausbildung zu absolvieren?
G. Niemeyer:
Nach dem Abitur hatte ich erstmal nur Pudding im Kopf und dachte, ich muss einfach nur zum Fernsehen. Das hab ich auch getan und bei einer Kölner Fernsehproduktionsfirma gearbeitet. Irgendwann wurde das Bedürfnis zu spielen aber so groß und ich musste auf die Schauspielschule gehen.
J. Plötzner:
Wie lange dauert eine Schauspielausbildung und was lernt man dort?
G. Niemeyer:
Auf einer privaten Schauspielschule dauert die Ausbildung drei Jahre. Man hat dort Gesangs-Tanz- und natürlich Schauspielunterricht, außerdem auch Sprechunterricht, welcher für mich wichtig war, ich komme nämlich ursprünglich aus Bochum und mir musste der Ruhrpottdialekt ein bisschen abgewöhnt werden (trotzdem kann ich ihn natürlich noch sprechen).
J. Plötzner:
Sie haben den Friedrich- Schütte-Preis 2004 für das beste Abschluss-Stück erhalten. Welche Rolle haben Sie gespielt?
G. Niemeyer:
Das Stück hieß „Zapping Tschechow“ und war ein „best of“ aus vier verschiedenen Tschechow Stücken. Ich habe die bescheidene, schüchterne Sonja aus „Onkel Wanja“ gespielt, die unsterblich in einen älteren Mann verliebt ist, der wiederum große Gefühle für ihre Stiefmutter hegt und den Arzt namens Lvov aus „Ivanov“, der sich um Ivanovs todkranke Frau kümmert und ihm später die Schuld an ihrem Tod gibt.
J. Plötzner:
Waren Sie beim Abschlussstück sehr aufgeregt?
G. Niemeyer:
Bei der Premiere sicherlich, wir hatten aber noch sechs weitere Vorstellungen und ich habe diese beiden Rollen so gerne gespielt, da war die Vorfreude so groß, dass gar kein Platz für Aufregung da war.
J. Plötzner:
Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rollen vor?
G. Niemeyer:
Das passiert bei mir oft sehr unbewusst. Ich erwische mich dabei wie ich mir in ganz normalen Situationen die Frage stelle, wie würde die Figur jetzt handeln. Mir hilft es auch möglichst schnell eine gewisse Körperlichkeit zu finden. Wie bewegt sich die Figur, geht sie aufrecht, macht sie schnelle oder langsame Bewegungen etc.
Außerdem ist für mich die Textsicherheit vor allem im Theater sehr wichtig. Je schneller und besser der Text sitzt, desto mehr Möglichkeiten hat man in der Figur zu improvisieren und auszuprobieren.
J. Plötzner:
Was ist für Sie das Reizvolle an der Schauspielerei?
G. Niemeyer:
Alles.
J. Plötzner:
Ist es für Sie leicht oder schwer sich in den jeweiligen Rollencharakter hineinzuversetzen?
G. Niemeyer:
Das kommt ganz auf die Rolle an. Mir fällt es natürlich immer leichter eine Person zu spielen, die ungefähr in meinem Alter ist. Im Theater kommt es mal öfter vor, dass man wesentlich jüngere oder ältere Figuren spielt. In der Ausbildung musste ich mal bei einem Kameraseminar eine Mitte vierzig jährige, lesbische Amerikanerin spielen, das viel mir nicht so leicht…
J. Plötzner:
Sie spielen ja auch Theater. Was bringt Ihnen mehr Spaß? Die Bühnen-
oder die Film und Fernseharbeit?
G. Niemeyer:
Beides macht mir sehr viel Spaß, aber es ist auch einfach sehr verschieden und ich kann es nicht wirklich miteinander vergleichen. Ich würde mal behaupten die Arbeit im Theater ist intensiver und geht mehr an die Substanz.
J. Plötzner:
Sie haben auch Erfahrungen hinter der Kamera gesammelt habe ich gelesen. Können Sie uns diese Erfahrungen näher beschreiben?
G. Niemeyer:
Ja, wie schon erwähnt habe ich bei einer Produktionsfirma gearbeitet unter anderem als Castingassistentin. Da war ich eine Zeit lang dafür zuständig bei den Castings Ansprechpartnerin zu sein, d.h. ich habe mit den Schauspielern die jeweiligen Szenen vor der Kamera gespielt.
J. Plötzner:
Würden Sie noch einmal bei der Küstenwache mitspielen wenn Sie die
Gelegenheit dazu haben?
G. Niemeyer:
Selbstverständlich!
J. Plötzner:
Vielen Dank, dass Sie bereit waren, für die Fanpage dieses Interview zu geben. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere berufliche Zukunft viele tolle Rollen und das wir Sie noch öfters sehen werden.
