Historisches Fanpage-Archiv

Fesseln des Terrors

Kapitel 1

Es war kein Tag wie jeder andere. In Neustadt regnet es schon seit Tagen. Dementsprechend ist die Stimmung von Hauptkommissar Gruber. Er sitzt an seinem Schreibtisch und sieht zu seinem geliebten Aquarium. In dem Moment geht seine Bürotür auf und es steht Norge in der Tür. Wer sonst kommt ohne Vorwarnung herein? Gruber steht auf und geht auf ihn zu und sagt: „Kai, ich habe dir doch schon tausend Mal gesagt du sollst nicht ohne anzuklopfen in mein Büro kommen. Was willst du schon wieder?“

Kai ist ganz perplex und hätte fast vergessen was er wollte: „Onkel Herrmann, ich brauche dringend Sonderurlaub weil mein Vater schwer Herzkrank ist, und meine Mutter ist der Situation nicht gewachsen.“ Und auf die Frage: Wird Ralf es denn Überleben, antwortet Kai

„Ich weiß es nicht. Ich hoffe doch sehr. „Aber komm bald wieder“, entgegnet Herrmann Gruber in seiner strengen Art und Weise. Innerlich ist er sehr erschüttert, das er von der Herzkrankheit seines Bruders nichts wusste.

Kai verlässt den Raum und begegnet Lili auf dem Flur. Ich muss Dir was sagen Lili und ich meine es sehr ernst. Ich weiß das du …also was ich damit meine ist…was ich dir sagen will ist…sag mal wie war denn dein Urlaub? Lilli, die ihn erst äußerst erwartungsvoll ansieht blickt nun eher etwas verunsichert drein und meinte: „Was hast du eigentlich? Die ganzen letzten Wochen druckst du schon so rum, das passt doch gar nicht zu dir. Jetzt mal raus mit der Sprache.“ „Also gut: Lilli ich liebe Dich.“ Lilli bleibt der Mund offen stehen und meinte „Das meinst Du jetzt ernst, oder?“ Dabei bekam sie rote Wangen und war sehr verlegen. „Ja ich wollte es Dir schon lange sagen.“

In dem Moment ging die Bürotür von Gruber auf. Er trat aus seinem Büro und sah Lili und Norge auf dem Flur stehen. Gerade als er etwas sagen wollte hörte er Norge sagen. Lili ich liebe Dich. Gruber blieb erstarrt stehen und hörte Lili sagen „das meinst Du jetzt ernst oder?“ Daraufhin mischte sich Gruber in das Gespräch ein und sagte zu den beiden „Also…das ist ja mal eine Überraschung! Das sie beide …also…“ „Ich muss dann mal los! “Norge ist die Situation zu unangenehm und er geht. Auch Lilli steht etwas verlegen da, verschwindet schnell zum dienst und lässt Gruber verwundert zurück.

„Was haben die nur alle wenn ich erscheine“, wundert sich Gruber. Er geht zu Ehlers und berichtet ihm von dem Ereignis. Kapitän Ehlers entgegnet ihm „Na dann sparen Sie schon mal Herr Gruber.“ „Äh wie jetzt.. Sie meinen ich … Hochzeit… Kinder.. Patenonkel..“ Gruber kam aus dem Lautgrübeln nicht mehr heraus.

Wolfgang Unterbaur kam hinzu und sagte zu Ehlers „ Was ist den mit dem los?“ Ist sein Aquarium umgekippt?“ „Nein Wolfgang viel schlimmer er hat Angst, das Norge und Lilli ihm zu Opa Herrmann machen.“ „Wie … unsere Lilli und Kai Norge? Das kann ich ja kaum glauben.“ „Hast du wirklich nichts gemerkt, das geht doch schon seid einigen Monaten so.“

Und jetzt schreit Gruber nach Ehlers: „Herr Gruber wo brennst denn schon wieder?“ „Ehlers sie müssen sofort auslaufen!“ „Was ist denn passiert Herr Gruber?“ „ Wir haben eine Geiselnahme auf See, ich wurde grade darüber informiert!!!“ „Was? … Wolfgang, sag den anderen Bescheid und mach alles fertig zum auslaufen!“ „Geht klar Holger aber die Mannschaft wird nicht erfreut darüber sein das sie nicht pünktlich Feierabend machen kann. Kapitän Ehlers: „Das kann ich auch nicht ändern.“ Er drehte sich um und Gruber gab ihm alle Informationen die er hatte. Wolfgang schimpfte: „Warum muss ich der Mannschaft immer die schlechten Nachrichten überbringen?

Als er bei der Albatros II ankam sah er das sich 3 fremde Männer an Bord zuschaffen machen. Unterbaur fackelt nicht lange und versucht, unauffällig auf die Albatros zu kommen, um seine Kollegen zu warnen. Plötzlich klingelt sein Handy, es ist WO Deisenroth: „Ich brauche Hilfe„… ein … Mann … will … mich … umbringen!“ Und dann bricht die Verbindung ab. „Wo ist eigentlich Kamp abgeblieben?“ Da meinte Lilli: „Er wollte Jana helfen. Aber seid er gegangen ist, habe ich nichts mehr von ihm gehört.“ „Es sind ja noch 2 andere Kerle da. Wer weiß was sie noch alles angerichtet haben.“ In diesem Augenblick fällt ein Schuss.

Geschockt sieht sich die Crew der Albatross an. Wolfgang: „Lilli geh und sag Ehlers bescheid! Ihr anderen kommt mit mir! Wir müssen unbedingt herausfinden ob jemand verletzt wurde. Norge: „Ja und wie? Die 3 Typen werden uns den oder die verletzte sicher nicht einfach so überlassen was sollen wir machen?“ „Norge finden sie doch mal raus, wo sich die 3 aufhalten? Und ob sie überhaupt noch zusammen sind.“

Da schleppt sich Jana an Deck und flüstert: „Der eine hat Mienen auf der Albatros verteilt und ein zweiter ist getaucht.“ „Norge kümmern sie sich um Jana, ich hohle einen Krankenwagen. Lange soll die Albatros von außen untersuchen und du Wolfgang untersuchst mit Müller und Tesche das Schiff.“

Gruber wunderte sich inzwischen warum er noch keine Nachricht von der Albatros II erhalten hat als ein Mitarbeiter der Küstenwache auf ihn zukam: „Die Albatros ist noch nicht ausgelaufen!“ „Was ist da schon wieder los? Nicht schon wieder ein Maschinenschaden, dass hatten wir doch erst“ schrie Gruber. Die Mitarbeiter in der Einsatzzentrale sahen sich an und gingen in Deckung. „Machen Sie mir sofort eine Verbindung zu Ehlers“. Er murmelte noch vor sich hin: „Da zählt jede Minute und die laufen nicht aus …“ als er jemanden sagen hörte: „Sie melden sich nicht“

„Ja Herr Gruber, was kann ich für sie tun?“ „Ehlers warum sind sie noch im Hafen? Ist irgendwas in Ordnung?“ „Das kann man wohl sagen, irgendjemand will die Albatros versenken. Das heißt wir haben mindestens eine Bombe an Bord. Und nebenbei hat einer der Kerle Frau Deisenroth angeschossen.“ „Das wusste ich ja nicht. Wie geht`s Frau Deisenroth? Und haben sie die Kerle gefasst?“ „Frau Deisenroth geht’s den Umständen entsprechend und die …“ in diesem Moment wurde die Tür aufgestoßen und eine Frau in BGS Uniform betrat den Raum. Gruber fuhr sie an: „Wer sind sie – was wollen sie hier?“

Sie sah ihn kühl an. „Bevor sie sich weiter im Ton vergreifen Herr Gruber, ich bin Oberst von Hardenberg GSG 9 Spezialeinheit. Pfeifen sie erstmal ihre Leute zurück bevor es weitere Verletzte gibt.“ „Was soll das heißen?“ „Wir sind hier um ihr Sicherheitssythem zu checken und das ist unter aller Kritik!“

„Soll da heißen, dass sind ihre Leute auf der Albatros?“ „Nein das nicht, aber die 3 sind von einer Terroristischen Vereinigung die wir schon lange beobachten, und sie sind sehr gefährlich.“ „Dann können sie uns auch sicher sagen, wie wir die Albatros wieder Bombenfrei bekommen. Denn das ist ja wohl erst mal unsere Hauptaufgabe. Schließlich hat die Albatros einen wichtigen Einsatz, der ihnen auch nicht ganz gleichgültig ist …..“

„Sie ziehen erstmal ihre Leute ab von dem Boot, meine Leute sind bereits dabei an Bord zu gehen. Es reicht wenn einer ihrer Leute schon verletzt ist. Ich will nicht riskieren das noch mehr verletzt werden. Den Rest besorgen meine Leute.“

Kapitän Ehlers war genauso erstaunt als er die Maskierten Leute der Spezialeinheit sah die sich der Albatros näherten. „Was soll dass denn werden?“ Wolfgang: „Keine Ahnung…sagt mal habt ihr irgendein Lebenszeichen von Jan? Ich denke der wollte Jana helfen.“

Ehlers: „Du meinst er ist an Bord…oh nein…wartet hier…ich gehe den Auftritt da drüben mal klären…keine Alleingänge wenn ich bitten darf.“ Wolfgang: „Geht klar Holger.“

„Mein Name ist Oberst von Hardenberg GSG 9 und wir übernehmen hier das Kommando.“ Natürlich ging die Durchsuchung des Schiffes so viel schneller. So das die Albatros bald wieder einsatzbereit war. Hier meldete sich Oberst von Hardenberg wieder: „Kapitän Ehlers wir fahren mit. Denn wahrscheinlich hängt die Entführung mit den Terroristen zusammen. Oder kennen sie sich mit solchen Leuten aus?“ „Na gut, aber sie sprechen jede Aktion mit mir ab.“

Kapitel 2

„Lassen sie uns erst mal fahren, die Geiseln, sind in Lebensgefahr. Herr Gruber bleiben sie bitte als Koordinator in der Zentrale am Funk.“ „Oberst, sollen wir nicht erst mal Richtung Dänemark fahren?“ „Ja, aber bitte so unsichtbar wie möglich, also auch Funkstille halten und nur auf Radarreichweite.

Oberst v. Hardenberg nahm über das Headset Kontakt zu ihren Leuten auf und befahl ihnen das sie die Brücke und den Maschinenraum der Albatros sichern sollten. „Wir werden abwarten bis meine Leute das OK geben, dann könne sie an Bord gehen. Wir werden dann auf der Fahrt versuchen die Terroristen Dingfest zu machen und die Bomben zu entschärfen, Kapitän.“ Ehlers nickte. „Es ist noch einer meiner Leute an Bord.“ Sie sah ihn an und gab die Information weiter. Es vergingen einige qualvolle Minuten bevor die GSG9 Leute das OK gaben. „Also dann nichts wie los!“

„Also dann gehen wir aus Kurs 3-0-0. Wolfgang, aber nur mit halber Kraft. Nicht das die uns zu früh sehen und dann gewarnt sind. Carlson sie gehen aufs Peildeck und ich übernehme den Radar. Dann müssten wir sie ja früh genug sehen.“

Da kommt auch schon ein Objekt auf den Radar. Das könnte der gesuchte Frachter sein. „Oberst v. Hardenberg bitte auf die Brücke, ich glaube wir sind da.“ „Ja das ist die Korona.“ „Gut, dann sind ihre Leute jetzt dran.“

Oberst von Hardenberg war unter Deck gewesen und hatte die drei Terroristen zusammen mit ihren Leuten dingfest gemacht. Sie lagen jetzt verschnürte und sicher in einem der Räume unter Deck. Als sie die Nachricht bekam das der Frachter mit den Geiselnehmern gesichtet war kam sie nach oben auf die Brücke. Auch sie war inzwischen umgezogen und maskiert. Ehlers war einigermaßen irritiert.

Sie ließ sich die Lage erklären und nahm dann das Fernglas um sich den Frachter an zu sehen.

„Wir brauchen ihr Beiboot um da ran zu kommen Kapitän. Ich gehe mit meinen Leuten an Bord! Sie nehmen Kontakt mit den Geiselnehmern auf und versuchen uns etwas Zeit zu schinden!“ „Korona, hier spricht die Albatros! Was haben sie für Forderungen?“ „ Sie lassen innerhalb der nächsten drei Stunden unsere Freunde frei, oder es fliegt hier alles mit Mann und Maus in die Luft. Außerdem haben wir unsere Leute bei ihnen in der Zentrale, also versuchen sie keine Tricks.“ „Mit wem spreche ich eigentlich?“ „Wir sind DIE AUFGEHENDE SONNE DES ISLAM, nennen sie mich Abraham.“ „Wie heißen den ihre Freunde?“ „Papperlapapp ihre Leute in der Zentrale wissen ja schon längst Bescheid. Sorgen sie nur dafür, das keiner hier rumschnüffelt.“ Ehlers sah Corinna von Hardenberg fragend an. Was sollen sie jetzt tun?

Sie schien eiskalt zu beleiben. „Das mit den Terroristen in der Zentrale ist ein bluff! Darauf Fall ich nicht ein. Nein sie sind da an Bord alleine und wollen ihre Freunde freipressen.“ Sie sah nach draußen. Es wurde schon langsam dunkel.

„OK halten sie sie hin, fordern sie mehr Informationen, wie es den Geiseln geht und so weiter. Wir machen uns fertig um an Bord zu gehen. Und rufen sie Gruber per Handy an ob in der Zentrale alles klar ist, der Funk könnte abgehört werden.“

„Herr Gruber sind in der Zentrale oder Umgebung irgendwelche Leute aufgetaucht, die dort nichts zu suchen haben?“ „Wieso fragen sie Ehlers?“ „Weil ein gewisser Abraham auf der Korona behauptet hat, sie hätten ihre Leute in der Zentrale.“ „Also ich wüsste nicht, aber wer weiß ob sie nicht schon länger da sind und uns ausspionieren. Moment … da draußen scheint der Teufel los zu sein. Ich melde mich gleich wieder.“

Gruber meldete sich kurz darauf wieder, sichtlich geschockt. „Ehlers wir haben hier tatsächlich zwei Typen erwischt die sich mit falschen Ausweisen Zugang verschafft hatten. Gott sei dank wurden sie im letzten Moment entdeckt und festgenommen. Aber wir haben die Lage unter Kontrolle.“ Ehlers atmete auf. „Gut, dann werden wir hier weitermachen, die Geiselnehmer dürfen nicht erfahren das das wir auch die geschnappt haben.“

Dann rief Ehlers Oberst v. Hardenberg auf die Brücke um sie zu unterrichten. Sie nickte ernst: „Wir machen weiter wie geplant, setzten sie das Beiboot aus; meine Leuten und ich gehen an Bord.“ Sie gab Ehlers eins ihrer Headset damit sie in Kontakt bleiben konnten.

Ehlers sah sie an, ihm war mulmig. „Viel Glück!“

Also fuhren die GSG9 Leute wiedermal ins ungewisse. Denn sie konnten ja nicht wissen ob es nicht noch mehr verdeckte Terroristen gibt. Aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit, das die gesamte Zentrale verwanzt ist und die Terroristen ihnen so immer einen Schritt voraus sind. Aber die Geiseln erhoffen sich von ihnen ja die Hilfe, dass sie möglichst mit dem Leben davonkommen. „Wir gehen erst mal verdeckt an Bord und sondieren die Lage und besprechen dann die weiteren Schritte. Aber wenn sie einem Terroristen ohne Geräusch ausschalten können, tun sie es.“

Die Korona ist ein Frachter den man schwer einsehen kann. Da es nun schon dunkel ist, paddeln die GSG 9 beamten um nicht unnötigen Lärm zu machen. In der Einsatzzentrale hingegen ist Hermann Gruber sichtlich nervös. Er kann es kaum erwarten, das Ehlers sich wieder mit ihm in Kontakt setzt.

Die GSG 9 Beamten erreichen die Korona und legen unbemerkt am Heck des Frachters an. 3 von Ihnen gehen an Bord. Sie sind Zielstrebig auf der Suche nach den Wachposten. Plötzlich fällt ein Schuss.

In der Einsatzzentrale sind Grubers Nerven bis zum zerreißen angespannt, da kommt Kai Norge reingestürmt: „Onkel Hermann, Papa geht es wieder besser! Weist du wo Lilli ist?“ Ganz abwesend antwortet er: „Auf der Albatros natürlich! Aber du sollst doch nicht einfach so reinplatzen. Wir haben nämlich einen sehr defizilen Fall. Hättest Du vielleicht die Möglichkeit uns zu helfen?“ Natürlich Onkel Hermann, was kann ich tun?“ Versuch mal über DIE AUFGEHENDE SONNE DES ISLAM etwas raus zu kriegen!“

Oberst v. Hardenberg fluchte leise ins Headset. Jetzt hatten sie keine Wahl mehr und sie zischte: „Zugriff!“ Ihre Männer waren ein eingespieltes Team und wussten was sie zu tun hatten.

Gemeinsam mit ihren Männern stürmte sie auf den Frachter. Der Schuss war von der Brücke her gekommen also teilten sie sich. Oberst v. Hardenberg und zwei ihrer Leute übernahmen die Brücke, drei weitere übernahmen den Mannschaftsbereich und der Rest verteilte sich auf dem Frachter. Sie wussten dass ihnen kaum Zeit belieben würde wenn sie das schlimmste verhindern wollten. Und allen war klar dass er kaum ohne Blutvergießen ablaufen würde.

Auf der Brücke befanden sich zwei der Terroristen die den Kapitän und ein weiters Besatzungsmitglied in ihrer Gewalt hatten. Oberst von Hardenberg zögerte nicht, sie schoss sofort und gezielt auf den Mann der die Waffe auf den Kapitän gerichtet hatte.

„Also diese Gruppe hat das Ziel, den Islam in der Welt zu verbreiten.“Berichtete Norge Herman Gruber „Nur versuchen sie es mit den schlechtesten Mitteln. Sie haben sich vor 6 Jahren zusammengefunden. Hatten aber nie Kontakt mit den Selbstmordterroristen.“ „Na das ist ja wenigstens etwas. Dann brauchen wir wenigstens nicht damit zu rechnen dass uns die Zentrale um die Ohren fliegt.“ Als ob Gruber das Unglück heraufbeschworen hat, kommt Holzer in Grubers Büro gestürzt und schreit: „Alles raus hier wir haben Bombenalarm. Während sie Zentrale geräumt wurde unterrichtete Gruber das Bombenräumkommando. Dann wies er Norge an die festgenommenen Verdächtigen in ein angrenzendes Nebengebäude zu bringen um sie dort zu verhören. Sie mussten wissen wo die Bombe war.

Norge war ziemlich nervös, die Vorstellung dass in der Zentrale eine Bombe hochgehen würde war erschreckend. Gruber rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her. Als Norge die beiden Verdächtigen brachte war er kaum in der Lage sich zu konzentrieren.

In diesem ganzen Chaos kam Kai der Gedanke: Nur gut, das Lilli nicht hier ist. Dass sie sich wohlmöglich in einer viel größeren Gefahr befand, konnte er natürlich nicht wissen.

Als die Terroristen sich angegriffen sahen, starteten sie ihren größten Triumph. Sie hatten eine Wurfmaschine gebastelt, mit der sie scharfe Handgranaten auf die Albatros abschossen.

Die meisten dieser feurigen Dinger wurden eingesammelt und im Meer unschädlich gemacht, aber einige fanden doch ihr Ziel und rissen Löcher in das Deck und die Außenhaut. Noch konnten die Lenzpumpen das schlimmste verhindern. Wenn allerdings eine Handgranate die elektrische Versorgung lahm gelegt wird es eng.

Bevor er sein Büro verlassen will geht er zu seinem Aquarium. Dort vor dem Aquarium befindet sich auch seine Bar. Während er sich einen Whisky einschenkt sieht er in das Aquarium. Dabei bleibt ihm sein Herz fast stehen. Er bekommt so einen großen Schreck, dass ihm das Whiskyglas aus der Hand fällt. Im Aquarium befindet sich ein Gegenstand, den er als längliche Röhre mit Zeitdisplay identifiziert. Auf dem Display sieht er wie eine Zeit rückwärts zählt. Ihm bleiben nach der Anzeige gerade noch 5 Minuten, also schrie er nach einem Sprengstoffexperten, aber natürlich kann der wiedermal nicht kommen. Nach dem Motto selbst ist der Mann ruft er Unterbaur an und fragt ihn welchen Draht er denn durchtrennen soll.

„Was haben sie denn für ein Werkzeug?“ „Nur ein Taschenmesser.“ „Wenn das scharf ist, schneiden sie mal den Grünen Draht durch.“ Gruber hält die Luft an und tut es. Oh Wunder er lebt noch. „Unterbaur sie sind ein Teufelskerl das war’s. Wie sieht es eigentlich bei ihnen aus?“ „Wie es Oberst von Hardenberg geht weiß ich nicht, aber noch eine Handgranate und sie können unsere Reste in der Ostsee suchen.“ „Mein Gott Unterbaur ….“

Oberst v. Hardenberg hatte inzwischen die beiden Terroristen auf der Brücke ausgeschaltet und lief nun zu den beiden die sich an Backbord mit der Wurfmaschine aufgebaut hatten.

Sie sah dass die Albatros inzwischen einige Treffer abbekommen hatte. Da sie die beiden schnell ausschalten musste samt der Maschine, zog sie eine Handgranate vom Gürtel und warf sie gezielt auf die Wurfmaschine.

Die Explosion erschütterte das Deck des Frachters, die beiden Terroristen wurden durch die Luft geschleudert und ihre Eigenkonstruktion zerbarst in tausend Stücke.

Während einer ihrer Leute sich um die beiden Verletzten kümmerte machte sie kehrt um ihren anderen Leuten zu helfen die in den Mannschaftsräumen und im Maschinenraum damit beschäftigt waren den Rest der Terroristen außer Gefecht zu setzten.

„Kapitän, das Deck ist sauber, aber halten sie sich und ihre Leute trotzdem noch aus der Schusslinie. Wir haben noch nicht alles unter Kontrolle.“ Ehlers atmete sichtlich auf. „Verstanden. Brauchen sie Hilfe?“ „Wir kommen schon klar. Aber ihr Sanitäter soll sich bereithalten, es gibt einige Verletzte hier.“

Unterbaur stieß einen tiefen Seufzer aus: „Mensch Holger das war verdammt knapp!“

„Na Da sind wir ja wieder mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Zentrale steht noch, die Albatros schwimmt noch. Fehlt nur noch die Meldung von der Korona dass alles klar ist.“

Ehlers meldete sich bei Gruber. „Herr Gruber wenn Obert v. Hardenberg wieder an Bord ist kommen wir mit halber Kraft zurück. Die Albatros muss allerdings erst mal in die Werft.“ OK Ehlers, machen sie alles so. Hier ist noch ein Liebeskranker, ist Frau Carlson in der Nähe?“ „Moment ich übergebe „ ….

Während, man auf der Albatros aufatmen konnte war die Lage an Bord des Frachters noch nicht ganz geklärt. In dem Mannschaftsbereich waren zwei der Terrorosten gestellt worden. Doch es hatte auch Verletzte bei den GSG Leuten und bei der Mannschaft gegeben.

Oberst v. Hardenberg fackelte nicht lange. Sie wollte keine weiteren Verluste hinnehmen. Und so war 15 Minuten später die Aktion abgeschlossen. Die Terroristen, es waren insgesamt 6, wurden gefesselt an Bord der Albatros gebracht. Dann die beiden verletzten GSG Leute. Auch Oberst v. Hardenberg kam an Bord.

Ehlers war doch einigermaßen erleichtert. Doch dann sah er dass sie verletzt war.

„Sie müssen sich verarzten lassen, sie sind Verletzt.“ Zum ersten Mal sah er sie lächeln als sie meinte: „Halb so schlimm, ist nur ein Kratzer.“

„Herr Gruber wir kommen mit den Terroristen und 5 Verletzten nach Neustadt zurück.“ „Sind die Verletzungen den schlimm?“ „Nein, Müller hat das alles erstaunlich gut im Griff. Wenn man bedenkt, das dies sein erster Einsatz war. Wie geht es Norge eigentlich?“ „Ich glaube er ist froh wieder an Bord zu sein. Ich glaube wir mussten langsam eine neue Bootsfrau suchen. – Ehlers, ein Krankenwagen steht dann am Pier. Was meinen sie, wann sie hier sind?“ „ Ich schätze so ungefähr in einer Stunde.“ Unter Deck wurden die Verletzten versorgt, Oberst von Hardenberg hatte gewartet bis alle anderen versorgt waren dann begab sie sich in den Sanitätsraum.

Müller, der Sanitäter sah sich die Schusswunde an der linken Schulter an. „Glatter Durchschuss, Frau Oberst. Sie haben eine Menge Blut verloren, sobald wir an Land sind müssen sie ins Krankenhaus.“ Genau in diesem Moment kam Ehlers herein. Er hatte den letzten Satz noch mitangehört. „Also doch nicht nur ein Kratzer, Frau Oberst. Sie sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Sie sah ihn an. Und wieder lag dieses leichte Lächeln in ihren Augen. „Ich hab schon schlimmeres erlebt Herr Kapitän. Aber danke für ihre Besorgnis. Wir sollten uns aber jetzt erstmal darum kümmern die Gefangenen an Land zu bekommen. Solange die nicht in sichrem Gewahrsam sind habe ich kein gutes Gefühl.“

Womit sie auch leider Recht behalten sollte. Denn irgendeiner der Terroristen hatte die restlichen Leute mobilisiert und jetzt versuchten sie ihre Freunde zu befreien. Das sie sich damit immer weiter ins umrecht setzten, die Idee kam ihnen wohl nicht.

Jedenfalls bekam die Albatros einen mysteriösen Funkspruch der besagte, wenn sie nicht sofort ihr Kameraden in ein Schlauchboot setzen würden, könnten sie alle ihre letzte Reise antreten. Nun war große Aufregung an Bord, hatte einer der Gefangenen Sprengstoff mit an Bord gebracht? – – – Zunächst wurde aber nichts gefunden.

Zur gleichen Zeit wurde die Zentrale aber auch wieder bedroht. Genauer gesagt, sie hatten sich Herrn Gruber als Opfer ausgesucht um die beiden Leute zu befreien.

Müller hatte die Schulter von Obert von Hardenberg notdürftig verbunden.

Als sie der Kapitän auf die Brücke rief ahnte sie schon dass es nichts gute bedeuten konnte.

„Sieht so aus als ob sie recht behalten würden, es ist noch nicht zu Ende. Was meinen sie, ob die tatsächlich eine Bombe an Bord haben?“ Oberst von Hardenberg sah ihn an. „Wir müssen mit allem rechnen – meine Leute werden noch mal zusammen mit ihren Leuten das Schiff durchsuchen.“ „Sollen wir Evakuieren?“ „Diese Entscheidung überlasse ich ihnen. Es wäre gut wenn ihr Chief uns helfen könnte.“ „Das ist doch selbstverständlich.“ Die Leute schwärmten im ganzen Schiff aus und suchten die Bombe. Sie wurden jedoch nicht fündig.

„Bleibt die Frage ob sie bluffen oder ob es vielleicht eine Bombe am Rumpf gibt.“

Ehlers schluckte. „Das heißt wohl dass wir tauchen müssen.“ Sie nickte, “ „Geben sie mir ihren besten Taucher mit. „Er glaubte sich verhört zu haben. „Sie wollen selber tauchen?“….

„Ich glaube Herr Müller würde mir davon abraten.“ „Das ja wohl auch mit gutem Grund. Die Blutung steht zwar, aber bei Bewegung kann sie wieder aufbrechen und unter Wasser gibt es dann keine Rettung mehr. Schlimmer noch sie können die ganze Aktion damit zu gefährden. Also beschränken sie sich doch besser aufs Befehlen. Aber wer sagt denn dass die Sprengladung unter Wasser zu finden ist. Ich glaube eher mittlerweile haben wir es doch mit einem Selbstmordattentäter zu tun.“ „Da könnten sie Recht haben. Aber informieren sie Herrn Gruber.“ Jetzt wird Ehlers leichenblass: „Sie …. haben …. Gruber Entführt und wollen ihn umbringen, wenn die beiden, die sie in der Zentrale erwischt haben nicht freilassen.“ ….

Kapitel 3

Oberst v. Hardenberg schüttelte den Kopf. „Nein, das können wir ausschließen, von den Gefangenen die an Bord sind hatte keiner Sprengstoff dabei. Sie wurden alle durchsucht. Und das Schiff wurde auch gründlich durchsucht. Die Bombe, wenn es sie gibt ist außen an der Albatros. Ich schicke meinen besten Taucher runter – geben sie mir einen ihrer Leute der sich auskennt mit. Wir müssen uns beeilen.“ Ehlers nickte.

„OK einverstanden, ich schicke ihnen Jan Kamp mit der ist der beste Taucher den wir haben. Und ich hoffe das ganze stellt sich als Bluff heraus.“ Sie nickte ihm zu. „Ich auch, das können sie mir glauben. Was hier abläuft das hatte ich auch noch nicht und ich habe schon einiges erlebt.“

„Kamp und Heinze sind im Wasser, jetzt kommt es alleine auf sie an.“ – Plötzlich kommt Kamp rauf und hat etwas in der Hand, aber er sagt es sei nur eine Attrappe. – Aber was ist mit Heinze, er kommt nicht rauf, wo er getaucht ist kommt nur eine Menge Luftblasen rauf …

Also gibt Ehlers den Befehl das Schiff zu verlassen! Inzwischen ist Kamp wieder getaucht und stellt fest, dass Heinze in einem Kabelgewirr verfangen ist und dieser macht Zeichen nicht näher zu kommen. Also doch eine Bombe? Oder …

Kamp überlegt nicht lange, er setzt zum Tauchgang nach Heinze an. Bei Heinze angekommen, stellt er fest, dass die Sauerstoffreseveren von Heinze fast verbraucht sind. Er fackelt nicht lange, nimmt seine Flaschen ab und übergibt sie Heinze. Dann schwimmt er wieder an die Oberfläche. „Kapitän ich brauche sofort eine Sauerstoffflasche, ích habe Heinze meine gegeben. Er hat sich in einem Kabelgewirr verfangen. Dieses ist um die gesamte Schraubenwelle gewickelt.“ Daraufhin erhält er die angeforderte Flasche und verschwindet wieder in der Tiefe..

In der Zwischenzeit versuchte Julia ihren Mann zu erreichen. „Komisch, er geht einfach nicht ran“ sagte sie zu ihrer kleinen Tochter. „Macht nichts, dann machen wir bei dem schönen Wetter halt einen Spaziergang und holen deinen Papa ab? Was hältst du davon?“ Die Kleine sah ihre Mutter nur fragend an denn sie war noch zu klein um zu verstehen wovon sie sprach.

Bei der Küstenwache angekommen sah sie einen alten Bekannten und wollte gleich auf ihn zugehen, doch dieser ließ sie nicht auf das Gelände. „Julia, es ist was Schreckliches passiert!“

In ihrer Verzweiflung rief Julia Kalle an, sie musste jetzt mit jemanden reden. „Kalle weißt du eigentlich was bei der Küstenwache so schreckliches passiert ist?“ „Tut mir Leid so genau weiß ich dass auch nicht, nur das es um Terrorismus geht. Aber warum kommst du mit der Kleinen nicht her und Hilfst mir, ich hab hier Hochbetrieb und für die kleine Monika werden wir auch noch ein Plätzchen finden.“ „Ja, Kalle da hast du recht arbeit ist jetzt besser als zuviel nachzudenken. Ich mach mich dann auf den Weg.“

Das bei Kalle Hochbetrieb ist wohl eine kleine Übertreibung. Kalle wollte Julia nur nicht dort lassen. „Ich nehme an du weißt mehr als du mir gesagt hast.“ „Mittlerweile ja, aber ich wollte dich nicht am Telefon beunruhigen. Die Albatros ist wohl außer Gefahr, aber Gruber und die Zentrale, werden bedroht. Ich will mal sehen ob ich was tun kann, kannst du hier übernehmen?“ „Ja natürlich Kalle, aber Pass auf dich auf.“ Und weg ist er …

Für die an Bord zurückgebliebenen schien die Zeit nicht vergehen zu wollen. Immer wieder sahen sie auf die Wasseroberfläche, wieso tauchten die beiden nicht wieder auf?

Dann endlich deuteten Luftblasen die Aufstiegen an das sie hoch kamen. Kamp hielt den völlig erschöpften Heinze und dann streckten sich ihnen helfende Hände entgegen und zogen sie an Bord.

Ehlers war erleichtert dass ihnen nichts passiert war. Der Sanitäter kümmerte sich sofort um Heinze. Als Kamp neben ihm stand meinte Ehlers: „Es war also tatsächlich nur eine Attrappe?“ „Ja und nicht mal eine gut gemachte. Ich denke das war’s: Wie sieht es in der Zentrale aus?“ Ehlers zuckte mit den Schultern „Ich habe noch keine Nachricht bekommen was da nun wirklich los ist. Ich versuche gleich war in Erfahrung zu bringen. Erstmal holen wir die andern wieder an Bord und nehmen Kurs auf Neustadt.“

In der Zentrale war die Situation kurz davor brandgefählich zu werden. Noch lebte Gruber noch aber wie lange? Denn die Festgenommenen konnten nur mit der Genehmigung der Regierung freigelassen werden und die schaltete erst mal auf stur.

Aber jetzt kam ja Kalle der gute Geist und versuchte zu vermitteln, und er erreichte dass die Regierung scheinbar nachgab. Denn man würde ja versuchen alle Terroristen festzusetzen. Aber mit Kalles Vermittlung war die Angelegenheit noch nicht gelöst.

Die Albatros lief langsam in den Hafen von Neustadt ein. „Mensch, was macht den Kalle hier?“ rief Wolfgang. Als das Schiff an der Pier anlegte ging Kalle an Bord. Kapitän Ehlers war auch etwas irritiert, er und Wolfgang gingen Kalle entgegen. „Na, hast du dich verlaufen?“ versuchte Wolfgang zu scherzen. „Nein, Julia hat mich angerufen weil sie Jan nicht erreichen konnte. Am Tor hat sie nur erfahren das etwas passiert ist und dann hat sie mich angerufen. Jetzt versuche ich zu vermitteln. Ist alles in Ordnung mit euch?“ fragte Kalle. In diesem Moment kam Jan an Deck. Und er meinte: „Geh doch erst mal zu Julia, sie ist zwar sehr tapfer, aber macht sich doch große Sorgen.“

Zu den anderen sagt er: „Ich habe erreicht, dass die Gefangenen scheinbar freigelassen werden. So hat Gruber wenigstens noch eine Chance. Ich konnte vorhin kurz am Telefon mit ihm sprechen und er hörte sich sehr schwach an. – Jetzt müssen wir uns nur etwas für die Übergabe überlegen, wo wir alle Terroristen im Auge behalten können. Die Zentrale ist jedenfalls sauber.“ „Ja gut, Schneidewind dann übernehmen sie mal das Kommando, wir werden folgen.“ „Aye, Aye Kapitän.“

Kalles Plan sah eine Übergabe auf See vor, aber er war nicht so blauäugig zu glaube dass sie das alleine schaffen würden. Und so bat er Oberst v. Hardenberg um ihre Hilfe. Die war erstmal erstaunt dass ein ehemaliger Smutje eine solche Aktion leiten sollte aber sie war sofort bereit ihnen zu helfen.

Die Kidnapper hatten ihnen 4 Stunden Zeit gegeben, wenn die Übergabe bis dahin nicht stattgefunden hatte sollte Gruber sterben. Sie mussten also schnell handeln.

Gemeinsam mit Kalle und Kapitän Ehlers erarbeiteten sie einen Plan für die vorgetäuschte Übergabe der Gefangenen. Ihr Plan bestand darin die Gefangenen auf See zu übergeben, oder so zu tun. Die GSG 9 sollte sich an Bord verstecken und dann die Kidnapper überwältigen und Gruber befreien ohne dass die Gefangenen ausgetauscht wurden.

Wie sie inzwischen durch Norge wußten war die Gruppe nicht groß, konnten nicht viel Kidnapper beteiligt sein, da sie den Großteil der Gruppe ja in ihrer Hand hatten.

Ehlers und Unterbaur besorgten eine entsprechende Jacht, dann gingen sie GSG9 Leute an Bord. Kalle und Oberst v. Hardenberg gingen mit den Gefangenen an Bord, während Kapitän Ehlers mit seinen Leuten mit einem zweiten Küstenwachenschiff ihnen folgte.

Die Kidnapper wussten natürlich, dass sie zahlenmäßig unterlegen waren und verlangten daher eine Übergabe bei ihnen an Bord, wo sie einige Überwachungskameras postiert hatten um einer Falle zu entgehen.

Dieses machte zwar die Aktion zwar etwas schwieriger, aber nicht unmöglich. Obert v. Hardenberg hatte recht schnell rausgefunden, dass es nur 3 Kidnapper waren und wo die Kameras waren, so konnte ein Schlachtplan erstellt werden. Nacheinander wurden die Kidnapper mit Karategriffen außer Gefecht gesetzt und mit Handschellen versehen. Jetzt war nur die Frage wo war Gruber. Auf einmal rief Norge: „Kapitän kommen sie doch mal her. Ich glaube ich habe Onkel Hermann, -“ wobei er rot wird „- Gruber gefunden …..“

Norge hatte unter Deck einen Stauraum entdeckt und darin war Gruber versteckt worden. Schnelle wurde er herausgeholt und von den Fesseln und dem Knebel befreit. Er war zwar stark mitgenommen aber bei Bewusstsein. Dankbar sah er Norge und Oberst v. Hardenberg an.

Die Rückfahrt verlief ohne weitere Komplikationen. In Neustadt wurden die Terroristen von der Landespolizei übernommen und weggebracht. Gruber kam ins Krankenhaus.

Einige Stunden später saß die gesamte Crew in der Kneipe von Kalle zusammen um den glücklichen Ausgang des Tages zu feiern.

„Sag mal hattest du nicht auch die Frau Oberst eingeladen mit uns zu feiern?“ Meinte Unterbaur zu Holger Ehlers. Als hätte sie auf das Stichwort gewartet betrat Corinna von Hardenberg die Kneipe. Aller Augen richteten sich auf sie. Diesmal trug sie nämlich weder Kampfanzug noch Maske sondern ein buntes Kleid.

Norge entfuhr ein etwas zu lautes: „WAU und machte große Äugen.“Wie war das Herr Norge?“ „Ehm..also…ich meine nur…schönes Kleid. „Danke, also ich schlage vor die nächste Runde geht auf mich! Also prost…auf eine gelungene Zusammenarbeit!

Norge ließ es sich nicht nehmen Corinna beim Anstoßen schöne Augen zu machen…in diesem Augenblick ging die Tür zu Kalles Kneipe auf und Lilli kam herein.

Sie sah wie Kai die attraktive Frau anbaggerte und blieb wie angewurzelt stehen. Sie glaubte ihren Augen nicht trauen zu können. Hatte Kai ihr nicht gerade erst seine Liebe gestanden? Und jetzt das hier. Lilli trat vor Kai hin der sie total perplex ansah und dann mache es „Klatsch“ – und ihre Hand landete unsanft auf seiner Wange. „Du Schuft!“……

Aber Corinna wollte gar nichts von Kai Norge. Der war ihr viel zu unreif. Sie fand da Kapitän Ehlers doch viel anziehender. Doch der unterhielt sich gerade mit Jan und Julia und sah sie überhaupt nicht.

„Julia wie geht es ihnen eigentlich nachdem das 2. Kind unterwegs ist?“ „Ach eigentlich kein Problem, solange Jan nicht unbedingt den Heden spielen muss.“ „Wir freuen uns aber alle dass er wieder an Bord ist und es geht ja nicht immer so aufregend zu wie die letzten Tage.“

Wolfgang Unterbaur nahm sein Glas und setzte sich zu Corinna an den Tresen.

„Wie kommt eine so attraktive Frau eigentlich zu so einem Gefährlichen Beruf? Ist doch schon ungewöhnlich. Ich wusste gar nicht das es bei der GSG 9 Frauen gibt.“ Corinna lächelte ihn strahlend an. Wolfgang wurde ganz warm als er in ihre Augen sah. Ihre Stimme war vollkommen anders als während des Einsatzes, weich und warm. „Ungewöhnlich, ja. Und im Augenblick bin ich auch die einzige Frau bei der GSG 9.“ Sie lächelte ihn verführerisch an. „Was auch seine Vorteile hat.“ „Und wie kommen sie zu einem solchen Job?“ Inzwischen war auch Holger Ehlers aufmerksam geworden. War das noch dieselbe Frau die beim Einsatz so hart und bestimmt gewesen war? Zu mindestens hat sie gewisse Ähnlichkeit mit diem Wesen.

Jetzt meinte Kalle: „Heute Abend ist das Haus doch voll, wollt ihr nicht mal tanzen? Kapitän sie haben die erste Wahl.“ Das lies sich ein Holger Ehlers doch nicht zweimal sagen und holte Corinna auf die Tanzfläche. „Oh Kapitän, sie können aber auch mehr als nur Befehle geben.“

Jetzt meinte Wolfgang zu Kalle: „Ob das was Ernstes wird?“ „Wünschen würd ich`s ihm ja“