Historisches Fanpage-Archiv

Eine folgenreiche Hochzeit

Kapitel 1

Nach einigen Tagen gab es dann das versprochene Bier bei Kalle. Da alle zusammensaßen nutzte Gruber die Gelegenheit seine Neuigkeit loszuwerden. Denn sie waren ja unter sich, es waren ja keine anderen Gäste da und Schneidewind gehörte ja irgendwie dazu. Also setzte er an: „Alles mal herhören.“

Aber keiner wollte auf ihn hören, also gab er Ehlers, der neben ihm saß, einen Rippenstoß, ob er nicht für Ruhe sorgen könnte. „Das sieht wohl ziemlich schlecht aus. Aber ehe sie Platzen, was gibt es denn?“ „Sie erinnern sich doch sicher an den Reeder der die indonesischen Matrosen auf dem Gewissen hatte?“ Ja, natürlich was ist denn mit dem?“ „Er sitzt jetzt hinter Gittern.“ Na Prima, erzählen sie mal, was ist denn passiert?“

„Der Reeder ist angeklagt worden, wegen Betrug Rauschgifthandel und weil er seinen Leuten die Heuer nicht gezahlt hat. Er wird wohl für einige Jahre hinter Gittern verschwinden.“ Ehlers sah ihn an und nickte. „Alles gut und schön aber davon haben die armen Teufel wenig. Sie haben ihre Heuer nicht bekommen und sind ihren Job auch noch los.“ Gruber nickte. „Sie haben ja Recht Ehlers, aber was sollen wir tun? Hauptsache wir haben ihm das Handwerk gelegt. Mehr ging nicht.“ Das war Ehlers auch klar.

Corinna sah zu Wolfgang und Karin hinüber, Die beiden saßen dich beieinander und man konnte ihnen ansehen wie es ihnen ging. Sie waren so mit sich beschäftigt dass sie für nichts anders Augen hatten. Karin war eine sympathische, offene Frau mit der man gut auskommen konnte. Corinna hoffte dass sie das notwendige Verständnis für Wolfgang und seinen Job aufbringen würde.

Gruber riss Corinna aus ihren Gedanken. „Wie weit sind sie mit dem Training für ihre MEK?“ Corinna sah ihn an. „Oh es läuft sehr gut. Auch die beiden neuen sind wirklich gut. Ich bin sehr zufrieden.“ „Sehr gut, na ich hoffe wir haben jetzt ein bisschen Ruhe und brauchen ihre Hilfe erstmal nicht mehr.“ Corinna lächelte, tja das wäre schön, dachte sie.

Und es sieht auch erstmal so aus. zumindestens die nächsten Wochen verlaufen die Streifen ohne größere Störungen. Denn ein leerer Tank eines Freizeitkapitäns oder ein Frachter mit Motorschaden, aber auch Sonnenverbrannte Touristen in Seenot sind ja fast etwas Normales.

Diese ruhige Zeit nutzten Kapitän Ehlers und Corinna um dem Bund fürs Leben zu schließen. Natürlich blieb es nicht bei einer Standesamtlichen Trauung, sondern eine Kirchliche folgte. Dabei waren alle ehemaligen und jetzigen Mitglieder und zur anschließenden Feier kamen dann noch Gruber, Sander und die Mannschaft der Neustrelitz. Gefeiert wurde in Klüvers Brauhaus, denn für eine so große Gesellschaft war Kalles Kneipe nun doch zu klein. Denn Holger und Corinna hatten keine kleine Verwandtschaft und die war selbstverständlich auch dabei. Nachdem Onkel Herrmann es sich nicht nehmen lies eine Rede auf das Brautpaar zu halten, wurde viel gegessen und viel getrunken und noch mehr erzählt und gelacht, mit vielen weißt du noch`s.

Holger war so in die Erinnerungen vertieft das er gar nicht mitbekommen hatte wie Jan, Kalle und Wolfgang auf einmal mit Corinna verschwunden waren. Er bekam es erst mit als sie schon längst weg waren. Erik meinte grinsend. „Na dann werde sie jetzt wohl losziehen müssen und die Braut suchen.“ Brautendführung, daran hatte er gar nicht mehr gedacht. Also machte er sich mit Erik und Sander auf den Weg.

Es dauerte eine ganze Weile bevor sie Corinna und ihre Entführer „gestellt“ hatten und Holger musste Braut und Entführer auslösen und die Zeche bezahlen. Dann erst durfte er seine Braut wieder in seine Arme schließen. Corinna fiel ihm lachend in die Arme.

„So jetzt passe ich aber auf dich auf. So schnell wird dich niemand wieder entführen, “ meinte Holger zu Corinna und küsste sie. „Na das will ich doch hoffen. Du hast ja gar nicht mitbekommen das ich weg war. Sowenig bin ich dir Wert?“ Holger zog sie an sich. „Du bist das Wertvollste was ich habe.“

Nachdem er Braut und Entführer zurück gebracht hatte blieben sie nicht mehr lange. Leise und unauffällig zogen sie sich zurück zur Hochzeitsnacht. Und am nächsten Morgen ging es dann auf Hochzeitsreise. Stillvoll auf der Lilli Marleen durch die Ostsee.

Die Feier war noch im Gange, nur das Hochzeitspaar war schon aufgebrochen. Da meinte Wolfgang zu Karin: „Warum sollen wir das den beiden nicht nachmachen?“ Karin war von der Idee weniger begeistert: „Wolfgang lass uns doch noch etwas Warten, wir haben doch Zeit.“ „Warum denn, hast du was gegen mich?“ „Nein, aber ich glaube das weißt du auch, aber wir kennen uns doch erst so kurz. Das geht mir einfach zu schnell, frag mich später noch mal.“ „Das werde ich tun, da kannst du Gift drauf nehmen.“

Kai und Lilli kamen plötzlich auch in Stimmung, aber da griff Onkel Herrmann ein: „Kai meinst du nicht, ihr seid noch zu jung zum Heiraten?“ Lilli macht ein skeptisches Gesicht und Kai meinte: „Ach so zum Heiraten sind wir noch zu Jung, aber um durch eine Räuberpistole zu sterben, sind wir gut genug?“ Und zu Lilli gewandt meinte er: „Komm las uns gehen, ab einem gewissen Alter verknöchern die Leute halt.“ „Hey Kai so kannst … Aber da waren die beiden schon außer hörweite.

„Oh Holger, diese Kabinen sind ja noch schöner wie ich dachte.“ „Für dich ist mir doch nicht zu teuer mein Liebling. Aber warte erst mal ab, was ich noch alles geplant habe.“ „Aber pleite bist du nach dieser reise noch nicht oder?“ „Wo denkst du hin, mein Liebling. Komm, ich zeige dir das Schiff, “ und zog sie aus der Kabine.

Nachdem die Lilli Marleen in Kiel abgelegt hatte sollte es nach Danzig weiter gehen, von da aus ginge weiter über Königsberg, Klaipeda, Riga, Tallinn, St. Petersburg ,Helsinki, Stockholm , Kopenhagen und dann wieder nach Kiel.

Eine wunderschöne Reise die, die beiden vor sich hatten. Gleich am ersten Abend hat es sich der Kapitän nicht nehmen lassen das Brautpaar an seinen Tisch zu bitten. Und als er auch noch hörte dass Holger sozusagen ein Kollege war, waren sie natürlich schnell in einem fachlichen Gespräch vertieft. Corinna ließ sie eine Weile bevor sie dann ihren Mann anstieß und meinte: „Hallo, hast du vergessen das ich auch noch da bin?“ Holger lachte nahm ihre Hand und hauchte einen Kuss darauf. „Oh nein, verzeih.“ Der Kapitän der Lilli lächelte. „Verzeihen sie das wir so ins reden geraten sind.“ „Na ja schon gut. Aber kommen sie nicht auf den Gedanken meinen Mann hier einzuspanen. Ich will auf dieser Reise was von ihm haben.“ „Ich schwöre es. Wie könnte ich das einer so schönen Frau antun.“

Als sie später wider auf der Kabine waren meinte Corinna:“ Ein sehr charmanter Mann dieser Kapitän.“ Holger sah sie an. „Hey, du wirst mir doch nicht untreu?“ Corinna lachte. „Na mal sehen.“

Währendessen fuhr die Albatros eine weitere Streife. Da Sander ja ein eigens Schiff und eine komplette Mannschaft hatte. War bis auf weiteres Herr Gruber an Bord, was dem meisten weniger schmeckte. Aber die Zeit würde ja auch vergehen, und jeder gönnte dem Kapitän ja die Reise. Da außer der normalen Routine im Augenblick nichts los war, kehrte Gruber mal wieder den Genauigkeitsfanatiker raus. D.h. er inspizierte die Waffenkammer und alles weitere, was sich die Leute ja noch gefallen ließen.

Als er aber Kai dann Vorschreiben wollte, wo er das Verbandsmaterial und die Medikamente aufbewahren sollte, war das Maß voll: „Onkel Herrmann“ „Norge wir sind im Dienst.“ „Na gut aber siehst du hier jemand außer uns.“ „Gut was willst du? Onkel Herrmann so geht das aber nicht. Hier tut jeder seine Arbeit und muss immer damit rechnen das er nicht wieder kommt und du machst die Leute wegen solcher Lappalien zur Sau, findest du das fair?“ „Danke, für die Ohrfeige, Kai.“ „Stimmt doch, so wie du dich in den letzten Stunden hier aufgeführt hast, geht doch wirklich nicht. Und einer muss dir das ja mal sagen.“ Bist du jetzt fertig?“ „Im Moment, ja.“ „Dann zeig mir mal die Kombüse.“ „Bitte da wirst du aber nichts finden.“ „Na, das werde ich ja sehen.“

Natürlich hatte Gruber auch was an der Kombüse auszusetzen. Norge regte sich so sehr darüber auf, dass er mit Gruber einen richtigen Streit hatte, und dieser ihm sogar mit einer vorläufigen Suspendierung drohte. Norge entschied sich darauf hin, erstmal seine Lili anzurufen. „Hallo Lilli ich bin`s Kai!“ „Kai, was ist los? Du hörst dich ziemlich genervt an.“ „Ach nicht so wichtig, ich habe mich nur mit Gruber angelegt.“ „Sag mal bist du verrückt geworden? Er ist zwar dein Onkel, aber im Moment auch dein Kapitän.“ „Er hat mich einfach genervt, und die anderen sind auch

schon von ihm genervt.“ „Das ist trotzdem kein Grund sich mit ihm anzulegen. Du ich muss jetzt Schluss machen, Julia kommt gerade.“ „OK, mein Schatz bis später.“ „Ja, bis später.“

„Oh, das ist ja schön, dass du Rike und ihren Sohn Julian mitbringst.“ „Rike ist gerade mal wieder Strohwitwe, weil Erik mal wieder einen Einsatz hat und Julians Lehrer machen heute einen Ausflug.“ „Hallo Julian, würdest du nicht lieber mit deinen Freunden spielen?“ „Ja schon, aber Mama hat gesagt, zu alleine bleiben bin ich noch zu klein.“

Jetzt zieht Rike Lilli zur Seite und sagt: „Das eigentlich nicht, aber die angeblichen Freunde sind sehr mysteriös und ich will nicht das Julian in schlechte Gesellschaft gerät. Er ist so schon schwierig genug.“ „Das kann ich gut verstehen.“

Nachdem sie wieder im Zimmer sind fragt Lilli: „Na Julian, wenn du so unfreiwillig hier bist sollst du wenigstens besinnen was wir heute machen.“ Au ja, können wir in den Zoo gehen.“ „Müsste sich machen lassen. Was haltet ihr davon?“ Julia meinte: „Warum nicht. Während Julian die Ziegen streichelt, können wir ja reden.“ „Rike, und was sagst du?“ „Von mir aus machen wir so.“ „Das klingt aber nicht gerade begeistert, Was bedrückt dich?“

Die Lilli Marleen war inzwischen in St. Petersburg eingelaufen als der Kapitän die beiden zu sich bitten ließ. Natürlich hatte er mitbekommen das die beiden vom Bundesgrenzschutz waren. Er bat sie in seine Kabine.

„Entschuldigen wie wenn ich sie sozusagen dienstlich belästige. Aber einer unserer Passagiere hier an Bord glaubt unter den Passagieren jemanden erkannt zu haben von dem er glaubt, dass er in Deutschland gesucht wird. Und ich weiß nicht so recht wie ich mich verhalten soll. Könnten sie mir helfen?“ Corinna und Holger sahen sich an. „Sicher helfen wir ihnen Herr Kapitän. Um wen handelt es sich den?“ Der Kapitän sah auf der Passagierliste nach. „Herrmann Wagener, angeblich aus Düsseldorf.“ „Und wen glauben die Passagiere erkannt zu haben?“ fragte Corinna. „Es soll ein Mann aus Hamburg sein, der wegen Anlagenbetruges gesucht wird. Jens Hansen.“ Holger nickte. „Ok, können wir ihre Funkeinrichtung benutzen? Dann setzten wir uns mit unseren Kollegen in Verbindung und klären das ab.“ „Es wäre schön wenn sie das diskret tun könnten.“ Corinna lächelte ihn an. „Wir tun unser bestes. Vielleicht könnte sie ihn heute Abend an unseren Tisch setzten.“ „Eine gute Idee.“

Als sie die Kabine des Kapitäns verließen meinte Holger grinsend: „Womit wir wieder im Dienst wären.“ „Ja es holt uns eben immer ein. Komm gehen wir gleich in die Funkkabine und melden uns in Neustadt.“

Die erste Überraschung die sie erwartete, war dir Tatsache dass Gruber nicht in Neustadt war. „Glückskind, das kann doch nicht so einfach sein. Wo ist er denn?“ „Auf der Albatros, während der Kapitän in den Flitterwochen ist.“ „Wer vertritt ihn denn bei ihnen in der Zentrale.“ „Ich glaube sie kennen ihn, es ist Jan Kamp.“ Im Moment fehlen Ehlers die Worte, dann sagt er: „Dann geben sie mir mal diesen Kamp.“ „Bin schon da Kapitän.“ „Erst mal herzlichen Glückwunsch, sie sind ja die Treppe Raufgefallen, das muss aber gefeiert werden.“ Natürlich, aber ich wollte noch warten bis sie zurück sind. Sie sollten ja auch noch gar nichts erfahren.“ „Kamp wir sind zwar auf Hochzeitsreise, aber der Dienst lässt uns nicht in Ruhe. Hier scheint ein gesuchter Finanzbetrüger sein, können sie das mal nachprüfen.“ – „Ja es ist der Name, ich schicke ihnen mal das Bild per Fax oder ist das zu gefährlich?“ „Nein kein Problem, wir sind hier im Funkraum alleine.“

Während sie nun darauf warten, dass Jan ihnen die Daten schickt unterhalten sich Holger und Corinna über Kamp. „Mich wundert es schon, dass er in der Zentrale arbeitet.“ „Aber warum denn Holger?“ „Ich weiß auch nicht, aber ich hätte nie gedacht, dass er mal Gruber vertreten würde.“ „Doch, damit hatte ich schon gerechnet, mich würde viel mehr interessieren, wie deine Mannschaft mit Gruber als Kapitän zu Recht kommt.“ „Daran möchte ich lieber nicht denken, weil ich glaube, dass es dort viele Probleme gegen wird.“ Wie recht er mit dieser Aussage hat, soll er erst viel später erfahren.“

Während Corinna und Holger, die nun die Daten von Kamp erhalten haben, sich an die arbeiten machen.

Versuchen Julia und Lilli herauszufinden, was mit Rike los ist

Als erstes müssen wir jetzt mit Herrn Köster sprechen, damit er das Funkbild den Passagieren zeigt die ihn zu erkennen glauben.“ „Und was sollen wir dann machen Holger?“ „Erst mal abwarten, ob er das überhaupt ist.“

„Ach Herr Köster, kommen sie doch mal rein.“ „Ja, Frau Ehlers was ist denn?“ Aber erst mal macht er die Tür zu. Zu ihrer Überraschung sagt er: „Der Herr ist bei uns an Bord.“ Jetzt wurde Holgers Spürsinn gereizt und er fragte deshalb: „Unter welchem Namen ist er denn hier?“ „Es ist dieser Herrmann Wagner aus Düsseldorf.“ Da meinte Corinna: „Holger, sollten wir Herrn Köster nicht mal einweihen?“ „Zumindetens zum Teil sonst kann er uns ja nicht helfen.“

Während Julian und Jenny, die inzwischen aus dem Kindergarten gekommen war im Streichelzoo spielten, redeten Julia und Lilli auf Rike ein, was sie denn habe. Nach langem zögern fing sie an zu reden: „Ich bekomme ein Kind.“ „Weiß Erik schon davon?“ „Nein und ich möchte es ihm auch nicht sagen.“ Julia fragt: „Warum denn nicht?“ und jetzt bricht Rike in Tränen aus.

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„Also Jan Kamp hat uns aus der Zentrale in Neustadt einige Informationen . Wir wissen inzwischen das er in großem Stil Anlagevermögen veruntreut hat. Die Anleger sind erst spät darauf aufmerksam geworden. Und da war es schon zu spät. Das Geld war weg und Jens Hansen hatte sich abgesetzt. Inzwischen laufen schon fünf Verfahren gegen ihn. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von über 750 ooo €

die er veruntreut hat.“ Kapitän Köster mußte schlucken. „Mein Gott, der hat aber abgesahnt. Und wieso konnte er den Behörden entkommen?“ Corinna zuckte mit den Schultern. „ Nennen wir es Schlamperei oder Bestechung. Er hat wohl rechtzeitig einen Tipp bekommen und hat sich abgesetzt. Und ein Kreuzfahrtschiff zu nehmen war keine schlechte Idee. Passagierlisten der Flüge werde gecheckt aber doch nicht ein Kreuzfahrtschiff.“ Holger gab ihr recht. „OK, wir wissen jetzt das es ist. Was machen wir?“ „Nun , wir werden ihn uns heute Abend beim Dinner ansehen. Und dann müssen wir überlegen was wir tun. Auf jeden Fall darf er nicht von Bord. Und wenn wir Glück haben bekommen wir ja auch noch raus wo er das Geld hat.“ „Einverstanden! Spielen wir also Detektiv.“

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„Ich weiß Erik hätte sich so über ein zweites Kind gefreut, aber der Arzt hat festgestellt ich würde Siamesische Zwillinge bekommen, die nicht lebensfähig sind.“ Julia meinte daraufhin voll Mitgefühl: „Das ist ja furchtbar. Hast du den Abbruch denn schon hinter dir?“ „nein, ich weiß nicht ob ich Erik etwas davon sagen soll?“ Jetzt fragte Lilli im wievielten Monat bist du eigentlich?“ „Im 3., wieso?“ „Na dann wird es aber langsan Zeit für eine Entscheidung.“ „Ja, das sehe ich ja ein und der Arzt sagt das auch, aber ich weiß nicht was ich machen soll. Könnt ihr mir nicht helfen?“

Herr Wagner gab sich ganz Gentleman …

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Corinna hatte ganz bewußt ein Kleid mit tiefem Ausschnitt angezogen auch wenn Holger etwas irritiert geschaut hatte. Aber gesagt hatte er dann doch nichts. Er hatte gemerkt das Corinna ihren Spaß dabei hatte. Also waren sie in den Speisesaal gegangen. Hermann Wagner stand sofort auf und schob Corinna den Stuhl zurecht, dann stellte er sich vor. Nachdem sich auch die beiden vorgestellt hatten entwickelte sich eine zwanglose Unterhaltung. Geschickt begann Corinna das Gespräch auf die Geschäft zu lenken und Wagner stieg sofort darauf ein. Er brüstete sich damit wie gut er doch in Finanzgeschäft sei und das er ihnen Tips geben könnte.

Während des Gesprächs ließ er anklingen das er sich in St.Petersburg mit Geschäftspartnern treffen wollte. Den beiden war sofort klar das er dort bleiben wollte, denn wenn er genug Geld hatte dann würde man ihn von dort nicht ausliefern.

Nach dem Dinner wurde noch getanzt und Herr Wagner ließ es sich nicht nehmen Corinna aufzufordern . Was Holger nun gar nicht gerne sah. Und so holte er sich seine Frau schnell wieder zurück.

Später in der Kabine des Kapitäns erzählten die beiden ihm dann was sie vermuteten.

„Und was können wir nun unternehmen?“

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Julia meinte: Rike was sollen wir dir anderes sagen, wie der Arzt und das ist ja wohl eindeutig.“ „Dasschon, aber was soll ich mit erik machen?“ „Sagihm vielleicht besser nichtd.“ Aber Lilli meinte :“ „Sag es do Erik, der fairness halber.“ „ M4einst du wirklich? Aber auf jedenfall gehe ich dann gehe ich morgen zum Arzt.“

Köster sagte: „Dann ist aber nicht mehr viel Zeit einen Plan zu machen, in 2 Tagen legen wir in st petersburg an.“ Corinna meinte daraufhin: „Es gibt da zwei Möglichkeiten.“ Holger und Kapitän Köster sahen sie fragend an.

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Corinna grinste verschmitzt zu den beiden Männern hinüber. „Also eine legale Möglichkeit und eine die nicht ganz legal ist aber bei der wir vielleicht auch noch das Geld zurück bekommen können.“ Holger sah sie an. “Und was soll das sein?“ „Nun die Legale Möglichkeit wäre ihr sofort festzunehmen und ihn dann hier an Bord festzuhalten bis wir wieder in Deutschen Hoheitsgewässern sind. Dort können wir ihn dann den Behörden übergeben.“ Holger nickte, das hätte er auch vorgeschlagen . „Und die andere Variante? Die nicht so legale?“ „Nun ich habe ein paar Freunde in Rußland. Die könnten uns vielleicht helfen ihn zu beschatten und heraus zu finden wo er das Geld gebunkert hat. Allerdings müßten sie ihn dann wieder auf das Schiff bringen den freiwillig wird er wohl nicht wieder an Bord gehen und mit nach Deutschland zurück fahren. Aber so gäbe es vielleicht die Chance den Geschädigten ihr Geld zurück zu bringen.“ Holger lachte. „Illegal aber genial!“ Kapitän Köster nickte. „Mir würde die zweite Variante auch besser gefallen. Aber es ist schon riskant.“ Holger und Corinna sahen sich an, sicher es war nicht ganz ohne aber sie waren bereit das zu riskieren. „Na gut, dann würde ich vorschlagen du setzt dich mit deinen Freunden in Verbindung.“