Historisches Fanpage-Archiv

Ein neuer Tag

Kapitel 1

Alle sind wieder heil in Neustadt angekommen.

Es gab zwar noch einige Probleme, aber das Leben geht weiter. Das ist sogar noch ein Grund mehr den Tag mit einem guten Essen in Klüvers Brauhaus und einigen Gesprächen zu beenden. Nur Herr Gruber konnte den Abend nicht so recht genießen, denn er hatte die Rede vom General noch zu genau im Ohr. Bedrückt saß er zwischen den anderen, die sich angeregt unterhielten. Auch die Mannschaft von Kapitän Sanders war dabei.

Holger Ehlers, der neben Corinna saß, gab Norge ein Zeichen, doch mal mit seinem Onkel zu reden. Und Norge nickte, er hatte verstanden. „Sag mal Onkel Hermann, wie sieht das bei dir eigentlich mit Urlaub aus? Jetzt wo alles wieder läuft, könntest du doch ein paar Tage Urlaub machen.“ Gruber sah seinen Neffen an. „Meinst du ich kann jetzt weg? Nachdem was ich mit von General anhören musste?“ „Ach sicher, es wird alles nicht so heiß gegessen wie gekocht, sagt man doch immer.“ „Na vielleicht hast du ja recht. Ich werde es mir überlegen.“

Dann warnte er sich an Corinna v. Hardenberg. „Sie blieben jetzt also in Neustadt. Haben sie sich schon nach einer Wohnung umgesehen?“ Corinna sah ihn an. „Bis jetzt bin ich noch nicht dazu gekommen. Aber das werde ich wohl tun müssen.“ Sie sah Holger an. Und der meinte:“Warum denn eine Wohnung suchen, mein Haus ist doch wohl groß genug. – Leute schmeckt euch das Essen eigentlich nicht, oder liegen euch noch die Araber im Magen?“

„Ehlers kann ich sie mal unter 4 Augen sprechen?“ „Ja natürlich Herr Gruber was ist denn?“ „Was würden sie denn sagen, wenn ich tatsächlich einige Tage wegfahre? Würden sie mich dann vertreten?“ „Natürlich, wie immer, tun sie das ruhig, Dann entspannt sich sicher auch alles hier.“ Jetzt wird er doch etwas lauter: „Was soll das heißen? Halten sie mich jetzt auch für unfähig?“ Dabei guckt er sich ängstlich um: „Nein Herr Gruber. Sie reagieren nur wie einer der Urlaubsreif ist. Spannen sie mal so richtig aus.“ „Was halten sie von einer Woche ab Morgen.“ „Ja gut kein Problem. – Aber ich glaube jetzt kehren wir erst mal zu den anderen zurück…“ „Ja, das wird wohl das Beste sein.“

Als Ehlers wieder neben Corinna saß, flüsterte er ihr zu: „So habe ich Gruber wirklich noch nie erlebt. Die Geschichte muss ihn wirklich ziemlich fertig gemacht haben.“ „Er war aber auch ziemlich kopflos.“ entgegnete sie, „Sander und seine Leute in dieser Schrottkiste losfahren zu lassen, das hätte böse ins Auge gehen können!“ Und nach einer Weile fügte sie hinzu: „Wäre es ja auch fast.“

Sander, der auch mit dabei war und zufällig angehört hatte, was sie beredeten meinte lachend: „Wozu verschwendet ihr diesen schönen Abend daran? Es ist doch nichts passiert!“

„Ja“, sagte Ehlers, „jetzt haben sie gut Lachen, das hat sich da am Funk aber ganz anders angehört!“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite, denn Sander hatte sich da wirklich ein wenig ängstlich angehört.

Corinna und Holger gingen zusammen zu seinem Haus zurück, als sich die Gesellschaft am späten Abend aufgelöst hatte. „Sag mal das war dein Ernst dass ich bei dir wohnen soll,

„Ich hatte gehofft, dass du ja sagen würdest.“ „Na Gott sei Dank.“ Beide lachten und gingen Arm in Arm weiter.

In der nächsten Woche musste Holger also Gruber in der Zentrale vertreten. Er war nicht gerade das, was er sehr gerne tat. Er war lieber an Bord. Aber es musste sein. Und so hatte er auch etwas mehr Zeit für Corinna. Und das war ein Lichtblick.

Da Sanders Boot ja noch defekt war, übernahm er die Albatros. Und da seine Mannschaft ja auch stark angeschlagen war, fuhr er mit der Mannschaft von Ehlers. Was ihm jedes Mal ein besonderes Vergnügen war, weil diese Mannschaft erstklassig aufeinander eingespielt war.

Nachdem die Albatros schon einige Stunden auf Streife war rief Ehlers an: „Sander wir haben eine Anonymen Hinweis bekommen, dass wieder eine Schlepperbande ihr Unwesen auf der Ostsee treibt.“ „Und was sollen wir dabei tun?“ „Auf allen Schiffen, die von Schweden reinkommen eine Einreisekontrolle durchführen.“ „Auch die Yachten?“ „Wenn ich sage alle, dann meine ich das auch so und wenn es Notwendig wird auch eine Durchsuchung. Aber seien sie dabei vorsichtig.“

„Frau Deisenroth, was zeigt der Radar in der Richtung?“ „Wir haben da mehrere Objekte, aber alle noch ziemlich weit entfernt. Außerdem scheinen sie im Verband zu fahren.“

Sander beugte sich jetzt selber über das Radar und betrachtete sie Objekte die sich da von der Schwedischen Seegrenze her näherten.

„Sieht wirklich etwas komisch aus. Es könnte ein Frachter sein und zwei Begleitboote. Das sieht nicht normal aus, Frau Deisenroth. Wir nehmen Kurs auf den Verband. Herr Unterbaur, halbe Kraft voraus. Frau Johannson, machen sie ein Kommando bereit für die Einreisekontrolle.“ Alex Johannson sah Sander fragend an. „Waffen?“ Sander überlegte einen Moment und dachte an das was Ehlers gesagt hatte. Dann nickte er. „Ja sicher ist sicher Frau Johannson. Seien sie vorsichtig. Wir wissen nicht mit wem wir es zu tun haben.“ „OK, wird gemacht Kapitän.“

Während die Albatros auf den Verband zufuhr machte Alex Johannson das Beiboot klar um ausgesetzt zu werden und gab an die Besatzung die zur Kontrolle mit sollte Waffen aus.

Sander meldete sich über Funk bei der Zentrale und teilte mit das sie den Verband kontrollieren würden. Ehlers war selber am Funk. „Seien sie vorsichtig, das hört sich nicht gut an.“

Sie hatten sich den Schiffen inzwischen soweit genähert das sie von ihnen gesehen wurden und da leitete der Verband eine Wende um 180 Grad ein, aber die Albatros war

und machte am Frachter fest. Kapitän Sander und seine Leute gingen an Bord zur Einreisekontrolle. Soweit waren die Papiere in Ordnung. Weil aber keiner der ein gutes Gewissen hat, eine Flucht antritt, sahen sich die Leute an Bord um.

Sie fanden keine Waffen und auch keine Flüchtlinge. Sander meldete dies sofort an Ehlers, dieser meinte: „Wenigstens nicht wieder so arme Schweine, die wir dann doch wieder nur zurückschicken müssen.“ In diesem Moment kam Krüger und sagte: Kapitän das müssen sie sich mal anschauen, was Alex und ich da gefunden haben.“ „Ja gut, wo denn?“ „Unten in den Frachträumen. Es stinkt wie in einem Tierstall.“ „Kapitän, ich habe schon mal vorsichtig nachgeschaut. Es ist doch so schlimm.“ „Frau Johannson, was haben sie denn entdeckt?“

Sander folgte Krüger unter Deck zu dem Frachtraum. Der Anblick der sich ihm dort bot war unglaublich. Zwei Dutzend asiatische Kinder lagen und hockten dort zusammengepfercht auf dem Boden des vollkommen verschmutzten Frachtraums. Ängstlich blickten sie die Leute der Küstenwache an.

„Mein Gott, das gibt es ja nicht. Das ist ja unglaublich.“ Er war fassungslos. Die Kinder mussten schon Tage oder vielleicht Wochen unterwegs sein so herunter gekommen waren sie. Einige konnten nur noch apathisch am Boden liegen. Offenbar hatten sie auch nichts Richtiges zu essen bekommen und kein ausreichendes Trinkwasser. Von sanitären Einrichtungen ganz zu schweigen.

„Frau Johannson, Kapitän und Mannschaft sind fest zu nehmen. Wir bringen den Frachter nach Neustadt. Dort muss sich das Jugendamt um die Kinder kümmern. So eine Sauerei, “ meinte er.

Und so wurde es dann auch gemacht. Aber zunächst wurden die Kinder auf die Albatros geschafft, wo sich Norge und Johannson um sie kümmerten. „Das hasse ich an diesen Job“, meinte Norge als sie unter Deck waren, „die armen Kinder werden unter Garantie wieder zurückgeschickt.“ Dann wollte er nach oben gehen, wo er noch einige wichtige Geräte liegen hatte, aber er bekam die Tür nicht auf. „Alex, hilfst du mir mal?“ Sie versuchten es zu zweit, aber die Tür ging nicht auf. Währenddessen hatte eines der Kinder, ein Junge, der vermutlich deutsch konnte, etwas zu den anderen gesagt, jedenfalls wurden sie sehr unruhig. Deshalb ließen die beiden mit ihren Bemühungen von der Tür ab und versuchten die Kinder zu beunruhigen…

Dann hörten sie durch die Tür undeutliche Worte: Wollt ihr wieder zurück in die Wohnungen wo ihr her kommt?“ Einstimmige deutliche Antwort: „Nein auf keinen Fall.“ „Dann müssen wir dieses Schiff hindern an Land zu kommen, sonst werden wir doch nur abgeschoben. Glaubt mir, es ist so. Ich habe das schon einmal Erlebt.“

Norge verzog sich ans andere Ende der Kammer, damit ihn die Kinder nicht hören konnten und funkte Sander an:

„Kapitän, sie werden es nicht glauben, aber diese Kinder haben so was wie eine Meuterei vor. Frau Johannson und ich sind schon eingesperrt. Passen sie auf ich weiß nicht was die vorhaben.“

Und ehe Sander antworten konnte, wurden die Motoren gedrosselt. Norge schaute Alex erstaunt an: „Kannst du dir einen Reim darauf machen, Alex?“ „Nein, wir müssen wohl abwarten was jetzt passiert.“

Zwei von den größeren Kindern hatten sich hinaus geschlichen und waren in den Maschinenraum eingedrungen. Unterbaur hatte sie nicht mal gesehen als er von hinten einen Schlag auf den Kopf bekam. Er war sofort bewusstlos. Und als er wieder wach wurde fand er sich gefesselt in der Ecke des Maschinenraums wieder.

„Was zum Teufel ist das los, Maschinenraum, Unterbaur was ist bei ihnen los wieso drosseln sie die Maschinen.“ Sander bekam keine Antwort. „Frau Deisenroth, gehen sie runter und sehen sie nach was los ist.“ „Ok, Kapitän.“

Während Jana nach unten ging in den Maschinenraum hatten zwei weitere Besatzungsmitglieder Norge und Alex aus dem Saniraum befreit. Doch damit war längst nicht alles erledigt….

Bevor Jana den Maschinenraum betreten konnte wurde ihr ein Bein gestellt und die ganze Bande war über ihr und fesselte sie. Als sie endlich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, fragte sie die Kinder: „Was wollt ihr eigentlich?“ Darauf antwortete ein Dreikäsehoch: „Ono hat uns gesagt, sie würden uns zurückschicken, und dass wollen wir nicht.“ „Ja, das kann ich verstehen, aber was habt ihr den jetzt vor?“ Jetzt mischte ich Ono ein, der Schätzungsweise schon 14 Jahre war: „Wir wollen, dass ihr uns in ein anderes Land bringt.“ „Ono dass hat wenig Zweck. Denn in allen Ländern, die wir erreichen können gibt es die gleichen Gesetze. Aber bei uns gibt es eine Organisation, die euch vielleicht helfen kann. Also lasst mich doch wieder Frei, Damit wir möglichst schnell dort sind.“ Aber Ono meinte: „Und das sollen wir ihnen glauben, sie sind doch auch nur eine von denen.“ „Da hast du vollkommen Recht, aber der Kapitän und ich könnten ein gutes Wort für euch einlegen. Und jetzt überlegt euch was ihr machen wollt“ „Augenblick, wir müssen uns erst beraten.“

Und während sie sich noch berieten, spürte Jana auf einmal eine Hand auf ihrer Schulter. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf. Ein Mädchen stand hinter ihr, vielleicht 11 Jahre alt, sah sie mit großen Augen an und fragte: „Müssen wir wirklich nicht…“ Sie überlegte kurz. „Rück?“, fragte sie dann. Jana sah sie an. „Versprechen kann ich nichts, aber wir werden unser Bestes geben.“ Und weil das Mädchen sie offenbar nicht richtig verstand, fügte sie noch hinzu: „Dass ihr nicht zurück müsst.“ Da holte das Mädchen ein Messer aus den Resten ihrer Jacke und zerschnitt die Fesseln. Jana sah, dass sie an beiden Armen rote Narben hatte. Doch da…

Kapitel 2

… fuhr Ono auch schon zornig rum und fuhr das Mädchen in einer unbekannten Sprache an. Doch Jana nütze ihre Chance und schlich sich auf die Brücke.

Natürlich hielt sie ihr Wort und sprach mit Sander. Dieser funkte Ehlers in der Zentrale an und berichtete ihm von den Vorgängen an Bord und Ehlers meinte: „Ich werde mal gleich mit der örtlichen Kinderhilfe sprechen, hoffentlich können die wirklich was tun.“

In diesem Augenblick kam Ono auf die Brücke gestürmt und schrie: „Du blöde Kuh, hast Naja doch nur angelogen. Sonst wärst du ja nicht abgehauen.“ Nachdem Wolfgang ihn gebändigt hatte, Sagte Sander: „Ono wir haben schon alles eingeleitet, Frau Deisenroth hat auch Naja nichts versprochen, was sie nicht halten kann. Jetzt müssen wir abwarten.“

„Ich will aber nicht mehr warten!“, rief Ono wütend aus. „Warten, warten und noch mal warten! Ich weiß doch, was das heißt! Am Ende müssen wir doch wieder zurück! Aber nicht mit uns! Naja und einige andere müssen bei sich zuhause arbeiten, bis sie umkippen! Da gehen wir nicht mehr zurück!“ Er schlug die Hände vor sein Gesicht. Sander trat auf ihn zu und kniete sich neben ihn hin. „Vertrau uns.“, meinte er leise. „Wir finden bestimmt eine Lösung!“ Doch als hätte er ihn damit in die Hölle verbannt, zog Ono auf einmal etwas aus einer Tasche und hielt es ihm unter die Nase…

… das Abschiebungsschreiben und ein Messer, und dazu sagte er: „Ehe ich noch mal in diese Hölle zurückgehe, will ich lieber sterben.“ „Ach Ono sag doch so etwas nicht. Du hast doch noch dein ganzes Leben vor dir.“ Und jetzt sagte auch Jana: Wir, bei der Küstenwache habe zwar unsere Vorschriften, sind aber auch keine Unmenschen. Auch wir sind Menschen aus Fleisch und Blut und haben ein Herz, was Freud und Leid empfindet. Genauso wie deins.“ Daraufhin brach Ono zusammen und bettelte: „Helft mir und den anderen bitte.“ „Noch eine Frage“, sagte Jana: „Ist Naja deine Schwester?“ Und ganz leise kam ein verschüchtertes Ja.

Und kurz darauf kam Janas Frage „Und du willst, dass es ihr gut geht?“

Ono überlegte sehr lange, ob er Jana wirklich auf diese Frage antworten sollte, aber dann entschloss er sich doch ihr zu antworten.

„Natürlich möchte ich das! Aber vor allem möchte ich, dass sie nicht wieder in unsere Heimat zurück muss, sie hat dort schreckliches erlebt. Ich habe zwar auch Sachen erlebt, die schlimm waren, aber das was Naja durch gemacht hat ist viel schlimmer.“

Jetzt meldete sich Ehlers am Funk: „Sander, ich habe mit der Kinderhilfe gesprochen. Sie haben nicht viel Hoffnung, aber sie werden ihr bestes versuchen.“ „Was sollen wir jetzt mit den Kindern machen?“ „Kommen sie erst mal nach Neustadt. Dort wird im Hafen jemand von der Kinderhilfe warten.“ „Heißt dass die Kinder kommen in ein Heim?“ „Erstmal ja, wird bei der Vielzahl wohl auch nicht anders gehen. Aber … Treffen wir uns nachher bei Kalle?“ „Ja können wir machen.“

Und so brachte die Albatros die verschüchterten Kinder erst mal nach Neustadt. Dort wurden sie von einem Mitarbeiter der Kinderhilfe übernommen. Nachdem ihnen Jana und Sanders noch mal versichert hatten dass man sich bemühen würde, gingen sie auch widerstandslos mit.

Am Abend trafen sie sich dann mit den anderen in Kalles Kneipe. Corinna war auch dabei und dabei stellte sich heraus, dass sie eine Freundin hatte, bei einem privaten Verein, der sich um solche Kinder kümmerte. „Ich werde sie anrufen, mal sehn was sie tun kann.“ Holger war ihr dankbar. „Das wäre gut wenn wir was für die Kinder tun könnten. Ich will mir gar nicht vorstellen was die Kinder durchgemacht haben.“ Alle waren seiner Meinung.

Und dann meinte Kalle: „Aber es gibt auch noch andere Themen zu besprechen.“ Der noch etwas mitgenommene Wolfgang fragte: „Welche Katastrophe gibt es denn jetzt noch?“ Kalle steckt ihm eine Zigarre in den Mund: „Es gibt nicht nur schlechtes auf dieser Welt. Ich glaube Gruber hat eine Freundin.“ Das war doch was für Norge: „Woher willst du das schon wissen? Onkel Herrmann und eine Freundin, das glaubst du doch nicht.“

„Kai ich weiß doch was ich gesehen habe. Jedenfalls hatte er sich gestern Abend sehr intensiv mit einer Dame in seinem Alter beschäftigt.“ Daraufhin wurde erst mal alles ruhig.

Corinna meinte dann: „Ich weiß gar nicht was ihr alle habt, so schlimm ist Gruber doch nicht. Und ich kann mir denken wenn er tatsächlich eine Freundin hat kann das doch nur Positiv sein. Für ihn und für die anderen. So was verändert doch…“ Dabei grinste sie Holger von der Seite an. „Wolltest du damit was Bestimmtes sagen?“ Scherzte er zurück und nahm sie in seinen Arm. „Ach nein, ich meine nur. Wir wollen ihm doch auch was gönnen. Oder willst du alleine glücklich sein? – Bist du glücklich?“ Holger lachte. „Wenn ich jetzt nein sage, was machst du dann?“ Sie drohte ihm scherzhaft mit dem Finger. „Untersteh dich so etwas zu sagen.“ Alle anwesenden lachten mit ihnen. „Ich weiß ja nicht was ihr vorhabt, aber Holger und ich gehen jetzt nach Hause. Dort werde ich noch meine Freundin anrufen und dann ist Schluss für heute.“

„Sander was haben sie eigentlich mit dem Jungen gemacht, der etwas quer schießen wollte?“ „Ehlers, das waren übrigens Bruder und Schwester. Soviel ich weiß, sind die beiden auch erst Mal ins Heim gekommen.“ Da meinte Kalle: „Na ob das gut geht.“ Da fragte Corinna: „Was schlägst du denn vor, du hast doch bestimmt schon wieder eine Idee.“ „Hmmm – Ich könnte hier Hilfe gebrauchen und dann wäre ich auch nicht mehr so alleine. Schickt die beiden doch einfach her.“

In diesem Moment ging die Tür auf und …

Während die anderen sich unterhielten, dachte Norge, jedoch über das nach, was Kalle gerade gesagt hatte. Sein Onkel Hermann sollte ne Freundin haben, aber warum wusste er dann nichts davon, bis dahin dachte er immer er und Onkel Hermann hätte ein gutes Verhältnis!

Er stand ruckartig auf und verabschiedete sich von den anderen mit den Worten. „Ich muss noch was erledigen. Tschüß.“ Und noch bevor die anderen sich verabschieden konnten, war er schon Tür raus.

Ono und Naja standen mit einigen von den anderen Kindern in der Tür. Ono sagte: „Ihr habt doch versprochen, dass wir nicht wieder zurück müssen! Die aus dem Heim meinten aber zu uns wir müssen höchst wahrscheinlich zurück, weil das Heim zu voll ist. Also habt ihr doch gelogen!“

„Nein Ono. Ich habe nicht gelogen. Denn dass das Heim so voll ist hätte ja keiner ahnen können, “ meinte Jana. Als alle noch überlegten was sie jetzt mit den Kindern machen sollten fragte auf einmal eines der Kinder schüchtern:“ Können wir nicht bei euch bleiben?“ Es war Naja. Darauf meinte Kalle…..

„Was würdet ihr den davon halten wenn ihr erstmal bei mir beleiben würdet? Könntet ihr euch das vorstellen?“ Die beiden sahen Kalle an, dann sahen sie sich an. Ono war es dann der fragte: „Meinst du das ernst, oder willst du uns auch nur wieder vertrösten?“

Kalle kam hinter der Theke vor und beugte sich zu den Kindern hinunter. „Ich meine das ernst. Ich will versuchen euch zu helfen dass ihr hier bleiben könnt. Aber ich kann es euch auch nicht garantieren. Versuchen werde ich es. Und ich denke meine Freunde hier werden mir dabei helfen.“ Er sah Holger Ehlers und Corinna an. Und die beiden nickten ihm zu.

Onos Schwester sah Corinna an und fragte. „Bist du die Frau von ihm?“ und deutete dabei auch Ehlers. Holger lächelte und nickte. „Ja sie ist meine Frau. Und wir werden auch versuchen euch zu helfen. Aber dann dürft ihr auch nicht mehr weglaufen. Vertraut uns, wir tun was wir können.“

Ono sah ihm in die Augen. „Ok. Wir vertrauen euch.“

Damit die Kinder keinen Ärger bekamen oder von der Polizei gesucht wurden riefen sie gleich beim Jugendamt an und gaben Bescheid wo sie waren. Man kam mit den Leuten vom Jugendamt überein dass die Kinder erstmal bei Kalle bleiben konnten. Morgen sollte dann jemand kommen um alles zu besprechen. „Vielleicht finden wir ja für die Kinder hier Pflegefamilien. Das ist doch immer besser als ein Heim.“ meinte Corinna.

Nachdem das geregelt war fuhren die beiden dann endlich nach Hause. Holger war sehr ruhig auf der Fahrt. Corinna ahnte worüber er nachdachte und tatsächlich als sie zu Hause waren, sagte Holger: „Was hältst du eigentlich davon, wenn wir wirklich heiraten? Jetzt wo du hier in Neustadt bist.“ „Holger meinst du nicht wir sollten uns vorher noch besser kennen lernen?“ „Corinna, was möchtest du denn von mir wissen? Soll ich dir meine Kinderkrankheiten aufzählen?“ „Nein Holger das meine ich nicht.“ „Sondern?“ „Wie wir im Alltag zusammenpassen. Lass uns doch noch abwarten, was läuft uns denn weg.“ Holger war anzusehen, dass er davon nicht gerade begeistert war, aber er sagte: „Na gut, du hast recht, dann warten wir eben noch eine Weile, aber nicht zu lange.“

Unterdessen, war Norge zu Gruber gefahren, um mit ihm zu sprechen! Als er aber klingelte, wurde ihm die Tür von einer ihm unbekannten Dame geöffnet. „Sie wollen sicher zu Hermann.“ „Ja, ich möchte zu meinem Onkel.“ „Ja, tut mir leid Hermann ist zurzeit nicht da, aber vielleicht, kann ich ihm ja was ausrichten.“ „Nein, danke, das ist nicht nötig.“

Enttäuscht wandte sich Norge zum Gehen.

Auf dem Weg nach Hause dachte Norge über das, was er gerade erlebt hatte nach. Und führte dabei Selbstgespräche „Warum hat er mir denn nichts gesagt, vertraut er mir denn nicht mehr.“ Niemand vertraut mir zurzeit von denen, die mir wichtig sind erst Lili jetzt Onkel Hermann.“ Durch seine Gedanken war er einen Moment abgelenkt und konnte gerade noch rechtzeitig einem LKW ausweichen, aber er lenkte dabei seinen Wagen in den Straßengraben…

Inzwischen wurde Norge schon vermisst, da die Albatros zu nächsten Streife auslaufen sollte. Auch Ehlers wusste nichts Neues: „Aber zuletzt hatte er erfahren, das Gruber eine Freundin hat. Vielleicht ist er dort und hat die Zeit vergessen. Ich rufe da mal an.“

Als er bei Gruber anrief meldete sich eine Frau am Telefon: „Tut mir Leid, aber Herrmann ist nicht zu Hause.“ „Dann ist sein Neffe sicher auch nicht da.“ „Meinen sie so einen schüchternen jungen Mann, der fragte allerdings nach seinem Onkel.“ „Und wo ist er jetzt?“ „Weiß ich nicht, er ist dann gleich wieder weggefahren.“ „Danke für die Auskunft und einen schönen Tag noch.“

Währenddessen kam Gruber nach Hause und wunderte sich über den Wagen im Straßengraben, der ihm so bekannt vorkam. Er stieg aus und stellte fest, dass Kai eine gehörige Beule hatte. Sonst war ihm anscheinend nichts passiert, aber warum wachte er nicht auf?

Kapitel 3

Gruber verständigte sofort den Rettungsdienst und die Polizei, er blieb bei Kai bis die Sanitäter eintrafen. Sie untersuchten Norge gründlich, konnten jedoch so nichts feststellen außer der Kopfverletzung. „Wir bringen ihn ins Klinikum da kann man ihn genauer untersuchen.“ „Gut ich fahre hinter ihnen her, das ist mein Neffe und ich will wissen, was ihm fehlt.“

Noch von unterwegs rief er in der Zentrale an. „Ehlers, ich habe gerade Norge gefunden, er hatte einen Unfall. Ich fahre mit ins Klinikum. Sie müssen wohl für die Albatros einen Ersatz beschaffen.“ „Gut, wissen sie wie es Norge geht?“ Gruber gab ihm einen kurzen Bericht. „Wieso hat der Unfallgegner den Unfall nicht gemeldet?“ „Ich weiß es nicht Ehlers, ich melde mich bei ihnen wenn ich was Genaueres weiß.“ „OK, alles Gute für Norge.“

„Herr Gruber! – Mein Name ist Dr. Jensen, ich behandle Herrn Norge. Ich habe gehört sie haben ihn eingeliefert, können sie mir was über den Unfall sagen?“ „Tut mir Leid ich kam auch erst nach dem Unfall dazu. Wird mein Neffe es überleben?“ „Ja ich nehme an, er ist zwar noch ohne Bewusstsein, aber stabil und ich glaube bis er aufwacht, ist nur eine Frage der Zeit. Gehen sie doch ruhig nach Hause, wir rufen sie an wenn sich was ändert.

Ausgerechnet jetzt muss sein Handy klingeln: „Ja Mechthild, was ist?“ „Ich wollte nur Fragen, wann du nach Hause kommst?“ „Ich mache mich jetzt auf den Weg. Stell dir mal vor mein Neffe hatte einen Autounfall.“ „Du meinst doch nicht diesen Norge?“ „Doch, – wieso war er da?“ „Ja, du warst noch nicht lange weg, aber als ich sagte du bist unterwegs, ist er gleich wieder gefahren.“ „Danke, ich spreche nur noch mit dem Arzt dann komme ich.“

„Dr. Jensen, ich habe gerade erfahren, der Unfall muss so vor 1 Stunde passiert sein. Ob da allerdings ein zweiter Wagen beteiligt war, weiß ich nicht.“ „Wieso der Wagen sah relativ heil aus.“ Danke, aber das ändert im Augenblick nicht viel.“ Gut, dann fahre ich erst mal.“

Da klingelte Grubers Handy. „Herr Gruber? Hier ist Sander. Wie geht es Norge?“ „Den Umständen entsprechend.“ „Das heißt?“ „Er ist noch immer bewusstlos, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis er aufwacht.“ Gruber war leicht genervt. Doch Sander bohrte weiter: „Heißt das wir brauchen eine Vertretung? Herr Gruber, wir sollen gleich raus!“ Da wurde es Gruber zu viel. „Fragen sie doch Ehlers!“, polterte er los. „Falls sie es vergessen haben sollten, Sander, ich bin im Urlaub!“ Und damit legte er auf, und am anderen Ende der Leitung starrte Sander verblüfft auf den Apparat.

Dafür sagte Frau Deisenroth: „Kapitän der Saniersatz ist gerade gekommen.“ „Wie ist er denn?“ „Ach ich weiß nicht seine Haltung ist ziemlich steif, als ob er was Besseres wäre. Er ist groß, schlank und blond. Aber mein Typ ist er nicht.“ „Frau Deisenroth, er soll ihnen ja auch nicht gefallen, wir sind ja zum Arbeiten hier und nicht zum Turteln.“

„Verzeihen sie ich wollte nicht lauschen.“ Verlegen hält er uns das Kaffeetablett hin. „Aber sprechen sie über mich?“ „Nur ganz im allgemeinen.“ „Gestatten Polizeimeister Kalle Friesen“, wobei er stramm stand.

Unterbaur der gerade auf die Brücke gekommen war, musste gerade an eine ehemalige Bootsfrau denken, so fragte er: „Sind sie etwa Rita Friesens Sohn?“ „Ja sie kennen meine Mutter?“ „Ja sogar sehr gut. Sie war die erste Bootsfrau auf der Albatros.“

„Schon gut Unterbaur sie können sich später unterhalten, aber was sagt die Maschine?“ „Alles OK Kapitän, wir können auf große Fahrt gehen.“ Unterbaur stand immer noch auf der Brücke, offensichtlich dachte er nach. Und als der junge Sanitäter wieder hinunter ging folgte er ihm.

„Sagen sie, ihre Mutter hatte sich doch für Flüchtlinge eingesetzt. Macht sie das noch immer?“ Der Junge Mann sah ihn an und nickte. „Ja sicher, sie ist ehrenamtlich dort tätig. Warum?“ „Ach ich dachte nur so, sie könnte uns helfen.“

Dann erzählte er ihm von den Kindern. „Da wird meine Mutter sicher gerne helfen wenn sie kann. Ich werde sie nachher mal anrufen.“ „Das wäre schön, sie kann sich bei Kalle Schneidewind im „Störtebecker“ melden.“ „Werde ich ihr sagen. – Was ist eigentlich mit Kai?“ „Na genaues weiß ich auch noch nicht, aber er hatte einen Unfall.“

Unterdessen unterhielten sich Jana Deisenroth und Alex Johannson darüber, dass Kai einen Unfall hatte. „Ich glaube er war durch irgendwas abgelenkt, oder was denkst du Jana?“ „Du Alex ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass es unnormal ist, dass er immer noch nicht bei Bewusstsein ist.“ „Er wird schon wieder werden, und wenn er erst wach ist, kann er uns bestimmt sagen, wie es zu dem Unfall kam.“ „Ich hoffe es!“

Plötzlich wurde Jana schlecht, und sie rannte in Richtung der Toilette, wobei sie Norges Vertretung fast umgeschmissen hätte.So hatte Friesen gleich seinen ersten Patienten.

„Kapitän, ich glaube Frau Deisenroth hat sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen.“ „Ist es denn Lebensgefährlich? Ich meine noch sind wir nicht soweit von Neustadt entfernt.“ „Nein, ich glaube ihr wird noch einige Zeit schlecht sein, aber dann wird sie schon wieder.“

Da meldete sich Ehlers: „Sander, ich habe eine gute Nachricht. Norge ist aufgewacht, ich gehe gleich mal ins Krankenhaus. Vielleicht erfahre ich ja wie der Unfall passiert ist.“ „Viel Glück und von der ganzen Mannschaft gute Besserung für Norge.“

„Guten Tag Norge, wie geht es ihnen?“ „Ach danke Kapitän, ich habe zwar einen Kopf, wie nach einer durchzechten Nacht.“ „Dann besteht ja Hoffnung, dass sie bald wieder an Bord sind.“ „Ich glaube ja. Aber was haben die Kollegen bis jetzt über den Fahrer des LKW`s erfahren?“ Welchen LKW?“ „Der mich von der Straße gedrängt hat.“ „Nein die Unfallursache war uns bis jetzt unbekannt. Wissen sie zufällig die Nummer.“ „Ja natürlich, die und den Anblick des Fahrers werde ich nie vergessen. Haben sie was zu schreiben? „Natürlich, dann schießen sie mal los.“ „Der Wagen war aus Lübeck – Konrad Emil 523.“ „Danke Norge und sie haben den Fahrer auch noch gesehen?“

„Nur ganz kurz! Und beschreiben kann ich ihn leider auch nicht wirklich.“

„Schon ok Norge.“ In dem Moment unterbricht Norge ihn „Ich weiß nur noch, dass er ein kantiges Gesicht hatte, eine Brille trug und schwarze oder braune Haare hatte.“

Ehlers notiert sich die Information „Mal sehen, vielleicht finde ich ja etwas raus. Und Sie ruhen sich jetzt erstmal aus Norge. Und weiterhin Gute Besserung!“ „Danke Kapitän“

Münz kam mit einem Zettel in Grubers Büro, wo im Augenblick Ehlers saß: „Kapitän ich habe mal eine Halterabfrage gemacht, aber über den Fahrer konnte ich noch nichts erfahren. Was hat es denn mit diesem LKW auf sich?“ Dieser Fahrer hat den Unfall von Norge verursacht. Nehmen sie sich doch Ahlbeck und besuchen sie die Spedition mal. Vielleicht erfahren sie ja was über den Fahrer.“ „Wird gemacht.“

„Ahlbeck gucken sie mal da, was treiben die denn dort? Das sieht zwar aus als ob die was aufladen, aber warum machen die das heimlich?“ „Keine Ahnung. aber ich glaube, wir sollten und das mal näher angucken.“ „Ganz meiner Meinung“

Aber sie kamen nicht mehr dazu sich das näher anzugucken, da der LKW auf einmal weg fuhr

auf schnellstem Wege auf einen Rastplatz. Dort blieb er stehen. Münz parkte seinen Wagen in gemessenem Abstand hinter einigen Büschen: „Was machen die denn da?“ Sie sahen, dass einige schemenhafte Gestalten am LKW herumschraubten, und als sie vorsichtig ausstiegen, hörten sie sogar Wortfetzten eines Streites.

„…viel zu weit getrieben…wenn dich dieser BGS-Beamte erkannt hätte…jetzt…vielleicht einen Zeugen am Hals…“ „Was hätte…denn tun sollen?…Was machen wir denn jetzt mit ihm?“

„…suchen gehen…und dann wie gewohnt…schnell und leise…beste Methode…“

Das war genug. Münz zückte sein Handy, um Ehlers anzurufen. Norge war wahrscheinlich in Lebensgefahr. Doch bevor er dazu kam spürte er auf einmal den Lauf einer Pistole im seinem Rücken. „Na, na“, hörte er eine knurrige Stimme hinter ihm, da Handy wurde ihm aus der Hand geschlagen und er wurde herumgezogen. Zwei Männer standen hinter ihnen, beide bewaffnet. Sie hatten auch Ahlbeck.

„Chef, schau mal, wen wir hier haben! Zwei von der Küstenwache! Sie wollten gerade ihren Kapitän, oder wen auch immer anrufen!“ „Schön, schön. Um ihrem Kollegen zu helfen, was? Tja, ihr zwei. Dafür ist es jetzt leider zu spät! Junior! Zisch ab! Und vergiss nicht, was ich dir gesagt habe: Nur ihn! Keine Zeugen!“ Das letzte, was Münz und Ahlbeck hörten, war das Starten eines Autos. Dann wurde es schwarz um sie…

Währenddessen saßen Julia und Jan Kamp mit ihrer Tochter Jenny bei Kalle in der Kneipe.

„Habt ihr denn noch nicht gehört, dass Norge einen Unfall hatte?“ „Nein!“ „Ist er schwer verletzt?“, fragte Julia erschrocken. „Nein, es geht im so gar schon wieder ganz gut!“

„Und wie kam es zu dem Unfall?“, erkundigte sich Jan. „Weiß ich auch noch nicht so genau, Ehlers meinte was von einem LKW.“ „OK, Kalle!“ Dann werde ich mich jetzt informieren.“

Mit diesen Worten verlässt er die Kneipe.

Corinna hatte sich am Nachmittag auf gemacht um Norge im Krankenhaus zu besuchen. Sie hatten eine ganze Weile miteinander geredet. Dann wollte sie wieder gehen. Auf dem Krankenhausflur begegnete ihr eine Gestalt die sie sofort Aufmerksam werden ließ.

Sie blieb stehen und sah ihm hinterher. Als er dann auf die Tür von Norges Zimmer zuging folgt sie ihm. Norge sah den Mann überrascht an der in sein Zimmer gekommen war. Bevor er was sagen konnte stand der an seinem Bett und hielt ihm eine Waffe vors Gesicht. „Halt die Schnauze. Und jetzt zieh dich an und komm mit.“

Corinna hatte nicht gefackelt. Sie war ihm in das Zimmer gefolgt und als sie die Waffe sah griff sie sofort ein. Sie packte den Mann von hinten, schlug ihm die Waffe aus der Hand und drehte ihm die Arme nach hinten. „Keinen Mucks, sonst tut es sehr weh. Sie sind verhaftet.“ Der Typ war komplett überrumpelt. Norge sah Corinna dankbar an. „Mensch nur gut das sie da waren, Frau Oberst. Was will der Kerl bloß von mir?“ „na das werden wir schon heraus bekommen. Ich werde jetzt erstmal dafür sorgen das sie eine Wache vor die Tür bekommen.“

Sie zog den Kerl aus dem Zimmer und brachte ihn zur Zentrale.

Kapitel 4

Inzwischen waren Münz und Ahlbeck wieder zu sich gekommen, allerdings waren sie verschnürt, wie Pakete. Da sie in zwei Kisten steckten, konnte auch keiner merken, das sie wieder wach waren und jetzt hörten sie Stimmen die immer deutlicher wurden: „Junior, hast du die Ware auch gut verpackt und wann werden die Pakete verschickt?“ „Die gehen heute noch auf dem Seeweg raus.“ „Und das bei dieser stürmischen See?“ Na und wird schon gut gehen.“

Und beide wussten, auch wenn sie nicht miteinander reden konnten, wenn kein Wunder passiert ist das ihr Todesurteil. Jeder zermarterte sich sein Gehirn, warum sie sterben sollten, denn sie hatten ja gar nichts gesehen. Jedenfalls meinten sie das …

Natürlich wurden die beiden inzwischen bereits vermisst. Mehrmals hatte Ehlers versucht sie anzurufen, vergebens. Er machte sich große Sorgen um seine Mitarbeiter. Was war nur passiert? Dann platzte auch noch Corinna herein, mit der Nachricht, sie hätte da jemanden für ein Verhör. Als er dann noch von Janas Lebensmittelvergiftung erfuhr, wäre er fast durchgedreht. „Bin ich froh, dass Gruber bald wieder da ist“, sagte er leise zu sich selbst. Dann fragte er Corinna: „Was hat der denn angestellt?“ „Er hat versucht Norge umzubringen.“

In diesem Moment klopft es und herein kommt Kamp. „Nanu, sind sie jetzt doch wieder bei der Küstenwache?“ „Vorübergehend ja, aber nur im Innendienst, Kapitän.“ „Kamp, dann kommen sie mal gleich mit. Wir müssen jemand verhören.“ „Was hat er denn ausgefressen?“

Dann treten sie ein und Kamp fängt mit dem Verhör an. Als erstes fragt er nach den Personalien, dann kommt er zum Thema: „Warum haben sie Herrn Norge versucht umzubringen?“ „Wer sagt das, ich wollte nur mit ihm reden.“ „Ach ja und dafür brauchen sie eine Waffe. Wenn sie uns Märchen erzählen wollen, müssen sie schon früher aufstehen. Also wer ist ihr Auftraggeber?“

Unterdessen saß Julia immer noch bei Kalle in der Kneipe.

„Wenn ich nur wüsste was Jan schon wieder vorhat, hoffentlich bringt er sich nicht schon wieder in Gefahr. Kalle versuchte Julia zu beruhigen „Er wird schon wissen, was er tut.“

„Ich weiß nicht, ich mach mir trotzdem sorgen um ihn.

Indem Moment ging die Tür auf und eine alte Bekannte nämlich Lili Carlson stand in der Tür…

„Hallo Lilli, Willst du doch zu unserem Verein zurückkommen?“ „Nein Kalle, ich hab nur Urlaub und wollte mal sehen ob hier noch alles beim alten ist?“ „Das siehst du ja. Julia kennst du ja und die anderen sind zum Teil auf See und Ehlers muss Gruber vertreten.“ „Ach so fast hätten wir einen Toten gehabt. Auf Kai Norge wurde ein Mordanschlag verübt.“ „Wo ist er denn?“ „Im Marinelazarett, aber da darfst du im Augenblick gar nicht hin. Aber wenn du noch paar Stunden Zeit hast dann kommen bestimmt alle.“ „Nein danke, dann komme ich lieber später wieder.“

Inzwischen ging in der Zentrale dass Verhör weiter, inzwischen hatte sich auch Ehlers eingemischt, der erst nur zugehört hatte: „Hinter ihnen steckt nicht zufällig eine Spedition?“ Jetzt war Koslowski doch nicht mehr ganz so selbstsicher. Allmählich brach er zusammen. „Kamp, machen sie erst mal alleine weiter, ich erwarte drüben einen wichtigen Anruf.“

Corinna hatte die ganze Sache keine Ruhe gelassen. Nachdem sie erfahren hatte das die beiden Kollegen sich nicht meldeten die bei der Spedition gewesen waren machte sie sich auf den Weg. Und sie hatte Glück, sie fand den Wagen der beiden auf dem Rastplatz. Schnell unterrichtete sie die Zentrale und hörte sich dann auf dem Rastplatz um. Einer der LKW Fahrer erinnerte sich etwas beobachtet zu haben.

„Da waren zwei Typen die zwei andere bei sich hatten – was genau war kann ich nicht sagen, aber auf einmal waren die beiden anderen weg und der LKW fuhr weiter. Ist mir auch nur aufgefallen weil der Wagen noch hier stand.“ Er konnte sich auch an die Aufschrift auf dem LKW erinnern und in welche Richtung er gefahren war.

Corinna ahnte das hier was nicht stimmte – der LKW war in Richtung Travemünde unterwegs. Kurz entschlossen fuhr sie zum Skandinavien Kai nach Travemünde.

Sie legte dem Verlademeister ihren Ausweis und fragte nach dem LKW. Der sah im Computer nach. „Ja, der geht mit der Peter Pan nach Trelleborg.“ „Wann geht die raus?“ „In 20 Minuten.“ Stoppen sie alles, ich muss mir den LKW ansehen. Es kann sein, dass zwei unserer Beamten in dem LKW festgehalten werden.“ Zähneknirschend stimmte er zu.

Währendessen war Ehlers in sein Büro zurückgekommen, wo Sander und fast das gesamte Team der Albatros warteten. „Herr Sander was machen sie denn hier?“ „Ja, Frau Deisenroth geht es nicht so besonders, und da haben wir wieder Neustadt angelaufen, da Herr Friesen ein wenig…überfordert war.“ „Na gut, wo sie schon einmal hier sind, wissen sie etwas von dieser Spedition hier?“ Er zeigte allen das Logo. Kopfschütteln war die Folge. Nur Sander nickte. „Doch, die kenn ich. Da macht meine Nichte ihr Schulpraktikum. Wieso?“ „Sie steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Unfall von Norge, und vielleicht auch mit dem Anschlag.“ „Aber…“, Sander wirkte verwirrt, „Moment mal…“ Er zog sein Handy heraus und wählte eine Nummer. Nach kurzer Zeit legte er auf. „Nichts.“ „Wen haben sie denn versucht zu erreichen?“, fragte Ehlers. „Meine Nichte, aber sie geht nicht ran.“ Sander war ziemlich nervös. „Wie alt ist denn ihre Nichte?“ „15“

In diesem Augenblick ging die Tür auf und ein junges Mädchen im roten Overall stürmte herein. „Thure! Du…“ Dann brach sie in Tränen aus. „Herr Sander, könnte Sie mir mal sagen, was sie über die Spedition wissen“, fragte Ehlers leicht genervt. „Herr Ehlers, Sie sehen doch dass ich jetzt keine Zeit habe.“ „Sobald Sie Zeit haben melden Sie sich aber bitte bei mir.“

„Natürlich Herr Ehlers“ Ehlers verließ genervt den Raum. Draußen fragte er sich, ob wohl Sanders Nichte, etwas mit der Sache zu tun hat…

Im Laderaum der Peter Pan hatte sich Corinna inzwischen an den LKW heran geschlichen. Sie wusste dass sie eigentlich auf Verstärkung hätte warten müssen, aber sie ahnte auch dass sie nicht die Zeit dazu hatte. Wenn sie richtig lag mit ihren Vermutungen, dann waren die beiden Kollegen in Gefahr.

Der LKW stand zwischen den anderen. Corinna vergewisserte sich das die Fahrer nicht in der Nähe waren. Dann schlich sie an den Wagen heran. Die Ladefläche war verplombt. Aber das musste ja nichts heißen. Als sie ihr Ohr an die Bordwand hielt hörte sie leise Geräusche.

Sie brach die Plombe auf und kletterte auf die Ladefläche.

Erst mal sah sie dort nichts, bis sich ihre Augen ans Dunkel gewöhnt hatten. Dann sah sie nur Kisten, wovon ihr 2 allerdings auffielen. Aber ehe sie sich über deren Inhalt Klarheit verschaffen konnte kamen die Fahrer zurück. Zum Glück guckten sie nicht nach der Plombe.

In der Zentrale hatte Sander Monika beruhigt und die beiden erzählten einiges über die Spedition. „Monika arbeitet im Büro in der Abfertigung, aber merkwürdig war doch was sie jetzt berichtete: „Die beiden Brüder haben durchschnittlich einmal pro Woche eine Ladung selbst abgefertigt. Als ich dann auch noch merkte das es immer derselbe Empfänger war, begann ich fragen zu stellen. – Auf einmal holte der jüngere mich in sein Büro. Das war schon ungewöhnlich.“ Kamp der gerade dazu kam fragte: „Wieso?“ „“Weil gerade sein Büro als heilig galt, nicht mal die Putzfrau durfte dort rein nur er und sein Bruder.“

Corinna hatte sich im Laderaum versteckt und wartet nun ab. Sie hörte die Stimmen der beiden Fahrer, was sie sagten konnte sie nicht verstehen, nur Bruchstücke. Es schien so als hätten sie schon mitbekommen dass sich die Abfahrt verzögerte. Und das schien ihnen gar nicht zu gefallen.

Nach einer Weile entfernten sich die Stimmen wieder und Corinna konnte es wagen sich weiter um zu sehen. Und sie nahm die beiden Kisten unter die Lupe. Prompt klopfte es aus den Kisten. Sie sah sich nach Werkzeug um, entdeckte ein Stemmeisen und öffnete die Kisten. Darin fand sie die beiden verschnürten Kollegen. Schnell befreite sie, sie.

„Oh man, gut das sie uns gefunden haben, die wollten uns wohl umbringen.“ „Ok, kommen sie erstmal raus hier. Wir verlassen den Laderaum.“ Nachdem sie raus waren rief sie den Lademeister an und sagte ihm, dass die Peter Pan nicht auslaufen dürfte. Dann setzte sie sich mit den Kollegen der Landespolizei in Verbindung, damit die sich den LKW genauer ansehen konnten. „Und jetzt holen wir uns die beiden Typen.“

Von dieser ganzen Aktion hatte Holger Ehlers noch nichts mitbekommen. Erst der Anruf der Landespolizei klärte ihn auf. „Mein Gott musste Corinna das mal wieder allein durchziehen?“

Unterdessen hatte Julia schon mindestens zehn Mal versucht Jan zu erreichen, da sie ihn aber nicht erreichte, wurde sie immer nervöser. „Sein Handy ist immer noch aus.“ „Julia, jetzt reg dich nicht auf, er wird sich schon melden.“ „Und wenn ihm was passiert ist?“ „Dann werden wir das auch erfahren, aber ich glaube auch nicht, dass ihm was passiert ist.“ „Kalle, kannst du für ne Stunde auf Jenny aufpassen?“ „Was hast du vor Julia?“ „Kannst du, oder kannst du nicht?“ „Ja, wenn’s sein muss!!!“ „Danke“ Und schon war sie zur Tür raus und machte sich auf den Weg zur Einsatzzentrale. Auf halber Strecke wurde ihr aber schwarz vor Augen, und sie wurde ohnmächtig.

Inzwischen hatten sich Rita Friesen und die Freundin von Corinna bei Kalle in der Kneipe getroffen. Nachdem sie einige Zeit mit Kalle gesprochen haben und anschließend auf mit Ono und Naja, kamen sie überein, dass Kalle für die beiden erst mal als Pflegevater eingetragen wird.

Und dann fragte Julia, die wieder zurückgekommen war: „Was wird denn jetzt aus den anderen Kindern?“ „Einen Teil können wir vielleicht vermitteln, aber für die anderen sehe ich schwarz.“ „Aber diese Kinder sind doch schon durch die Hölle gegangen, man kann sie doch nicht dahin zurückschicken.“ „Da haben sie schon Recht Frau Kamp. Aber wir können nicht alle Kinder im Land behalten, sonst müsste Deutschland anbauen und das geht nun mal nicht.“ Jetzt meldete sich Kalle: „Jan hat gerade angerufen. Der Feierabend dauert noch etwas, Möglicherweise stehen wir kurz vor der Lösung.“ „Wenn ihm bloß nichts passiert?“ „Julia was soll ihm schon passieren, er bleibt ja in der Zentrale.“ Da geht die Tür auf und …

Lili Carlson, die sich auch Urlaub genommen hatte, um noch mal mit Norge, darüber zu sprechen, warum sie an die Nordsee gegangen ist, war sehr geschockt, als sie von Kais Unfall hörte.

Sie fragte sich, wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, und überlegte sich, dass sie ja mal mit jemanden von der Küstenwache reden könnte. Also, ging sie in Richtung Einsatzzentrale.

Kapitel 5

Aber inzwischen kam ihr Kai Norge entgegen und Lilli wollte ihn gleich mit Frage löchern, aber Kai meinte: „Setzten wir uns doch besser da drüben hin und essen ein Eis.“ „Ja gut wenn du meinst.“ „Also so viel weiß ich auch nicht, nur dass der LKW-Fahrer mit irgendwelchen Schmugglern gemeinsame Sache gemacht hat und die mich dann aus dem Weg räumen wollten.“ „Ach deswegen lagst du im Krankenhaus?“ „Nein, erst hat mich der LKW mal von der Straße gedrängt und dann habe ich mir sagen lassen hat Onkel Herrmann mich gefunden.“

Corinna, Münz und Ahlbeck versuchten die beiden Fahrer auf der Fähre zu verfolgen. Denn ihnen war klar, dass sie auch nur Befehlsempfänger waren und wenn wollten sie die Drahtzieher haben. Nur plötzlich waren sie die Verfolgten. Die Fahrer hatten sie zwar nicht entdeckt, aber die zwei andere Kerle. Da inzwischen Verstärkung von der Landespolizei und auch noch von der Küstenwache gekommen war, kamen sie mit einem blauen Auge davon.

Julia, die es bei Kalle nicht mehr ausgehalten hatte, hatte sich ihre Tochter genommen.

Und geht nun mit dieser Richtung Einsatzzentrale, wo sie auf Kai und Lili trifft.

„Hi Kai! Wie geht es dir?“ „Danke, ganz gut! Und dir?“ „Mir geht’s auch ganz gut.“

„Julia, was machst du eigentlich hier“, fragt Lili. „Ich warte darauf, dass Jan jetzt langsam mal Feierabend macht.“ „Und ihr?“ „Ach wir unterhalten uns ein wenig, antworten die beiden ein wenig ausweichend.“

Plötzlich wird Julia schwarz vor Augen, und sie wird ohnmächtig. Kai untersucht Julia sofort. Julia war nach kurzer Zeit wieder zu sich gekommen und Kai fragte sie: „Also ich würde sagen das ist ein Kreislaufversagen, ist ja auch kein wunder bei der Hitze und wenn man sich dann noch Sorgen macht. Julia kann es sein, das du wieder schwanger bist?“ „Ich glaube es eigentlich nicht, aber ausschließen kann ich das nicht.“ „Dann prüf das mal schnellstens. – Lilli ich glaube wir bringen die beiden besser erst mal nach Hause.“ „Was soll ich da?“ „Wo ist Jan?“ „Der ist noch in der Zentrale, ich habe ihn gerade noch gesehen, aber da geht es im Moment zu wie in einem Bienenschwarm. Ich glaube nicht, dass er so bald kommt.“

„Ich möchte aber trotzdem auf ihn warten.“ „Julia, jetzt sei vernünftig und lass dich von uns nach Hause bringen, du kannst schließlich auch zu Hause auf Jan warten“, versucht Lili sie zu überzeugen. „Ich weiß nicht, vielleicht habt ihr Recht, aber ich mach mir halt Sorgen um ihn.“

„Julia, du brauchst dir aber keine Sorgen zu machen, versucht Kai sie zu beruhigen.“

„Kai, ich glaub, dass weiß ich besser.“ „Jetzt fangt hier keinen Streit an. Julia, ich würde sagen, ob du willst oder nicht Kai und dich bringen dich jetzt nach Hause.“ „Ja, vielleicht ist es besser“, lenkt Julia ein.

Zu Hause, überlegte Julia erstmal, ob sie wirklich schwanger sein könnte und entschließt sich dann in die benachbarte Apotheke zu gehen, um einen Schwangerschaftstest zu kaufen…

…als sie dann wieder zu Hause ist, macht sie sofort den Test und nach einigen Minuten steht das Ergebnis fest. Julia ist wieder schwanger! Im ersten Moment weiß sie nicht, wie sie damit umgehen soll, aber dann freut sie sich und freut sich schon darauf, es Jan sagen zu können.

„Ach, wenn er doch erst zu Hause ist. Er wird genauso überrascht sein wie ich.“ sagt Julia so vor sich hin…

Sie können zwar die beiden überwältigen, aber jetzt müssen sie ja noch identifiziert werden und noch wichtiger ist es Beweise beizubringen, da die beiden die Drahtzieher sind.

Nach einem Anruf in der Zentrale der Küstenwache und sie per Handy die Bilder der beiden übermittelt hatten, war die Identifizierung klar. Es waren die beiden Besitzer der Spedition. Weit schwerer war es ihnen den Alkoholschmuggel zu beweisen.

Inzwischen kamen aus dem Krankenhaus wenigstens gut Nachrichten. Frau Deisenroth ging es langsam wieder besser. Ehlers atmete erst mal auf, Denn sie war immerhin eine gute WO und ihr Sohn brauchte sie ja auch noch.

Aber leider musste ca. die Hälfte der Kinder wieder in ihre Heimat, die anderen Kinder konnten vermittelt werden oder kamen in Anrainerstaaten unter, aber Ono und Naja blieben bei Kalle.

Nachdem alle wieder in der Zentrale versammelt waren nahm Holger Corinna erstmal zur Seite: „Musst du immer alles allein machen? Ich hatte verdammte Angst um dich.“ Corinna lächelte ihn an. „Komm, lass gut sein Holger du hättest auch nicht anders gehandelt. Ich habe nur getan was getan werden musste. Und wenn ich nächste Woche anfange mit der neuen MEK zu trainieren dann habe ich kaum noch Zeit für so was.“ „Na Gott sei dank, denk daran was wir noch vorhaben.“ Er zog sie lachend in seine Arme.

Inzwischen war es Abend geworden und alle trafen sich wieder bei Kalle. Auch Julia hatte sich wieder erholt und so konnte sie Jan die freudige Nachricht überbringen. Der sah sie erstmal baff an, dann hob er sie in seine Arme und lachte.

„Na dann hat das alles ja doch noch ein gutes Ende gefunden, “ meinte Corinna zu Holger. Der sah sie an. Offenbar war er in Gedanken noch bei dem was Julia gerade verkündet hatte. Jan wurde wieder Vater. Es musste ein schönes Gefühl sein.„Holger hörst du mir überhaupt zu???“ „Was hast du gerade gesagt?“ „Ich habe gesagt, dass doch noch alles ein gutes Ende gefunden hat. Aber warum hörst du mir nicht zu?“ „Entschuldige, aber ich habe nachgedacht. Ja, du hast recht es hat alles ein gutes Ende gefunden.“ „Was ist los mit dir, Holger? Ich kenne dich nicht im Moment gar nicht, so anders bist du zurzeit.“ „Ach eigentlich ist nichts…“