Historisches Fanpage-Archiv

Die UFO Jagd

Kapitel 1

Nach einigen Tagen konnte Corinna dann wieder klar denken und fragte Holger: „Weißt du eigentlich noch was ich dich gefragt habe?“ „Nein Corinna“ und macht ein fragendes Gesicht. „Holger ich hab zwar eine Verletzung, aber ich habe trotzdem noch einen Beruf.“ „Ich verstehe immer noch nicht.“ „Ich brauche noch zwei Leute für meine Einheit, weißt du nicht jemand?“ „Ach das – da habe ich eine fabelhafte Idee.“ Corinna ist erstaunt, dass Holger so plötzlich was weiß. „Ja hör nur zu was ich dir sage. Ich wüsste sogar zwei Leute, die waren vor Jahren auch auf der Albatros und sind jetzt zufällig in Neustadt, Paul und Simone Kramer.“ „Dann bring sie mal her, dass ich mit ihnen reden kann.“ „Wie hierher, das ist doch nicht dein ernst?“ „Warum nicht? Ich hab schon mal gesagt, ich habe zwar eine Kugel gefangen, aber mein Kopf funktioniert noch ganz gut.“ „Trotzdem willst du dich nicht erst mal Ausruhen?“ Aber auf Corinnas Blick sagt Holger: „Na gut, ich füge mich, mal sehen was ich tun kann.“

Bevor er aber los ging um zugucken, wo Simone und Paul sich aufhalten, guckt er erstmal nach seinem Freund Wolfgang, der auf Grund seiner Verletzung am Arm auch noch im Krankenhaus lag. „Ach Holger, ich dachte schon, du kommst mich gar nicht mal besuchen.“ „Sorry Wolfgang, aber die Nachbearbeitung des Falles war ziemlich kompliziert, aber wenn ich mich recht erinnere, waren Kalle, Julia, Jan, Rike, Erik, Lilli, Simone und Paul doch schon bei dir.“ „Das ist zwar richtig, aber die gehören ja nun alle nicht mehr zur aktuellen Mannschaft. Und außerdem schien Lilli mir doch eher mit anderen Dingen beschäftigt zu sein.“ „Ja, da mit der Mannschaft hast du Recht, aber die anderen kommen bestimmt auch noch. Aber wie meinst du das mit Lilli?“ „Na ja, immer wenn das Gespräch irgendwie auf Norge kam, hat sie das Gespräch in eine andere Richtung gelenkt. Die übrige Zeit saß sie nur da und hat Löcher in die Luft gestarrt. Aber sag mal, wie geht es eigentlich Corinna?“ „Der geht es schon wieder ganz gut, die denkt sogar schon wieder an die Arbeit. Soll ich mit Lilli sprechen?“ „Nein, besser nicht, wenn sie irgendetwas hat, worüber sie mit dir oder auch mit mir sprechen möchte, wird sie schon zu uns kommen. Das Corinna schon wieder an die Arbeit denkt, habe ich mir schon fast gedacht.“ „Ja, und weil sie schon wieder an ihre Arbeit denkt, muss ich jetzt auch leider los, um zugucken, wo Simone und Paul sind, weil Corinna mit ihnen sprechen möchte, um die beiden nicht vielleicht zur MEK wollen.“ „OK, danke dass du da warst.“

Währenddessen sitzen Julia, Lilli, Rike und Simone bei Julia und unterhalten sich. Lili spricht zum ersten Mal das Thema Norge an.

Von den anderen wusste Ehlers inzwischen, dass Kalles Kneipe in Eigenarbeit wieder eröffnet worden war. So lenkte er seine Schritte dorthin, in der Hoffnung die beiden dort zu finden. Aber es war ja noch früh am Tag, Schneidewind wusste aber Rat. „Nach all diesen furchtbaren Jahren Beim Mienenräumkommando wollen sie sich erst mal hier niederlassen und ich glaube die beiden sind auf Wohnungssuche.“ „Aber was meinen sie, wann ich sie mal sprechen kann?“ „Ach Kapitän ich glaube, die kommen heute Abend hierher, bleiben sie doch einfach hier.“ „Nein Schneidewind, ich geh dann erst mal in die Zentrale. Gruber druckste vorhin so merkwürdig rum, mal sehen was er hat. Aber ich komme heute Abend wieder.“ „Soll ich den beiden schon mal was sagen wenn sie kommen?“ „Nur dass sie auf mich warten.“

Julia fragte Lilli: „Warum bist du eigentlich so komisch wenn wir über Norge sprechen?“ „Na gut, dann werde ich euch mal aufklären, zu mindestens soweit ich es selber weiß.“ Simone die ja die letzten Jahre im Ausland war fragte: „Wer ist Norge und was ist mit ihm.“

Rieke meinte: „Nichts einfacher als das. Norge hat die Nachfolge von Kalle angetreten, den du ja noch sicher von der Albatros kennst. Außerdem ist er Grubers Neffe.“ „Au backe, dann habt ihr es bestimmt nicht leicht mit ihm.“ Nicht so schlimm, keine von uns ist ja mehr an Bord, außerdem ist er ganz OK. Aber er ist ein miserabler Koch.“ „Das war Kalle zu Anfang ja auch. Aber er hat sich ja sehr geändert. Aber was ist den dien Problem mit Norge?“

„Das weiß ich nicht so genau. Zwischendurch habe ich den Eindruck er möchte was von mir, dann wieder nicht. Und wenn ich ihn mal zu einen Gespräch bekomme, findet er immer sofort Ausflüchte.“ Jetzt meinte Rieke: „Dann müssen wir ihn ja wohl mal fesseln.“

„Ich weiß nicht“, entgegnet Lili. „Möchtest du nun Klarheit, oder nicht?“ „Natürlich möchte ich Klarheit, aber nicht auf so ne Art und Weise.“ Auf was für eine Art und Weise denn dann?“ „Am liebsten wäre es mir, wenn er auf mich zukommen würde.“ „Aber nach allem, was du eben gesagt hast, kannst du lange darauf warten“, entgegnet Simone. „Vielleicht hast du Recht, aber schließlich bin ich an die Nordsee gegangen.“ „Aber, wenn du Klarheit möchtest, solltest du mit ihm sprechen.“ „Ich weiß es wirklich nicht.“ In dem Moment, klingelt Lillis Handy.

Als Ehlers in die Zentrale kam, war wider erwarten alles Ruhig, nur Gruber überfiel ihn: „Ehlers, gut das sie kommen, ich habe hier die neuen Richtlinien, die wir nach der Umbenennung beachten müssen. Lesen sie sich das Mal durch und geben das an ihre Mannschaft weiter.“ Allerdings waren das nicht nur wenige Blätter, sondern schon ein mittleres Buch. „Herr Gruber eine Frage.“ Gruber schaut überrascht von seinem Schreitisch hoch: „Ja Ehlers, was ich denn noch?“ „Sind wir hier bei der Küstenwache und sollen die Wasserqualität, Schmuggel, Menschenhandel und Lebensrettung aufrecht erhalten?“ „Oder was?“ „Oder uns nur noch mit Paragrafen beschäftigen. Das mag ja hier im Büro noch angehen, aber da draußen auf See herrschen andere Gesetzte.“ Sagte es, drehte sich um und wollte das Büro verlassen. „Denn ich habe jetzt Feierabend. Das hier können sie an die Wände kleben.“ „Ehlers!“ Aber das hörte er nicht mehr.

Kai war am Handy: „Lilli wolltest du nicht mit mir reden, ich habe nämlich 2 Tage frei.“ Rieke und Simone machten ihr Zeichen zuzusagen. „Also gut, wann und wo?“ „Wo bist du denn?“ „Bei Julia.“ Gut, dann hole ich dich in 15 Minuten ab und wir gehen an den Strand.“ „OK, bis gleich.“ Simone meinte: „Das hört sich aber schon ganz anders an. Lass auch mal deine weiblichen Reize spielen. Ich kenne keinen Mann der nicht früher oder Später darauf fliegt und viel Glück.“

Ehlers war sauer und irgendwie landete er wieder im Krankenhaus bei Corinna. Die bemerkte sofort das was nicht stimmte. „Komm schon, sag mir was los ist Holger. Du hast dich geärgert. Raus damit.“ Und dann begann Holger zu erzählen. Corinna hörte sich alles an und dann lachte sie. „Und das hast du wirklich zu Gruber gesagt? Ich glaub es nicht, Ich bin nur gespannt ob er das so schluckt. Aber reg dich nicht auf. Ich habe dafür eine gute Nachricht.“ Holger sah sie fragend an. „Ich habe mit dem Arzt gesprochen. Und ich konnte ihn überzeugen dass ich Morgen raus komme. Ich muss mich zwar noch etwas schonen aber ich kann nach Hause.“ Holger hätte ihr um den Hals fallen können so froh war er. „Na Gott sei Dank, ich bin froh. Ich werde dich natürlich morgen abholen. Schön wäre es ja auch wenn Wolfgang raus käme aber das dauert wohl noch was.“

Corinna grinst schelmisch und meinte. „Na ja, ich glaube er hat es nicht so eilig damit. Da gibt es eine nette Krankenschwester, mit der er ganz schön herum flirtet.“ Holger sah sie an. „Ist das dein ernst?“ Corinna nickte. „Ja, ich habe die beiden beobachtete. Aber lass ihn, das tut ihm ganz gut. Und wer weiß vielleicht wird ja was daraus?“

Lili sah dem Treffen mit Kai relativ nervös entgegen. Sie war sich absolut nicht sicher, ob dieses Gespräch überhaupt Sinn macht, und ob Kai ihr diesmal seine Liebe gestehen würde. Sie war so in Gedanken versunken, dass Julia ihr dreimal sagen musste, dass Kai da ist.

„Hallo Lilli, wie geht es dir?“ „Hallo Kai, danke mir geht`s gut. Und wie geht es dir?“ „Danke, auch gut. Wollen wir ein wenig Richtung Strand gehen?“ „Ja, gern da lässt es sich vielleicht besser reden.“ „Da könntest du recht haben Lili.“…

In der Zwischenzeit, hatte die Gesellschaft, die bei Julia war sich zu Kalle aufgemacht, da sich dort Jan, Erik, Paul aufhielten, und die Frauen gern mit ihren Männern zusammen sein wollten. Dort sprach man nun mit Kalle darüber, was die anderen Ehemaligen Besatzungsmitglieder jetzt so machen…

„Dann gehe ich noch mal zu Wolfgang und hole dich dann Morgen früh ab. 8 Uhr ist das OK?“ „Weiß nicht, wann die mich hier rausschmeißen, aber du kannst gerne um 8 Uhr kommen, ich habe nichts dagegen.“

„Hallo Wolfgang, du siehst ja schon wieder ganz gesund aus.“ Wolfgang macht mir ein Zeichen nicht so laut zu sein. „Wieso was ist denn?“ „Das brauchen die ja nicht wissen, ich habe hier ja sehr gute pflege.“ Dies sagt er mit einem Schuljungengrinsen. „Ah ja, so was hatte Corinna schon mal angedeutet. Dann genieß Mal weiter, aber denk dran, die Albatros braucht dich.“ „Ich werde mich beeilen.“ Das letzte hörte die Krankenschwester die gerade herein kam. „Wie sie wollen uns schon verlassen.“ Jetzt spielte Unterbaur denk todkranken. „Schwester so schnell wird das wohl nicht gehen.“ Schwester Karin durchschaute das Possenspiel natürlich und verließ lachend das Zimmer. „Wolfgang so brauchst du ja auch nicht zu übertreiben.“ „Außerdem musst du dir anschauen, was die anderen aus der Kneipe gemacht haben. Die ist noch schöner, wie vorher. Ich werde jetzt mal da hingehen.“

Ehlers kommt im Störtebeker an, und sieht sich suchend um: „Ach da seid ihr ja! Kramer wie ist es, suchen sie eine Arbeit?“ Kramer zögert, dann fragt er doch: „Wo, und was ist das denn für eine Arbeit?“ Es wäre hier in Neustadt. Hier ist eine MEK-Einheit entstanden und im Augenblick werden sogar 2 Leute gesucht.“ Daraufhin meinte Simone: „Dann könnte ich ja sogar mitmachen.“ Erntet aber einen strafenden Blick.

Simone, die nicht verstand, warum ihr Mann nicht wollte, dass sie mit zur MEK geht, geht mit ihrem Mann in eine der hinteren Ecken und spricht mit ihm. „Das ist doch viel zu gefährlich für dich Simone.“ „Das sehe ich ganz und gar anders, schließlich war ich auch mit dir zusammen beim Minenräumkommando, und die Arbeit, die wir dort gemacht haben, war viel gefährlicher, als die, die wir jetzt hier machen könnten.“ „Lass uns danach her in Ruhe drüber sprechen, du kannst Ehlers, falls du unbedingt mitmachen möchtest bestimmt auch noch morgen Bescheid sagen.“ „Kann es sein, dass es noch einen Grund gibt, warum ich nicht mit machen soll, den du mir nicht sagst?“ „Nein, gibt es nicht.“…

In der Zwischenzeit, sind Lili und Kai schon ein gutes Stück am Strand entlang gelaufen, ohne das Kai etwas gesagt hat. „Kai, möchtest du mir nicht sagen, warum du so komisch zu mir bist?“ Kai zögert lange, bevor er Lilli sagt: „Ich bin so komisch zu dir, weil ich mich in dich verliebt habe.“ Lilli, die zwar damit gerechnet hat, weiß nicht, was sie sagen soll…

Aber sie dachte, endlich bekommt er die Zähne auseinander. Nachdem sie nicht sofort reagierte, meinte Kai: „Habe ich etwas verkehrtes gesagt?“ „Nein Kai“ und jetzt sagt sie was, worüber sie selber erstaunt ist. „Ich dachte schon, dass sagst du nie.“ „Dann ist ja gut.“ Und nahm Lilli erste Mal richtig in die Arme, dass sie sich fühlte wie im siebten Himmel.

Paul und Simone waren in ihre neue Wohnung zurückgekehrt und sprachen noch über dieses Thema: „Paul warum meinst du diese Arbeit wäre für mich zu gefährlich?“ „Simone überleg doch mal. Wir haben doch im Iran aufgehört, weil wir eine Familie gründen wollten.“ „Paul was soll das? Julia und Rieke haben schließlich auch bis zur Geburt gearbeitet und noch ist bei mir nicht in Sicht.“ „Aber möchte, dass sich das ändert, oder willst du auf einmal nicht mehr.“ „Doch schon aber das muss doch nicht gleich sein.“ Simone denk dran, für Kinder ist es doch schöner, wenn sie junge Eltern haben.“ „Ach jetzt sind`s schon mehrere Kinder. Und, was ist was ist mit dir, wenn ich Kinder habe, aber mein Mann ist erschossen worden?“ Jetzt nimmt Paul seine Simone in die Arme und sagt: „Keine Angst ich pass schon auf. Willst du es dir nicht doch noch überlegen.“ Das letzte unterstreicht er mit einem Hoffnungsvollen Blick.

Holger fuhr am anderen Morgen zum Krankenhaus um Corinna abzuholen. Zu seinem Erstaunen war sie schon fertig. „Hallo Holger, schön das du so pünktlich bist. Ich will nur noch raus hier.“ „Wie hast du es geschafft das du so schnell entlassen wirst?“ Sie lachte. „Ich habe den Arzt genervt. Bis er mich entlassen hat.“ Er nahm ihre Tasche und dann verließen sie das Krankenhaus.

„Ich habe zwei Leute für deine MEK.“ „Gut, dann werde ich mich gleich darum kümmern.“ „Genau das wirst du nicht tun, du ruhst dich noch aus. Das hat der Arzt doch gesagt.“ Corinna sah ihn von der Seite an. „Ich soll also allein zu Hause bleiben? Ohne dich?“ Holger strich ihr zärtlich durch die langen Haare. „Na mal sehen ob ich ein bisschen Urlaub Rauschinden kann. Aber ich muss noch mal in die Zentrale.“

Nachdem er Corinna zu Hause abgesetzt hatte fuhr er in die Zentrale. Gruber hatte seine Antwort vom Vortag noch nicht verdaut. „Also Ehlers was ich noch sagen wollte lesen sie sich das doch mal durch, vielleicht ist es ja doch nicht so schlimm.“ Mit zusammengebissenen Zähnen antwortete Ehlers: „Gut geben sie schon her, ich hab ja doch keine andere Wahl. Aber dieser Mist kommt mir nicht an Bord.“ „Ehlers … Gruber wollte noch was erwidern, aber als er Ehlers Gesicht sah, blieben ihm die Worte im Hals stecken. Inzwischen hatte Ehlers auch schon sein Büro verlassen. Er konnte sehen, wie die Mannschaft der Albatros über diesen neuen Paragraphen brütete. Aber zum Glück konnte er nicht die Meinungen dazu hören.

„Ach Herr Gruber meinten sie nicht neulich ich hätte noch 3 Tage Urlaub, die möchte ich gerne nehmen.“ „Aber Ehlers doch nicht sofort, wer soll denn die Albatros fahren?“ „Ach da werden sie doch sicher jemand finden.“ Spöttisch antwortete er: „Aber sicher, Ehlers ich hab ja sonst auch keine Probleme.“ „Na schön, dann sehen wir uns in 3 Tagen, schönen Tag noch.“ verabschiedetet Holger sich von Gruber und geht nach Hause zu Corinna.

„Und hat es geklappt, hast du frei?“ „Also es hat nicht so wirklich geklappt, aber ich habe drei Tage frei.“ „Was soll das denn jetzt heißen, es hat nicht so geklappt.“ „Ach Gruber hat mal wieder von seinen komischen neuen Regelungen angefangen, und überhaupt hatte er mal wieder absolut schlechte Laune.“ Corinna will gerade etwas dazusagen, als Holgers Handy klingelt.Und Kramer war dran, er meinte: „Wir sind interessiert. Wann und wo können wir mit dem zuständigen Herrn sprechen?“ „Kramer es ist kein Mann, sondern eine Frau.“ Jetzt war am anderen Ende ein verwundertes: „Oh“ zu hören. Corinna, die mittlerweile wusste worum es geht, nahm das Handy an sich und Fragte Kramer: „Wann und wo Können wir uns treffen?“ „Von mir aus jederzeit. Aber Kapitän Ehlers hat mir erzählt, das sie Krank sind, und da wollen sie sich doch sicher noch ausruhen.“ „Einen Einsatz könnte ich noch nicht machen, aber die nötigen Formalitäten können wir machen.“ „Also gut was halten sie von Morgen 10 Uhr?“ Einverstanden, dann sehen wir uns morgen, sie wissen ja wo.“

Das Gespräch war gerade beendet, da klingelte da Handy schon wieder. Nur diesmal war Gruber dran. Gruber will, dass Ehlers sofort in die Zentrale kommt. „Her Gruber, ich habe Urlaub, und von daher sehe ich es nicht ein zu kommen.“ „Herr Ehlers, ich muss sie ja wohl nicht daran erinnern, dass ich ihnen nicht frei gegeben habe, sondern sie sich einfach frei genommen haben.“ „Ist ja schon gut, ich komme in 11/2 Stunden zu Ihnen.“ „Herr Ehlers…

„Tut mir Leid Corinna, es sieht so aus als ob mein Urlaub doch gestrichen ist.“ „Dann kannst du ja auch nichts dagegen haben, wenn ich Morgen Leute einstelle.“ „Na gut, du musst ja wissen was du tust, aber sei bitte vorsichtig.“ „Keine Angst ich bleibe im Büro. Soll ich mich denn hier mopsen, wenn du auch See bist.“ „Nein natürlich nicht, ist ja auch schon so OK.“

„Ehlers ich hätte ihnen die Tage ja auch gerne gegönnt, aber wir haben einen Notruf.“ „Wo brennt es denn Herr Gruber?“

Gruber stand am Kartentisch und sah sich ein Seegebiet genauer an. Er druckste herum und schien nicht so richtig zu wissen was er sagen sollte. „Also, ja, hm – na es ist so das wir von einigen Fischkuttern Nachrichten bekommen haben das sie etwas seltsames auf dem Radar hatten. Sie glaubten erst es wären Fischschwärme, doch dann waren die Ortungen plötzlich wieder verschwunden so als seinen sie abgetaucht. Und diese Meldungen kommen immer wieder. Auch eins unserer Schiffe hatte so eine Radarbeobachtung. Bisher können wir uns keinen Reim darauf machen. Ich würde sie bitten mit der Albatros in das Seegebiet zu fahren und sich da mal um zu sehen.“ Holger sah ihn an als hätte er ihm gerade gesagt dass er nach UFO´s suchen solle. Und dafür hatte er ihm die paar Tage mit Corinna verdorben?

„Und was glauben sie, ist das? Raumschiff Enterprise?“ Gruber lief hochrot an. „Ich muss schon bitten Ehlers. – Also sie laufen mit der Albatros aus und klären die Sache, sofort!“ Holger musste grinsen. „Aye aye Sir!“ Dann verließ er die Zentrale. Das Grinsen lag immer noch auf seinem Gesicht.

Mittlerweile war die Mannschaft an Bord und Jana hatte mit Hilfe von Alex Johannson die Albatros klar zum auslaufen gemacht.

„Na, dann wollen wir mal den UFO`s auf den Pelz rücken.“ „Holger was bist du denn so bissig, das ist doch ein ganz normaler Auftrag.“ „Mag sein Jana, aber Gruber hat mich aus dem Urlaub geholt und dann will er uns auch noch mehr Papierkram an den Hals hängen da bin ich halt etwas sauer.“ „Was macht eigentlich Corinna, geht`s ihr wieder besser?“ „Ja sie denkt schon wieder an Arbeit. Morgen führt sie schon wieder ein Vorstellungsgespräch, sie braucht halt noch Leute.“

„Ich nehme an sie sind Paul und Simone Kramer. Holger hat sie ja wärmstens empfohlen.“ „Dabei waren wir gar nicht so lange auf der Albatros unsere meisten Erfahrungen haben wir in den Kriegsgebieten dieser Welt gemacht.“ „Ich sehe ihre Papiere sind in Ordnung. Haben sie schon mal mit Terrorbekämpfung und ähnlichem zu tun gehabt?“ Diesmal antwortete Simone: „Eigentlich nicht, aber wie sie sich denken können, haben wir einiges erlebt.“ „OK, dann wollen wir es mal zusammen versuchen.“

Corinna begann mit den Einweisungen und dann ging es in die Trainingshalle wo sie sich überzeugen wollte dass das die beiden auch geeignet waren für die MEK. Sie mussten allen Anforderungen gewachsen sein.

Unterdessen war die Albatros auf dem Weg in das Seegebiet wo die Fischer die seltsamen Radarortungen gemacht hatten.

Holger war immer noch sauer auf Gruber. Aber er versuchte es runter zu schlucken. Was ihm nicht ganz gelang. „Hast du eine Ahnung was das sein könnte, Wolfgang?“ Der schüttelte den Kopf. „So auf Anhieb fällt mir da auch nichts zu ein. Da müsste man schon selber sehen was da auf dem Radar war.“ „Na dann müssen wir wohl hoffen das wir dem UFO begegnen.“ Wolfgang lachte. „Wenn wir es finden dann machen wir ein Foto und kommen ganz groß raus.“ Stieg er auf den Scherz mit ein. „Vielleicht ist es ja auch ein U-Boot.“ Holger dachte mit schaudern an ihr Erlebnis auf dem U-Boot zurück und schüttelte den Kopf. „Bloß nicht schon wieder!“

Da meldete Alex: „Kapitän gucken Sie doch mal hier auf dem Radar. Jetzt haben wir wohl auch dieses UFO in der Nähe.“ „Zeigen sie mal her Frau Johannson.“ „Kommen sie schnell ehe es weg ist.“ „Wo soll das sein?“ „Hier auf 3 Uhr. Merkwürdig jetzt ist es Weg.“ „Wie groß war das Objekt denn?“ „Nicht sehr groß, höchstens ein Ruderboot, aber dafür war es zu langsam.“ Wenn sie das nächste Mal was sehen notieren sie sich mal die Position.“ „Ja Kapitän wird gemacht.“

Ehlers war gerade in seine Kabine gegangen, da rief Corinna an: „Na Holger, wie geht`s mit dem wichtigen Auftrag?“ „Ach so wichtig ist der nur auch nicht, aber mysteriös. Wie ist denn dein Gespräch verlaufen?“ „Danke gut, wie erwartet, die beiden sind Gold wert. – Was meinst du wann du kommst?“ „Keine Ahnung wie lange uns das UFO noch zum Narren hält. – Ich vermisse dich ja auch.“

Für die Albatros begann in den nächsten Stunden eine Jagd auf ein Phantom. Immer wieder hatten sie für Momente eine Sichtung auf dem Radarschirm und dann war sie wieder verschwunden. Alex hatte die jeweiligen Positionen zwar notiert aber es ergab keinen Sinn. Es war kein Muster darin zu entdecken.

So langsam zerrte es an den Nerven der Mannschaft. Sie glaubten wirklich einem UFO hinter her zu jagen.

„Und was ist wenn es wirklich Fischschwärme sind?“ Meinte dann Jana. „Das müssten die Fischer doch bemerkt haben. Nein, das glaube ich nicht. Aber so langsam kommt es mir vor als ob da jemand mit uns Spielt. Katz und Maus!“

„Mir reicht es jetzt, da ist doch zum verrückt werden.“ Schimpfte Unterbaur. „Da führt uns jemand an der Nase rum.“ „Fragt sich nur wer – oder was!“

Sie wollten schon aufgeben weil sie sein einiger Zeit keine Sichtungen mehr gehabt hatten als ein Funkspruch sie erreichte. Ein Segler war in Panik geraten weil irgendwas sein Boot gestreift hatte und dann verschwunden war. Was es gewesen war hatte er nicht sagen können.

Die Leute auf der Brücke der Albatros sahen sich an. War jetzt auch noch Nessie unterwegs?

Norge der gerade den Nachmittagskaffe brachte hatte das letzte mitgehört und meinte: „Warum eigentlich nicht! Es wird nicht gerade Nessie sein, aber warum sollte es nicht ein Meerestier sein?“ Ehlers meinte: „ Das wäre vielleicht eine Lösung. Jana nimm doch mal Kurs auf den Segler. Zu Blöd, das wir kein Echolot haben.“ Jetzt meinte Wolfgang: „Also Holger, womit sollen die Schiffe denn noch ausgestattet sein?“

In diesen Moment rief Kalle bei Wolfgang an: „Sag mal, was ist denn bei euch los? Hier kommen immer wieder Fischer und Skipper rein, die von einem Ungeheuer Berichten. Erst habe ich ja an Seemann gedacht, aber mittlerweile gleichen sich die Beobachtungen so sehr … da wollte ich doch mal fragen?“ „Ja ich weiß Kalle! Gruber hat uns auch schon auf Jagd geschickt.“

Da meldete Jana: „Position erreicht, der Segler ist auch noch da.“ „Jana nehmen sie sich jemand mit und sprechen sie mit dem Mann.“

Auch Corinna hatte inzwischen von den Vorfällen gehört. Auch sie machte sich ihre Gedanken und da sie einen Bekannten bei Greenpeace hatte, rief sie den an. „Hört sich interessant an, Corinna. Und sie konnten nichts feststellen?“ „Nein sieht nicht so aus. Und es scheint sich zu bewegen. Bis jetzt konnten sie es wohl noch nicht sichten.“

Thorsten, ihr Bekannter, meinte nachdenklich. „Na ja es kommt immer mal wieder vor das sich Wale hierher verirren. Das könnte es sein. Aber die müssen ja auch mal auftauchen, dann müssten sie ihn ja sehen. Aber die sollen die Fischer zurück halten, nicht das sie Jagd darauf machen. Die sind nämlich geschützt.“ „Ja ich denke das werden die Kollegen schon machen, danke Thorsten. Ich werde Holger sofort anrufen.“

Unterdessen hatte Jana den Skipper vernommen. Viel war dabei nicht heraus gekommen. Richtig was gesehen hatte er nicht. Also gingen sie wieder an Bord zurück.

Holger war gerade am Handy und sprach mit Corinna. „Ein Wal? Mensch Corinna das könnte es sein. Aber wenn der sich hier in den Fanggründen der Fischer rumtreibt dann gibt das Ärger.“ „Sie sollen sich zurück halten, die sind geschützt.“ „Ja das weiß ich. Aber es wäre vielleicht nicht schlecht wenn sich deine Freunde darum kümmern können.“

„OK ich sage Thorsten Bescheid.“

„Oder gib mir mal die Nummer, dann spreche ich selbst mit ihm. Dann kommen wir vielleicht eher drauf.“ „Gute Idee!“

Dann kam der bekannte Spruch: „Kapitän bitte auf die Brücke.“

Ehlers kommt abgehetzt rauf: „Krüger was gibt’s denn?“ „Gruber möchte sie sprechen.“ „Für sie immer noch Herr Gruber, sie grüner Junge.“

„Herr Gruber was gibt´s neues?“ „Das wollte ich sie gerade fragen, Ehlers.“ „Also viel haben wir nicht, aber einiges deutet daraufhin, das es ein Tier ist. Wir melden uns sobald wir mehr wissen.“ „Na gut Ehlers, dann Mal gute Jagd auf Nessie.“

Inzwischen hat Wolfgang Kalle noch mal angerufen: „Sag mal Kalle, gibt es inzwischen eine brauchbare Beschreibung, des Ungeheuers?“ „Nicht wirklich, die Größenangabe schwankt zwischen Kindersarg und U-Boot. Aber die meisten meinen, es wäre ein Tier. Da ist gerade einer von einem Frachter reingekommen, der hat wohl was gesehen. Dann gib ihn mir doch mal.“

Holger rief Thorsten Cremer an, der war Meeresbiologe und kannte sich mit Fauna und Flora der Ostsee aus. „Also ich könnte mir vorstellen das es sich um einen Schweinswal handelt. Die findet man schon mal in der Ostsee. Und natürlich da wo Fischschwärme sind.“ „Das könnte hin kommen, den die Fischer haben die Sichtung zuerst gemacht. Was können wir tu wenn es so ist?“ „Na ja als erstes die Fischer von den Walen oder dem Wal fernhalten, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen.“ Er lachte. „Sie müssen Babysitter spielen.“

Holger seufzte tief. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. „Na gut, dann müssen wir aber erstmal die Bestätigung haben.“ „Ich werde unseren Kollegen bescheid geben, sie könne sie unterstützen.“ „Das wäre gut.“

Wolfgang hatte unterdessen den Fracherkapitän am Telefon und was der sagte hörte sich tatsächlich nach einem Wal an.

„Ja, jetzt wo sie so direkt fragen… Ja, jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass es ein Wal war!“

Nach dem Gespräch sprach Unterbaur mit Ehlers: „Es ist wahrscheinlich tatsächlich ein Wal.“

„Gut, dann wissen wir ja wenigstens, dass es kein Seeungeheuer ist. Aber was machen wir jetzt?“

Doch da trat auf einmal Alex Johannson zu Ehlers: „Es gibt jetzt so eine Art Signal von dem Wal.“

„So eine Art Signal? Was soll das denn heißen?“

„Ich.. ja, ähm, wissen sie, das ist nicht so einfach, weil…

Und Wolfgang erzählte noch etwas anderes: „Der Kapitän hat erzählt, das er diese Ortungen über 2 Stunden in einem Gebiet hatte.“ „Wieso bleibt ein Frachter 2 Stunden auf der gleichen Stelle?“ Habe ich ihn auch gefragt und er sagte sie hätten Maschinenschaden gehabt und mussten die Zeit dort Ankern.“ Jetzt wurde Ehlers immer gespannter: „Konnte er auch eine Position nennen?“ „Ja, konnte er.“

„Jana wieweit ist es bis dahin und wie groß ist das Gebiet?“ „Holger ich weiß du bist froh, das sich endlich was tut, aber trotzdem nicht alle Fragen auf einmal. – Der Beginn dieses Gebietes ist ca. 1 Stunde entfernt. Aber das ganze Gebiet ist ca. 10 mal 10 Seemeilen groß.“ „Dann mal los und Wolfgang du kitzelst dein Baby etwas.“ Du meinst AK?“ „Jawohl, vielleicht finden wir ja endlich was. – Ich sage mal Cremer Bescheid.“

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit waren sie in einer halben Stunde da, und machten eine Grausige Entdeckung.

Sie hatten Fahrt weggenommen und dann sah Jana etwas auf dem Wasser teiben. Sie machte Ehlers darauf aufmerksam und er nahm das Glas und sah es sich an. „Mist, ich fürchte wir sind zu spät gekommen. Das sieht nach einem treibenden Wal aus. Wolfgang, langsame Fahrt voraus, wir gehen längsseits und sehen uns das mal genauer an.“ „Aye, Kapitän!“

Norge der gerade auf die Brücke gekommen war meinte Scherzhaft. „Na ja aber erste Hilfe bei einem Wal kann ich nicht leisten.“ Grinste und handelte sich sofort von Alex einen bösen Blick ein. „Lass die dummen Bemerkungen. Es ist schon schlimm genug. Die armen Tiere.“ Jana nickte. Sie gab ihr Recht.

Als sie näher kamen sahen sie dass es sich tatsächlich um einen Wal handelte, aber da war nichts mehr zu machen, er war Tod. Und überall im Wasser war Blut. „Sieht so aus als sei er in eine Schiffsschraube gekommen und dann qualvoll verendet. Na da können wir nichts mehr machen.“ Holger nickte.

Doch dann sah Alex noch etwas. „Kapitän, sehen sie mal da drüben – ist das nicht…….

„Unglaublich, das sieht bald wie eine Fabrik auf dem Meer aus.“ „Holger außerdem ist das Wasser rundherum Blutrot.“ „Schauen wir die Sache mal näher an, aber ich ahne Fürchterliches. – Ich rufe Cremer an.“

„Herr Cremer ich fürchte, was wir gefunden haben wird ihnen gar nicht gefallen. Kann es sein, das es hier auf der Ostsee Walfänger gibt?“ „Offiziell nicht aber es gibt leider immer wieder schwarze Schafe. Geben sie mir mal die Position, dann werden wir denen mal auf den Zahn fühlen.“ „Das können sie gerne tun, aber wenn es sich um illegale Geschäfte handelt, sollten wir vielleicht zusammenarbeiten.“ Gut, was schlagen sie vor?“ „Sie kommen her und währenddessen spreche ich mit dem Einsatzleiter.“

Wolfgang hatte schon reagiert und Kalle angerufen: „Kalle hier gibt´s eine unglaubliche Schweinerei. Wird vielleicht irgendwo Fisch oder etwas in der Richtung angeboten.“ „Sag mal woher weißt du das?“ Ist im Moment egal, geh` bitte mit der Adresse zu Gruber.“

„Ich hatte Gruber gerade dran, er war nicht gerade begeistert. Möchte nicht wissen, was er sagt, wenn Schneidewind jetzt auch noch ankommt.“

Kapitel 2

Gruber war wirklich nicht begeistert darüber das Schneidewind sich schon wieder in die Ermittlungen einmischte, aber er sagte nichts. Die Adresse die Kalle ihm gegeben hatte war zu wichtig für die Ermittlungen. Wenn es tatsächlich illegale Walfänger hier gab war das eine große Sauerei. Also schickte er seine Leute los um das zu überprüfen.

Unterdessen hatte Cremer sich mit seinen Freunden in Verbindung gesetzt und die hatten eines der Greenpeace Schiffe informiert das sich zurzeit auf de Ostsee befand.

Sie sollten die Position der Albatros anlaufen um sich mit ihnen zu treffen.

Die hatte inzwischen das Fabrikschiff gestoppt und waren zu einer Kontrolle an Bord gegangen. Das hatte Holger selber übernommen. Zu groß war sein Ärger. Und er musste sich sehr zusammen nehmen um nicht laut zu werden. Betont kühl und streng nahmen sie die Kontrolle vor. Der Norwegische Kapitän nahm das alles gelassen hin. Sie seien ja keine Walfänger, sie seinen Forscher. „Dumme Ausrede“ brummt Holger vor sich hin.

„Herr Ehlers, das brauche ich mir nicht sagen lassen ich kann ihnen gerne den Auftrag zeigen.“ „Tun sie das Herr Björnsen. Damit bekommen sie wenigstens nur noch eine Teilschuld. – Und die kompletten Schiffspapiere möchte ich auch sehen.“

Währenddessen schauten sich Deisenroth und Wagner an Bord um, es war ein ziemlich eckelhafter Anblick. Gerade wurde wieder ein männlicher Wal an Bord gezogen, der zwar äußerlich ganz gesund aussah, aber Tod war. Man sagte ihnen, dass dieses ein männliches Tier sei. Das Weibchen werden sie sicher auch gleich noch bekommen. Das wurde ihnen doch zuviel und sie gingen weiter.

Dabei stießen sie auf vorsintflutliche Sicherheitseinrichtungen, Wagner meinte: Lassen sie uns lieber auf die Brücke gehen, ich habe ein ungutes Gefühl hier unten. Außerdem werden die Zustände hier unten den Kapitän wohl interessieren.“ Gut, gehen wir! Überhaupt, das sieht doch nicht nach Forschung aus.“

Wieder auf der Albatros geben sie ihre Eindrücke an den Kapitän weiter, nur Ehlers sagt: „Da können wir im Augenblick nicht viel machen. Die Papiere sind soweit in Ordnung.“ „Aber wir haben noch etwas, unter Deck sieht es aus wie auf einem Schiff aus dem Museum. So was ist doch ein Risiko für die gesamte Schifffahrt.“ „Ich werde dies an Gruber weitergeben, vielleicht haben wir dann etwas mehr in der Hand, denn das da was Faul ist, liegt ja auf der Hand.“

Während man auf der Albatross darauf wartete, dass Gruber sich meldet, und hoffentlich irgendetwas gegen die angeblichen Forscher in der Hand hat.

In der Zwischenzeit, war Kalle wieder in seiner Kneipe angekommen, wo sich auch Julia, Rike und Lili, sowie Julias Tochter Jenny, Rikes Sohn Pascal und auch Janas kleine Tochter Rebecca aufhielten. „Und was sagt Gruber“, wollte Julia sofort wissen. „Er war glaube ich nicht so begeistert, dass ich aufgetaucht bin.“ „Das ist doch mal wieder typisch für ihn, anstatt sich zu freuen, dass du hilfst den Fall zu lösen, ist er sauer“, beschwert sich Rike. „Er wird sich sowieso nicht mehr ändern“, warf Lili ein. „Da muss ich dir leider recht geben Lili“, stimmt Kalle ihr zu.

Indem Moment klingelt Lilis Handy…

Kai war dran: „Lilli, es tut mir Leid das ich unsere Verabredung nicht einhalten kann, aber wir haben zur Abwechslung mal einen Fall von grausamen Tiermorden, aber das schockiert die Mannschaft nicht weiniger.“ „Schade, das es nicht klappt. Aber es wäre schön wenn du dich meldest wenn ihr einlauft.“ In einem plötzlichen Anfall von Mut fragt Kai: „Darf`s auch schon früher sein.“ Aber ehe Lilli antworten kann hat er auch schon aufgelegt.

Inzwischen war Cremer mit einem wirklichen Forschungsschiff vor Ort: „Leute jetzt müssen wir aber was tun, sonst landen die ganzen Wale noch in dem Schiff.“ Meike meinte: „Tobias, sieht das nicht wie ein Weibchen aus?“

Gruber meldete sich etwa eine Stunde später. Er hatte zwar nichts gegen das angeblich Forschungsschiff in der Hand aber er Berief sich auf die Sicherheitsmängel die Jana festgestellt hatte. Und außerdem machten die Umweltorganisationen ihm Druck, sie hatte durch Greenpeace Wind von der Sache bekommen.

„Legen sie das Schiff an die Kette, offizielle Begründung Sicherheitsmängel! Mehr können wir im Augenblick nicht tun. Und dann sollen die von Greenpeace versuchen die Tiere irgendwie in Sicherheit zu bringen.“

„Ok, wird gemacht, wenn wir die nicht stoppen dann verarbeiten die noch die ganze Gruppe von Walen. Das Greenpeace Schiff ist auch schon hier angekommen. Sollen wir die Norweger nach Neustadt bringen?“ Gruber brummte etwas Unverständliches. Dann meinte er: „Ja, bringen sie sie nach Neustadt, erstmal. Ich werde sehen dass wir Leute bekommen sie das Schiff und die Mannschat bewachen. Ich hoffe nur das es keine Diplomatischen Verwicklungen geben wird.“

„Hurra wir haben es geschafft, Tobias.“ Meike machte einen Freudentanz. Aber Tobias meinte: „Jetzt komm mal wieder runter, wenn die Küstenwache nicht bald was macht haben wir doch verloren. Wir können schießlich nicht ewig hier bleiben.“ „Tobias, warum bewegt sich das Weibchen so merkwürdig?“ Weiß nicht. Aber entweder trauert es um seinen Gefährten oder ist Trächtig.“ „Aber dann müssen wir sie ja erst recht retten.“

Aber da kam auch schon wieder das Fabrikschiff und sie konnten sehr wenig machen. Aber gleichzeitig griff auch Ehlers mit der Albatros ein und beschlagnahmte den Walfänger.

Holger Ehlers wurde die Sache jetzt zu bunt. Er fuhr mit der Albatros genau vor das Walfänger Schiff und blockierte sie so. Dann forderte er sie auf der Albatros nach Neustadt zu einer eingehenden Kontrolle zu folgen. Der Kapitän des Walfängers protestiert zwar aber darauf ließ sich Holger nicht ein. Als die Leute auf dem Greenpeace Schiff das sahen atmeten sie auf. Vorerst waren die Wale gerettet. Doch wie lange? Sie mussten sich was einfallen lassen.

Derweilen musste sich die Besatzung der Albatros mit den verärgerten Norwegern herum ärgern. Doch Holger blieb hart und pochte auf seine Anweisungen. Er hoffte dass sich die Behörde einschalten würden und es so verhindern konnten dass der Walfänger seine grausige Arbeit weiter verrichten konnte. Wenn es keine legale Handhabe gab dann würden sie ihn nicht lange aufhalten können.

Genervt von all dem Theater rief Holger Corinna in Neustadt an. Die hörte ihm geduldig zu und meinte dann: „Es ist schon eine Schweinenrei mit den Walfängern. Aber ich hoffe dass die Leute von Greenpeace sich was einfallen lassen. Sie sind ja bekannt für ihre Aktionen. Wenn ich was tun kann würde ich gerne helfen. Aber mir fällt im Moment nichts ein.“ „Schon, gut. Sag mal wirst du da sein, wenn wir einlaufen?“ Corinna lachte. „Ja sicher. Und wenn wir uns nur ein paar Minuten sehen würden, das will ich doch nicht versäumen.“ Jetzt ging es Holger schon wieder besser.

Nachdem sie unter einigen Protesten in Neustadt angelandet waren, bat Ehlers Björnsen und seine Offiziere: „Würden sie mir bitte in die Zentrale folgen, wir müssen noch einige Angaben überprüfen. Das sie mit diesen Schiff so nicht mehr auslaufen dürfen ist ihnen ja wohl klar.“ „Aber …“ Ehlers schnitt ihm das Wort ab, indem er sagte: „Das können wir alles in der Zentrale klären.“

Draußen auf der Ostsee versuchte die Whale die Schweinswale weiter ins offne Meer zu reiben und sie zu verstreuen, damit ein weiterer Angriff wenigstens erschwert wird.

Corinna hat wie versprochen in der Zentrale auf ihn gewartet. Sie sah ihm an, dass er genervt war und gab ihm erstmal einen Kuss. „Womit habe ich das verdient?“ meinte er lachend. „Damit das du die Wale schützen willst. Und…“ Er ließ sie nicht weiterreden sondern zog sie an sich. „Du bist einfach wunderbar.“

Gruber hatte keinen Grund sich zu freuen. Er musste sich mit dem Kapitän des Walfängers herumärgern. Der protestierte lautstark das man ihn hergebracht hatte. Gruber teilt ihm mit das man Sicherheitsmängel an Bord seines Schiffes festgestellt hatte und das die erstmal überprüft werden mussten. Solange würden sie nicht wieder auslaufen dürfen.

Corinna und Holger nutzten die wenige Zeit die sie hatten um zusammen zu sein. Denn lange würde die Albatros nicht in Neustadt liegen.

„Glaubst du das deine Freunde was unternehmen können?“ „Ich hoffe es, eigentlich fällt denen immer was ein.“

„Herr Gruber, aber wir können doch weinigtens nach Hause oder haben sie uns verhaftet?“ „Nein natürlich, wobei ich sie Persönlich bitten würde uns bei der Aufklärung behilflich zu sein, Kapitän Björnsen.“ Aber gerne, nur wie kann ich das tun?“ „Indem sie vorläufig hier in Neustadt bleiben. Wir haben ein hervorragendes Hotel in der Nähe.“

In der Zeit hatten Unterbauer und die anderen sich die Mannschaft des Walfängers vorgenommen. Denn Jana und Wagner hatten damals das Gefühl, das sich die Leute nicht trauten etwas zu sagen und jetzt waren ja der Kapitän und die Offiziere nicht da. Nach und nach fingen die Leute dann auch an zu reden. Mit der Zeit erfuhren sie von fast allen Leuten, dass die Fänge keineswegs zu wissenschaftlichen Zwecken benutzt werden, aber wie die Verteilerwege waren bekamen sie nicht raus. Nur sagten alle, wenn sie redeten, wolle der Reeder sie Anzeigen und dann könnten sie auf keinem Schiff mehr anheuern.

Auf einmal klingelte Corinnas Handy: „Damit die Wale nicht weiter gejagd werden haben wir uns an die Lübecker Staatsanwaltschaft gewandt und die waren auch sehr interessiert. Sie meinten es läge schon eine Anzeige in dieser Art vor.“ „Das klingt ja sehr gut Tobias.“

Corinna war sichtlich erleichtert. Und sie gab die Information an Holger weiter. „Na dann haben wir ja eine Chance, dass die nicht weitermachen können. Was ist denn mit dem Weibchen? Können deine Freunde helfen das es in Sicherheit kommt?“ „Ich denke sie werden sich bemühen sie in ein Gebiet zu bringen wo sie sicher ist.“ Holger bemerkte, dass Corinna sehr nachdenklich geworden war. So hatte sie sich noch nie damit beschäftigt.

„Mach dir nicht zu viele Gedanken darüber. Deine Freunde werde das schon schaffen.“

„Ich hoffe es. Ist schon schlimm genug das sie das Männchen getötet haben.“ „Na jetzt liegen sie ja erstmal fest.“

Aber da hatten sie sich geirrt!

Nachdem die Offiziere mit dem Flieger wieder zuhause waren, die restliche Mannschaft sollte erst mal an Bord bleiben, beschwerter sich der Reeder bei dem norwegischem Konsulat. Doch die meinten nur: „Wir werden ihre Beschwerde weiterleiten, aber ich glaube kaum, dass sie damit Erfolg haben.“ Der Reeder wurde jetzt cholerisch und meinte: „Was sie glauben oder nicht ist mir egal, tun sie es einfach.“ „Aber Herr Björnsen, gegen sie und ihren Bruder liegt in Deutschland eine Anzeige vor. Sie können froh sein wenn die keine Auslieferung fordern.“ „Warum bin ich eigentlich hergekommen, wenn sie mir offensichtlich nicht Helfen wollen.“ „Aber …“ Der Beamte kam gar nicht weiter, da hatte her Björnsen auch schon wütend die Tür zugeknallt.

Das Schiff durfte jedenfalls so nicht mehr auslaufen. Da änderten die Tobsuchtsanfälle der Björnsen Brüder nichts. Die Küstenwache blieb hart.

Der Walfänger war also erstmal an der Kette. Und die Albatros war wieder ausgelaufen. Sie würden ihre normale Schicht zu Ende machen und dann, wenn alles glatt lief. Und das hoffte Corinna. Aber irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl.

Gruber war am verzweifeln, weder Ehlers noch Unterbaur waren zu finden. OK, Ehlers war auf Freiersfüßen, dass er dann was anderes vorhatte war auch ihm nicht Unbekannt. Aber Unterbauer, dieser eingefleischte Junggeselle, sollte er doch …

Unterbaur musste sich erst mal erholen und ging an den Strand zum Angeln, wo er rein zufällig Schwester Karin traf.

„Hallo Karin schön dich wieder zu sehen, ist nur Schade das es so lange gedauert hat.“ „Aber das lag ja nicht an mir“, und jetzt wird sie wieder etwas rot. „Ich hätte dich gerne wieder gesehen.“ „Ich weiß, aber es ging nicht früher. Wir waren einige Zeit mit der Albatros unterwegs, aber der Fall ist noch nicht gelöst. Aber bis dahin können wir ja die Zeit nutzen.“

Während sie so am Strand endlang bummelten, bekamen sie Hunger und kehrten in eines der kleinen Restaurants ein. Sie hatten sich auch schon einen Platz ausgesucht und waren gerade dabei die Bestellung aufzugeben.

Da betraten zwei Herren das Restaurant und setzten sich an den Nebentisch. Wolfgang wollte nicht lauschen, aber was die beiden Björnsen Brüder besprachen war doch interessant.

Corinna und Holger hatten sich etwas zurückgezogen, sie wollten ein bisschen für sich sein. Wenig genug Zeit blieb ihnen ja dazu. Doch dann ging Holgers Handy und er konnte im Display erkenne das es Wolfgang war. „Was ist los?“ „Holger, da ist was im Busch, wir haben gerade die Björnson Brüder belauscht. Die haben was vor.“ „Und was sollen wir machen?“ „Ich weiß es auch nicht. Vielleicht sollten wir Gruber bescheid geben.“ Holger überlegt einen Moment. „OK, dann werde ich Gruber anrufen. Was könnten die den vorhaben?“ „Ich habe nur Bruchstücke mit bekommen, aber es hörte sich so an als ob sie das Schiff loseisen wollten. Und es schien nicht legal zu sein.“

„Ich rufe Gruber an.“

Doch es war schon zu spät. Der Walfänger hatte den Hafen von Neustadt schon verlassen bevor Gruber von der Zentrale aus etwas unternehmen konnte. Als er die Nachricht bekam stampfte er wutschnaubend durch das Büro.

Holger hatte es geahnt. Wieder einmal musste die Albatros hinter her!

„Ehlers, trommeln sie die Mannschaft zusammen und laufen sie sofort aus. Wenn möglich, halten sie den Walfänger fest.“ „Wie stellen sie sich das den vor, Herr Gruber? So weit ich weiß haben die ja auch noch Beziehungen nach oben.“ „Ehlers, fahren sie mal. Irgendwas wird ihnen schon Einfallen.“ Ehlers denkt so einfach kommt Gruber aber diesmal nicht davon. „Herr Gruber, Sie wissen genau, dass ich zum Auslaufen einen Eindeutigen Befehl brauche.“ „Den haben sie doch.“ „Befehl Ja, aber er ist nicht eindeutig. Wie soll ich den Walfänger festhalten?“ „Fahren sie mal, ich werde mir was überlegen und mich dann melden.“ Ehlers salutiert, geht und denkt, dann muss ich mir wohl wieder was einfallen lassen.

„Wolfgang, Ich weiß nicht wie ich es sagen soll.“ „Jetzt mal raus mit der Sprache.“ „Na gut, ich habe eine schlechte Nachricht. Wir müssen auslaufen! Also vertröste deine Beschäftigung und komm zur Pier, ich sage den anderen auch noch bescheid.“ Wolfgang brummt was unverständliches, dann sagt er aber: „Na gut bin schon unterwegs, Holger.“

Wolfgang brachte es Karin schonend bei, aber die hatte Verständniss. Und er machte sich sofort auf den Weg zur Zentrale. Seine Laune allerdings war auf dem Nullpunkt angekommen. „Scheiß Walfänger!“ knurrte er während der Fahrt.

Auch Corinna war nicht gerade begeistert. „Ich komme mit Holger. Und ich werde meine Freunde von Greenpeace anrufen. Denen fällt sicherlich auch was zu dem Thema ein. Bist du einverstanden?“ Holger grinste sie an. Und ob er einverstanden war.

Nachdem auch Wolfgang an Bord war konnte die Albatros los, sie mussten versuchen den Walfänger einzuholen. Sicher, er war nicht so schnell wie die Albatros aber sie wussten auch nicht genau wohin sie Kurs genommen hatten. Corinna rief über ihr Handy ihre Freunde auf dem Greenpeaceschiff an und teilte ihnen mit, was geschehen war.

„Mist, so was haben wir uns schon gedacht. Kann dein Freund von der Küstenwache was Unternehmen?“ „Wir werden es versuchen. Aber was wissen wir noch nicht. Es wäre gut, wenn ihr uns helfen könntet. Aber das ich euch den Tipp gegeben habe darf offiziell natürlich niemand erfahren.“ Tobias lachte. „Ist doch klar! Du kannst dich auf uns verlassen.“

Holger Ehlers stand auf der Brücke der Albatros, auch seine Laune war nicht die Beste. Sein einziger Lichtblick war es das Corinna bei ihm war. Ihm wurde langsam immer klarer dass er sie nicht mehr missen wollte. Und als niemand hinsah nahm er ganz kurz ihre Hand. Corinna quittierte die Berührung mit einem Lächeln.

Nach einigen Minuten rief Tobias bei Ehlers an: „Wir haben den Walfänger gesichtet, können sie kommen?“ „Natürlich kein Problem, wie sind die Koordinaten?“ – „Mist, die sind jetzt schon fast in Norwegen, wenn wir da sind bestimmt. Die Norweger werden wohl kaum was Unternehmen. Aber ich werde Gruber bescheid sagen, vielleicht geschied ja ein Wunder.“

Ehlers, wie kommen sie an die Koordinaten? So weit können sie doch unmöglich sein.“ „Das ist doch egal, Herr Gruber. Unternehmen sie was oder nicht?“ „Beruhigen sie sich Ehlers“, dabei war er jetzt selber kurz vor der Explosion. „Ich werde die Norweger Informieren, aber viel Hoffnung habe ich nicht.“ „Herr Gruber wer ist das eigentlich, der die Beziehungen hat?“ „Was meinen sie was ich die ganze Zeit tue? Ich versuche gerade das raus zu bekommen, aber das ist gar nicht so einfach.“

Währenddessen klingelt Unterbaur Handy und Karin ist dran: „Ich habe zwar jetzt Dienst, aber kommst du Übermorgen zu meinem Geburtstag?“ „Ich will`s versuchen, aber ich weiß noch nicht.“

Die Leute von Greenpeace wollten nicht tatenlos zusehen wie der Walfänger wieder verschwand. Also entschlossen sie sich kurzer hand für eine Aktion um den Walfänger zu stoppen. Sie ließen ihre Schlauchboote zu Wasser und fuhren auf den Walfänger zu. Sie hatten vor ihn zu blockieren und so aufzuhalten bis die Albatros vor Ort war. Ein gefährliches Manöver.

Corinna ahnte was ihre Freunde vorhatten und sie wusste auch wie gefährlich das sein konnte. Man konnte das Verhalten des Kapitäns des Walfängers nicht einschätzen.

Sie war beunruhigt. Ehlers merkte das. „Was ist mit dir?“ Corinna sah ihn an. „Ich mache mir Sorgen um Tobias und die anderen. Sie werden alles tun um den Walfänger auf zu halten. Ich will nicht das es Verletzte gibt.“ Ehlers nickte. „Ja das will ich auch nicht. Wir fahren mit voller Kraft. Aber mehr ist aus den Maschinen nicht rauszuholen.“

Und es kam wie Corinna befürchtet hatte. Die Mannschaft des Walfängers wollte sich nicht aufhalten lassen und so fuhren sie ohne Rücksicht auf die Schlauchboote weiter. Und dann geschah es. Der Walfänger streifte eines der Boote und das Boot kenterte.

Vier Leute von Greenpeace gingen über Bord. Und der Walfänger stoppte nicht. Tobias funkte sofort SOS.

Ehlers fluchte: „Musste das denn sein.“ Daraufhin erwiderte Cremer: „Das war nun mal nicht anders zu machen. Jetzt haben sie doch noch einen Anklagepunkt.“ „Das schon, aber so musste es trotzdem nicht kommen. Ich schätze in einer halben Stunde sind wir da. Nur wenn die über die Grenze sind können wir nicht mehr machen, als ihre Leute aus dem Wasser zu holen.“ Können sie nicht mal eine Ausnahme machen?“ „Nein tut mir leid, das wird sehr streng genommen und die Norweger sind sehr empfindlich.“

„Herr Gruber was ist nun, unternehmen die Norweger was?“ „Ehlers ich glaube sie kennen die Antwort:“ „Aber die Lage hat sich jetzt geändert.“ „Wieso?“ „Sie haben ein Schlauchboot mit 4 Personen gerammt.“ „Das sind doch bestimmt die Leute von diesem Cremer, die sind ja auch nicht ganz Unschuldig.“ „Mag sein, aber es sind auch Menschen und so etwas ist nun mal gegen jede Fairness. Meinen sie nicht das ist ein gewichtiger Punkt?“ „Schon gut Ehlers ich werde es an die Norweger weitergeben und wenn`s nur ist …“

„Wolfgang was ist, schaffen die Maschinen es?“ „Vielleicht haben wir Glück, bete schon mal.“ „Dann ist ja gut.“

Wolfgang hatte alles aus den Maschinen herausgeholt. Und sie waren nach gut 2o Minuten bei dem Greenpeaceschiff angekommen. Die hatten ihre Leute inzwischen aus dem Wasser geholt. Aber es hatte zwei Verletzte gegeben. Die wurden sofort an Bord der Albatros gebracht. Norge nahm sich ihrer an.

Corinna ging unterdessen an Bord des Greenpeaceschiffes um mit den Leuten zu reden.

„Was ihr da gemacht habt war ganz schön riskant. Ihr konnte euch doch denken das sie so reagieren.“ Tobias sah sie an. „Und was hätten wir machen sollen? Sie wollten nicht stoppen. Und sie haben doch quasi den Frachter entführt. Er war doch an die Kette gelegt.“ „Ja sicher, aber eure Aktion war auch nicht gerade legal.“ „Mit legalen Mittel kommt man nicht weiter. Das hast du doch gesehen.“ Er war sauer. Bei den Verletzten war seine Freundin.

Norge hatte sich um die Verletzen gekümmert. Als Ehlers nach unten kam um zu sehen was los war. „Der Junge Mann hat Glück gehabt. Ein paar Abschürfungen sonst nichts. Aber das Mädchen hat mehr abbekommen. Die hat eine schwere Verletzung am Kopf. Und sie ist immer noch bewusstlos. Ich glaube wir müssen den SAR kommen lassen.“ Ehlers sah ihn bestürzt an. „So schlimm? Na gut ich rufe die Zentrale.“

Gruber zuckte zusammen als er hörte dass es eine Schwerverletzte gegeben hatte.

Das bemerkte Tobias: „Ach Nils, da bist du. Das hätte ich mir ja denken können. Immer wenn`s brenzlig wird hast du Dienst.“ Ehlers war noch erstaunter: „Wie Krüger, sie gehören zu denen, warum haben sie denn nichts gesagt?“ „Was hätte das denn geändert, es lief doch alles glatt.“ Jetzt meinte Tobias wütend: „Und was mit Meike passiert ist zählt wohl nicht? Sie ist ja nur mitgefahren weil du wiedermal weg musstest.“ Das wollte Krüger aber nicht auf sich sitzen lassen: „Tobias, ich habe aus meinem Beruf nie ein Geheimnis gemacht. Du wusstest doch von Anfang an, dass der Dienst immer vorgeht.“ Ehlers konnte Cremer nur mit Mühe zurückhalten: „Gnade dir Gott, wenn Meike stirbt.“

In der Zentrale hatte Gruber den Hubschrauber angefordert und den Norwegern Beine gemacht, die sich jetzt auch endlich bereit erklärten gegen die Björnsen Brüder etwas zu unternehmen. Gruber fragte sich wer von der norwegischen Prominenz da wohl noch ihre Finger im Spiel hat.

Kurze Zeit später bekam er ein Auslieferungsersuchen der Staatsanwaltschaft Lübeck auf den Tisch. Die Küstenwache hat zwar für den Transport zu sorgen, aber erst müssen die Norweger, die Brüder bekommen.

Während an Bord der Albatros immer noch gestritten wurde, hatte der Walfänger inzwischen dänische Gewässer erreicht. Und versuchte nun mit voller Kraft nach Norden zu laufen um so schnell wie möglich norwegisches Territorium zu erreichen. Dort wähnten sie sich sicher. Aber die Dänen hatten schon das die Informationen bekommen und waren um Hilfe gebeten worden. Und so wurde der Walfänger von ihnen gestoppt.

Die Albatros bekam die Nachricht wenig später. An Bord atmete man auf. Und dann gab Ehlers den Befehl den beiden Schiffen entgegen zu laufen. Sie verabredeten ein Treffen auf der Höhe von Fehmarn um den Walfänger zu übernehmen.

„Was droht denen eigentlich, Kapitän?“ Ehlers zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es auch nicht, Herr Cramer. jedenfalls haben wir sie schon mal. Krüger, fragen sie nach wie es dem Mädchen geht!“ „Mache ich Kapitän.“

Bevor die Schiffe sich trafen rief Wolfgang Karin an. Erst sprach er eine Weile mit ihr, dann sagte er: „Leider habe ich eine schlechte Nachricht für dich, wir kommen erst morgen Abend spät in Neustadt an. Aber du hast ja sicher noch einige Freunde eingeladen.“ „Ja schon, aber ich wollte so gerne, dass du dabei bist.“ „Karin jetzt lass den Kopf mal nicht hängen. Wir können den Abend später ja zu zweit nachholen. Also mach dir einen schönen Abend.“

„Kapitän, das Mädchen ist inzwischen außer Lebensgefahr.“ Im Hintergrund atmete Tobias Cramer erleichtert auf. „Jana, wann treffen wir eigentlich die beiden Schiffe.“ „Die müsste jeden Moment in Sichtweite sein, Auf dem Radar haben wir sie jedenfalls schon eine ganze Weile.“ Dann alarmier mal die Leute, denn die beiden werden sich wohl nicht freiwillig festnehmen lassen.“ „Bin schon Unterwegs, Holger. Soll ich Waffen ausgeben lassen?“ „Könnte sinnvoll sein. Das mir aber keiner drauflos ballert.“

Und so gab Deisenroth die Waffen aus. Diesmal wollte Ehlers selber mit an Bord des Walfängers gehen. So wurde das Beiboot zu Wasser gelassen und Ehlers, Unterbaur und zwei weiter Beamte machten sch zu dem Walfänger auf.

Auf der Brücke des Walfängers wurden sie mit mürrischen Gesichtern und einem Schwall an Schimpfworten empfangen, Teils in Norwegisch Teils in Deutsch. Ehlers ließ sei einen Moment reden, dann fuhr er dazwischen.“ „Es reicht! Sie werden jetzt unseren Anweisungen folgen und mit uns zurück nach Neustadt kommen. Es liegt eine Anklage der Staatsanwaltschaft Lübeck vor gegen sie unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Und wenn sie weiter Theater machen dann müssen wir sie festnehmen…“ Seine Stimme war kalt und hart.

dann ging er wieder auf die Albatros. Jana blieb an Bord des Walfängers zurück.

Und die Albatros nahm wieder Kurs auf Neustadt.

Die beiden Brüder wollten keine Ruhe geben, also wurden sie auf der Albatros, in die dafür vorgesehene Kammer, gesperrt.

„Wolfgang was meinst du wie lange wir nach Neustadt brauchen?“ „Wir haben ja schon den neuen Tag. Ich glaube so kurz vor Mitternacht müssten wir da sein.“ „Erst dann, geht`s nicht früher?“ „Ungern! Nach dieser Aktion würde ich die Maschinen jetzt lieber niedriger laufen lassen.“ „Na gut, du bist der Fachmann, dann werden wir es so machen. Hoffentlich kommt kein Notfall dazwischen.“ „Das darf nicht passieren. Ich musste Karin ja schon ihre Geburtstagsparty vermiesen, aber ich würde ihr gerne noch gratulieren und wenn es 5 vor 12 ist.“ „Dann wollen wir mal das Beste hoffen.“

Dieser Wunsch ging natürlich nicht in Erfüllung in diesem Moment kam die Meldung ein Sportboot in Seenot.

Der Segler war durch ein ungeschicktes Manöver in Bedrängnis geraten so das ihm die Leute der Albatros helfen mussten sein Boot wieder flott zu bekommen. Obwohl es einigermaßen schnell ging verloren sie doch einige Zeit bis sie wieder auf Kurs nach Neustadt gehen konnten.

Corinna war zusammen mit Holger Ehlers auf der Brücke der Albatros. Ihr tat Wolfgang Leid das er es jetzt nicht mehr zum Geburtstag von Karin schaffen würde. „Was ist wenn du sie anrufst, über Seefunk? Das macht doch was her!“ Wolfgang sah sie an. „Hey gute Idee, dann soll Krüger mir mal die Verbindung machen.“

Krüger stellte die Verbindung her und als Wolfgang Karin dann an der Strippe hatte grölten alle auf der Brücke ein HAPPY BIRTHDAY ins Mikrofon.

Man merkte Karins Stimme an das sie gerührt war. „Oh Wolfgang das ist aber nett von dir und deinen Kollegen. Wenn ihr wieder da seit lade ich euch zu einem Bier ein.“ „Abgemacht, Karin. Am besten bei Kalle. Vielleicht heute Abend?“ „Ja das wäre schön. Also dann noch gute Fahrt und bis dann.“

Obwohl es schon weit nach Mitternacht war, stand Karin an der Pier und wartete auf Wolfgang. „Also Kalle hat zwar jetzt nicht auf, aber das Bier holen wir nach.“ „Karin, aber ich kann noch nicht direkt mitkommen, wir müssen erst noch unsere Gäste versorgen.“ „Schade, ich dachte wir hätten wenigstens von der Nacht.“ Da meinte Norge: „Oh, das scheint ja wirklich ernst zu sein.“ „Ach Kai halt einfach deine Klappe.“ „Hört eigentlich noch einer auf mich?“ „Natürlich Holger, keine Frage. Was ist denn?“ „Wolfgang hau ab, das machen wir schon alleine.“ „Danke, aber das ihr mir auch mit dem nötigen ernst bei der Sache seid.“ „Wen meinst du, Corinna und ich sind doch immer ganz ernst.“ Aber Holgers und auch Corinnas Gesicht sagte was anderes aus.

In der Zentrale angekommen meinte Gruber: „Ehlers ich habe gute Nachrichten.“ Herr Gruber sollten wir uns nicht erst um die beiden kümmern.“ „ Ja sie haben Recht, das ist natürlich wichtiger. Heute Nacht kommen sie erst mal bei uns in die Zelle und morgen werden sie dann nach Lübeck überstellt.“ Da kommt Norge und Wagner rein: „Puh ich glaube die beiden waren mal Bodybuilder. Wir mussten die in verschiedene Zellen sperren, sonst hätten die sich gegenseitig kalt gemacht. „Gut gemacht Norge, dann ist ja gut, dass wir die beiden nicht als Dauergäste haben.“