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Was bitte ist ein Pick up?

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Was für eine Frage!! Das ist so ein Auto:

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Und hat das was mit der „Küstenwache“ zu tun? Ja hat es – aber nicht so, wie Sie denken.

Szenen, die beim Film Bilder genannt werden, werden aus verschiedenen Positionen, also in verschiedenen Einstellungen aufgenommen. Dabei kann es auch vorkommen, daß eine Einstellung besonders lang ist.

Die Schauspieler müssen zum Beispiel über eine lange Distanz gehen und sich dabei unterhalten.

Die Kamera ist auf die überwiegend vorherrschenden Lichtverhältnisse eingestellt und der Tonmeister soll selbstverständlich den Originalton aufnehmen.

Nehmen wir einmal an, diese Einstellung dauert etwa 2 Minuten. Sie glauben gar nicht, was in 2 Minuten so alles passieren kann. Plötzlich startet jemand einen LKW, ein Hund bellt, ein Flugzeug kommt donnernd angeflogen und, und, und…

Auch das Licht kann spontan wechseln: Der vorher überwiegend bedeckte Himmel reißt plötzlich auf und die Sonne strahlt hell auf das Geschehen. Dann „bricht die Kamera zusammen“, wie es so schön heißt, was nicht bedeutet, daß sie wirklich zusammenbricht, aber die Blendeneinstellungen passen nicht mehr.

Es wird also abgebrochen. Alle gehen wieder auf Anfang und man versucht es aufs Neue.

Nachdem das Team nun einige Male versucht hat, diese Einstellung von Anfang an aufzunehmen und immer wieder abgebrochen werden mußte, entschließt man sich zu einem „Pick up“. Das bedeutet, diese Einstellung wird in Einzelteilen gefilmt, die später so aneinandergefügt werden, daß der Zuschauer das nicht merkt.

Für die Darsteller bedeutet das, immer präzise da wieder weiterzumachen – sowohl mit den Bewegungen, als auch mit dem Text – wo das letzte Mal abgebrochen wurde. Auf der Filmklappe wird das durch den Zusatz PU neben der Einstellungsnummer gekennzeichnet.

Eine solche Situation habe ich zum Beispiel bei den Dreharbeiten zur Einführungsfolge von WO Saskia Berg erlebt.

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Hier brach immer wieder die Kamera zusammen, so daß letztendlich alle auf das „Kommando“ von Ralf Braumann hören mußten. Der schaute durch seinen Filter in den Himmel und sagte an, wann es wieder losgehen könnte.

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Hermann Gruber und Saskia Berg marschieren also vom Bug der „Albatros II“ in Richtung Gangway.

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Der Weg ist weit – wie Sie sehen können.

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Endlich sind sie da und die Vorstellung der neuen WO kann beginnen. Es folgen die uns allen bekannten Worte aus dem „Küstenwache“-Trailer:

Ehlers: „Wir legen in fünf Minuten ab. Was ist – können wir dann?“

Gruber: „Ja – aber ich bitte doch darum!“

Und zwischendrin wurde mehrmals unterbrochen – eben ein richtiger Pick up!!

Text und Fotos: emr

Foto v. Pick up: Chucky Kretschmann www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.de

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