Historisches Fanpage-Archiv

Dreharbeiten hautnah – mit Nachbars Haus

– für die Folge 153. „Operation Nero“-

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Für die 22. Produktionsfolge der 11. Staffel wurde am 21. und 22. November 2007 ganz „hautnah“ bei Nachbars Haus gedreht. Regie führte Dagmar von Chappuis.

Am Set waren

Elmar Gehlen

und der Gastdarsteller

Andreas Hoppe

und…..

das schwarze Auto = Unterbaurs Dienstwagen,
das rote Auto = Unterbaurs Privatwagen,
eine Wurst,
ein Rasenmäher,
ein „Hackenporsche“,
eine Schürze,
ein Besen

und natürlich das gesamte Filmteam.

Was soll denn diese detaillierte Aufzählung werden Sie sich fragen. Ich werde es Ihnen noch erklären, aber jetzt mal schön der Reihe nach.

Das Geschehen begann damit, daß es eines Tages an unserer Haustür klingelte und Werner Becker etwas genervt bei uns erschien. Er erzählte, daß er das Motiv – also das Haus von unserem Nachbarn – für diesen Drehtag dringend brauche, unser Nachbar aber verreist sei, so daß das Haus nicht betreten werden könne.

„Oh“ antwortete ich „dann habt Ihr ein Problem! Wo sollt Ihr Euren Kaffee kochen und… wo könnt Ihr mal ein Bad benutzen?“ „Richtig“ meinte Werner Becker. „Aber jetzt habt Ihr kein Problem mehr“ erwiderte ich. „Euch steht herzlich gern unsere Küche und unser Bad zur Verfügung.“ Erleichtert atmete Werner auf. „Aber Du mußt bitte auch den ganzen Tag da sein. Dagmar möchte, daß Du mitspielst.“ „Ich“ antworte ich erstaunt. „Aber – okay – ich werde natürlich da sein. Lassen wir uns überraschen.“

Und dann ging’s los. Draußen war’s noch stockfinster. Schon am Vortag war die gesamte Straße geblockt worden. Jetzt hörte ich die schweren LKW der OPAL vorfahren. Zaghaft klingelte jemand an unserer Tür. Ich öffnete und wurde fröhlich mit einem erleichterten Lächeln begrüßt.

Ruckartig waren überall Schutzläufer ausgelegt. In der Küche begann die große Kaffeemaschine zu blubbern und draußen wurde das Set-Zelt aufgebaut.

Langsam begann die Morgendämmerung. Das gesamte Team war zur Stelle, und das erste Bild wurde eingerichtet. Uwe Großer verlegte die Schienen für den Kamera-Wagen und Dagmar von Chappuis besprach mit Kameramann Andreas Heine die erste Einstellung. Elmar Gehlen erschien am Set.

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Unterbaurs Dienstwagen wurde in Position gefahren. Unterbaur saß hinter dem Steuer und beobachtete das Haus.

Dann kam Laura Ritter, die Regieassistentin, und holte mich: „Eva – jetzt bist Du dran.“

Dagmar erklärte mir, wie ich mit dem Hackenporsche – Sie wissen: das ist so eine Einkaufstasche auf Rädern – um die Ecke kommen,

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bis zu der Wurst gehen, dort angekommen einen Moment verharren und neugierig in das schwarze Auto reinschauen sollte. Danach bitte zügig weitergehen. Okay! Wir probten das einige Male. Natürlich nicht in die Kamera schauen und nicht auf den Boden zur Wurst gucken!!

Noch eine kleine Änderung von Andreas Heine bezüglich des Ablaufpunktes und dann: „Jetzt wollen wir das Drehen. Kamera läuft – Ton läuft und BITTE!“.

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Dann war Andreas Hoppe dran. Er spielt meinen Nachbarn, der eifrig seinen Rasen mähte.

Es folgten noch ein paar Bilder im Garten des Nachbarhauses.

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Beim nächsten Bild kam Unterbaurs Privatauto ins Spiel. Unterbaur steigt aus dem Auto und spricht erregt mit meinem „Nachbarn“. Der fühlt sich sehr gestört und will die Polizei holen, was angesichts der Gegenwart von Unterbaur paradox ist, denn schließlich ist Unterbaur die Polizei, was er ihm auch lauthals klarmacht.

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Nach diesem Bild war ich wieder dran. Ich sollte – bekleidet mit dieser unglaublich attraktiven Schürze (alle wollen sich ausschütten über dieses unmögliche Teil, das ich aus meinem Fundus ausgegraben habe und von dem ich nicht weiß, wie in aller Welt es jemals in meinen Haushalt gelangte) und

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bewaffnet mit diesem Besen sozusagen „vor meiner eigenen Haustür“ kehren. Dabei sollte ich jedoch neugierig zum Nachbarn hinüberschauen, schließlich mein Handy aus der Tasche ziehen und Hilfe herbeiholen mit den Worten: „Polizei – können Sie bitte kommen. Mein Nachbar wird bedroht.“

Novemberdrehtage sind kurz – allzu schnell wird es dunkel. So mußte am nächsten Tag noch eine Einstellung gedreht werden. Wieder waren alle in der morgendlichen Dunkelheit versammelt.

Auch ich mußte noch mal fegen und mit Siggi Busza und Martin Funk „O-Ton“, wie es in der Fachsprache für den Originalton heißt, aufnehmen.

Ich fegte also erneut – ohne zu spielen – immer mit Blickkontakt zu Martin, der mir signalisierte, ob ich schnell oder langsam fegen oder eine kurze Pause machen sollte.

Dann war Motivwechsel – alle Mann ab ins Studio.

Wie Sie alle aus meinen Berichten vom Set wissen, war ich schon sehr, sehr oft bei den Dreharbeiten anwesend und habe auch schon als Komparsin mitgewirkt. Aber diesmal war ich besonders hautnah eingebunden. Es hat riesigen Spaß gemacht. Dagmar von Chappuis macht es einem wirklich sehr leicht. Ihre Anweisungen sind klar und unmißverständlich, so daß es auch einem Laien wie mir gelingt, das zu machen, was sie sagt. Mit einem Mal ist das ganz einfach, selbst, wenn man etwas Text hat.

Am 22.10.2008 werden wir diese neue Folge sehen. Schau’n wir mal, was dabei herausgekommen ist.

Text und Fotos: emr

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