Nichts ist unmöglich!!!
Heute brauchen wir:
Eine Kamera, die quasi mitten im Meer steht, schwebende Dollyschienen, immer wieder heiße Wärmflaschen einen Tonmeister, der trotz Meeresrauschen und raschelnder Schutztüte den richtigen Ton macht und natürlich auch Schauspieler. Kein Problem: Nichts ist unmöglich!!
Das OPAL-Team dreht am Strand, direkt am Wasser. Es ist bedeckt und durch den frischen Wind, der über das Meer weht schon sehr herbstlich kalt.
Unter der Regie von Zbynek Cerven sind die Gastdarsteller
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| Schauspielerin Marita Marschall,sowie |
Zbynek Cerven möchte das Bild, in dem die Schauspieler direkt auf dem Steinen des Stacks spielen, vom Meer aus drehen. Deshalb muß das Kamerateam selbst auch auf diesen Steinen stehen, was ein ziemlicher Balanceakt ist.
Auch die Dollyscheinen, die Uwe Großer verlegen muß, liegen sehr dicht am Wasser und scheinen fast zu schweben. Ich bewundere immer wieder, wie Uwe Großer das hinkriegt. Der Untergrund ist weich und schief und krumm und die Schienen sind dann letztendlich total stabil und absolut waagerecht.
Siggi Busza muß heute ebenfalls ein wenig zaubern, um einen guten Ton aufnehmen zu können. Das Meer rauscht direkt neben ihm und die Schutzhülle für seine Geräte flattert. So werden die Schauspieler einerseits mit Mikrofonen direkt verbunden und andererseits nimmt Lutz Schönherr den Ton auch mit der „Angel“ auf.
Praktikantin Jana Graf unterstützt Requisiteur Sascha Pawellek bei all den tausend Kleinigkeiten, die zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sein müssen.
Eine wichtige Rolle spielt ein Lolly. Sascha Pawellek hat eine kleine Auswahl in verschiedenen Farben besorgt, von denen einer – nach sorgfältiger Prüfung – zum Einsatz bekommt. Nachdem das entsprechende Bild abgedreht ist, werden alle Lollys zum Verzehr freigegeben. Einen davon ergattert Zbynek Cerven. Ich muß schmunzeln und frage ihn, ob er sich jetzt von den Requisiten ernähren müsse. Er lacht und meint, er hätte extra Lollys ausgesucht, damit er nach vielen, vielen Jahren endlich mal wieder einen naschen könne.
Marita Marschall und Daniela Schulz freuen sich, daß sie außer den dicken Jacken, die sie in den drehfreien Augenblicken anziehen können, auch immer heiße Wärmflaschen bekommen, damit ihnen wieder ein wenig wärmer wird.
Am Nachmittag kommt dann Michael Kind, der mich – wie immer – mit einem freundlichen Lächeln begrüßt.
Zbynek Cerven bespricht das Bild mit Daniela Schulz und Michael Kind.
Schnell neigt sich dieser Herbsttag dem Ende zu und es wird langsam dunkel. Das Team muß sich beeilen, die letzten Einstellungen zu drehen. Michael Kind konzentriert sich auf seinen Einsatz und ist wieder ganz Gruber – mit Mütze.
Text und Fotos: emr
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