Unter der Regie von Ed Ehrenberg am 12.05.06
Heute berichte ich von einem sehr spannenden Drehtag am 12.05.2006 im Studio II in Neustadt/Holstein. Dieser Drehtag dauerte 10 Stunden und spielte sich auf der Brücke der Albatros II ab.
Zusammen mit den 3 Komparsenkollegen Nils Zwilling, Rainer Heubaum und Fabian Gschwendt hatte auch ich wieder einen Einsatz als BP Beamter. Diesmal auf „See“ als Rudergänger der Albatros II neben Kapitän Ehlers (Rüdiger Joswig), Wolfgang Unterbaur (Elmar Gehlen), Alex Johansson (Aline Hochscheid) und Nils Krüger (Ralph Kretschmar).
Unter der Regie von Ed Ehrenberg wurden Szenen zu einer Episode der 10. Staffel mit dem Arbeitstitel „Ein gefährlicher Flirt“ gedreht. Die Regieassistenz hatte neben Ed Ehrenberg dem Regisseur wieder Matthias Schmitt.
| Matthias Schmitt und Ed Ehrenberg (rechts) |
Dieser Dreh gestaltete sich sehr aufwendig, da es an Bord eine Explosion geben sollte. Und diese im Studio auf der Brücke realistisch nachzustellen erforderte viel Arbeit und hohe Konzentration aller Anwesenden.
Insgesamt befanden sich ca. 15 Personen incl. der Darsteller, Komparsen und Filmteam auf der Brücke. Gedreht wurde unter anderem durch die Fensterfront der „Studio Albatros II“.
| Kameramann Andreas Heine filmt durch die Fensterfront |
Der Kameramann Andreas Heine nimmt das Geschehen auf der Brücke durch die Fensterfront auf. Die Scheiben der „Studio Albatros II“ wurden um es realistischer zu gestalten, vorher mit Wasser besprüht.
Dann wurde es ernst. Jeder der Anwesenden hatte genaue Anweisungen erhalten, was er beim Szenendreh zu tun hatte. Die Szene wurde einmal ohne Effekt geprobt. Die Probe verlief so wie es sich der Regisseur vorgestellt hatte. Dann hieß es „Wir machen Drehfertig“.
| Maskenbildnerin Sylvia betreut Aline Hochscheid |
„Drehfertig machen“ kurz vor der Kameraaufnahme bedeutet, dass die Darsteller von den Masken- und Kostümbildnern betreut werden. Die Kostümbildner schauen ob die Uniformen richtig sitzen und die Maskenbildern schminken die Darsteller noch einmal nach.
Vor jedem Dreh fragt der Regisseur „Kamera?“. Der Kameramann sagt dann „Kamera läuft“.
Dann fragt der Regisseur „Ton?“ und der Tonmeister Sigfried Busza erwidert „Ton läuft“.
Wenn diese beiden Rückmeldungen erfolgt sind, dann heißt es vom Regisseur „Und Bitte“.
In diesem Moment beginnt das „Schauspielen“. Nun wurde mit Effekt gedreht. Und dieser Effekt hatte es in sich. Der Innenausstatter Thorsten Butzkow hatte mit der Nebelmaschine die Brücke in Null Komma Nichts „vernebelt“. Zudem wurden dann mit einem Feuerlöscher starke Sprühstöße an die Decke ins Innere der Kulisse gegeben.
| Der Nebelrauch steigt auf |
Dieser Feuerlöschsprühstoß war so gewaltig und laut, dass sich alle Anwesenden sehr erschrocken haben und aus Reflex in Deckung gingen, dennoch aber ihrer Rolle entsprechend das Richtige taten. Im Film wird diese Szene später alleine dadurch schon sehr realistisch wirken weil die Kamera dies original aufzeichnete.
| Die Kulisse ist „eingenebelt“ |
Die Kulisse war danach so voller Nebel, dass zwei Ventilatoren aufgestellt wurden um wieder eine klare Sicht zu erhalten.
Die Situation hatte wie schon erwähnt der Innenausstatter Thorsten Butzkow und sein Team unter voller Kontrolle. So ist auch niemand zu Schaden gekommen.
In der Mittagspause konnten sich dann alle von diesem Szenendreh erholen. Der Setaufnahmeleiter Jan Zillmann bekam in der Mittagspause Besuch von seiner Ehefrau mit Tochter Kemsuma, worüber er sich sehr freute.
| Jan Zillmann mit Ehefrau und Tochter |
Pünktlich nach einer halben Stunde läutete Jan Zillmann den zweiten Teil des Drehtages ein.
Bis zum Abend wurden weitere Einstellungen gedreht die im Film Spannung Pur bedeuten.
Doch lassen Sie sich dann davon selbst überraschen.
