Eine Premiere für mich
Ein Drehtag im Studio ist genauso spannend wie ein Aussendreh, auch wenn man hier nicht mit schlechten Wetterbedingungen rechnen muss.
Das Wetter wird hier selbst gemacht. Und es lassen sich alle möglichen Wetterszenarien simulieren. Im Film selbst sieht man den Übergang zu realen Bilder nachher nicht. Unser Drehtag auf der Studiobrücke war für mich eine Premiere. Zum ersten Mal durfte ich mit „an Bord“. Ich bin und war beeindruckt wie realistisch die Brücke der neuen Albatros II ist. Es entstand tatsächlich der Eindruck, dass man auf sich auf einer Schiffsbrücke befindet und raus aufs offene Meer sieht. Denn am Horizont sieht man die Wasserlinie der Ostsee und am Himmel die Wolken. Die Scheinwerfer leuchten die Szenerie so aus, als wäre es ein schöner Sommertag auf See.
| Die Studiobrücke von der Seite. Hier die Aussenansicht. Das Meer und die Wolken sind auf einer Leinwand zu erkennen, welche einmal um die gesamte Vorderfront der Brücke gespannt ist. |
Gedreht wurden mehrere Einstellungen, die später im Film die Überprüfung eines Frachters auf See darstellen. Dazu wird dann die Szene die tatsächlich auf See gedreht wird, mit der Studiosequenz zusammen geschnitten.
Eine der Einstellungen war die Szene in der Unterbaur, Deisenroth und 2 BP Beamte nach der Überprüfung eines Frachters, von draußen wieder die Brücke betreten, auf der Kapitän Ehlers mit seiner Mannschaft gewartet hat. Dazu musste sich Elmar Gehlen, Stefanie Schmid, der Komparse Nils Zwilling und ich direkt „nach draußen“ der Kulisse begeben. Auf das Drehzeichen „Bitte“ musste Elmar Gehlen im schnellen Schritt gefolgt von Stefanie Schmid, mir und dem Komparsen Nils die Brücke betreten. Dabei berichtete Unterbaur Kapitän Ehlers das Ergebnis der Überprüfung.
| Während des Umbaus warten der Komparse Nils und ich auf unseren nächsten Einsatz. In voller Uniform ist es durch die Scheinwerfer sehr heiß im Studio. |
Wir Komparsen mussten vorher ausgemachte Handlungen mit den dort schon „arbeiteten“ anderen Komparsen absolvieren. So sah es sehr natürlich nach einem geregelten Ablauf der Arbeit auf der Brücke aus.
Nachdem die Szene im Kasten war, hieß es wieder Umbau. Dann wird die gleiche Szene noch einmal aus einer anderen Perspektive gedreht.
Im Film sieht man dann die Perspektive des Gesprächs Unterbauer mit Ehlers und nach dem Umbau die gleiche Szene des Gesprächs aus der Sicht Ehlers mit Unterbaur.
| Die Studiobrücke von der Seite. Die Mitarbeiter der Drehcrew befinden sich „im Wasser :-)“ |
Wie schon mehrfach berichtet, befindet sich das neue Studio II in einer großen Halle in Neustadt. Dort wurde ein Großteil der Inneneinrichtung der „Albatros II“ nachgebaut.
Auf dem nächsten Bild sehen Sie die gesamte Kulisse in der Halle von oben. Die Innenräume wurden aus Sperrholz gefertigt.
| Kein „Schiff“ zu sehen. |
In der Kulisse, die Sie gerade von oben gesehen haben, finden wir eine komplette Inneneinrichtung des Schiffes.
Allerdings sind hier im Studio die Schiffsgänge und Räume größer als auf dem richtigen Schiff.
| Auch hier von Sperrholz nichts zu sehen. Der Aufgang zur Brücke. Links der Eingang zur Kombüse |
Alles in allem war es wieder ein sehr interessanter und spannender Drehtag für mich.
Die gesamte Drehcrew begrüßt mich jedes Mal sehr freundlich und aufgeschlossen wofür ich mich ganz herzlich bei der Crew bedanken möchte.
Gruß Jürgen
