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Wolfgang Scheeler

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Wolfgang Scheeler wurde 1942 geboren und ist seit nunmehr mittlerweile 5 Jahren bei der „Küstenwache“ als Komparse mit dabei. Mit Wolfgang stand ich nun schon zweimal vor der Kamera. In den Drehpausen haben wir immer wieder sehr interessante Gespräche über „Gott und die Welt“. Mit Wolfgang kann man sich über alles Mögliche unterhalten. Besonders über Reisen. Auf eine anstehende Reise nach Indonesien und Afrika freut sich Wolfgang besonders. Und so berichtet er mir schon vorab was er im Urlaub alles besichtigen will.

Zur „Küstenwache“ kam Wolfgang durch das Castingteam. Er wurde direkt angesprochen und war sofort begeistert mitzumachen. „Es geht immer alles sehr zwanglos zu und vor allem gibt es immer was zu lachen“, gibt er bei Nachfrage wie es ihm gefällt dabei zu sein zur Antwort.

Überwiegend wird Wolfgang als BP Beamter in der Einsatzzentrale eingesetzt. Aufgrund seines „Alters“ hat er immer vier breite Streifen auf den Schulterstücken und trägt eine schwarze Krawatte zur Uniform.

Sein kürzester Einsatz war einmal für nur eine Szene 15 Minuten. Das ist aber eher selten, da Einsätze bei der KüWa schon mal bis zu 10 Std. dauern können. Sein längster Einsatz war einmal von 8.30 Uhr – 01.30 Uhr in der Nacht. Es kam auch schon mal vor, dass er einen Einsatz von 13.00 – 01.00 Uhr hatte und nicht einmal dran kam. Das sind aber eher die Ausnahmen. Er nimmt es gelassen hin, da ein Dreh für ihn Abwechslung bedeutet.

Besonders stolz erzählt Wolfgang, dass Elmar Gehlen (Wolfgang Unterbaur) in Pelzerhaken bei ihm gleich „Um die Ecke“ wohnt.

Als ich Wolfgang fragte, welcher Szenendreh ihm spontan in Erinnerung kommt, schmunzelt er und erzählt was ihm bei einem Szenendreh „passiert“ ist.

Es war ein Dreh am Pier. In einer Szene mimte ich einen Zollbeamten. Wir mussten eine Wasserleiche auf der Bahre vom Zollboot tragen. Die Wasserleiche wurde von einem Schauspieler gespielt, welcher zum damaligen Zeitpunkt ca. 100 Kg. oder mehr wog. Wahrend mein Komparsenkollege und ich den „Leichnam“ auf der Bahre vom Schiff getragen haben, erfasste eine Windböe das Schiff und trieb es ein wenig vom Pier ab, obwohl es festgemacht war. Wahrscheinlich aber nicht fest genug. Da ich nun den Oberkörper runter tragen musste, konnte ich der leicht abtreibenden Bewegung des Schiffes nicht mehr folgen. Mich verließen die Kräfte und mir rutsche die Bahre samt „Leichnam“ aus den Händen. Der gewichtige Schauspieler knallte direkt auf den Rücken. Gott sei Dank ist ihm nichts passiert. Die Szene wurde dann direkt am Pier gedreht. Da auch „echte“ Leichenträger mit Wagen engagiert waren, feixten die sich einen. Diese Situation vergesse ich nie. Trotzdem bin ich gerne immer noch dabei und hoffe auch weiterhin mitwirken zu dürfen.

Ich danke Wolfgang für dieses Interview und hoffe auch mit ihm noch öfters vor der Kamera stehen zu können.